{"id":11596,"date":"2025-12-26T11:06:20","date_gmt":"2025-12-26T10:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=11596"},"modified":"2025-12-26T14:29:57","modified_gmt":"2025-12-26T13:29:57","slug":"von-rauhnaechten-und-schwarzer-magie-in-einer-heiligen-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=11596","title":{"rendered":"Von Sperrn\u00e4chten, Dunkeln\u00e4chten und Raun\u00e4chten in dunklen Zeiten und heiligen N\u00e4chten"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;In abgelegenen Orten trifft man ab und zu noch auf den Glauben, in der Weihnachtszeit ginge der Werwolf um, und der Teufel s\u00e4\u00dfe auf den Schornsteinen. Zwischen Weihachten und Neujahr liegen die heiligen N\u00e4chte. In ihnen kr\u00e4chzt der Ungl\u00fccksrabe, und das wilde Heer braust durch die L\u00fcfte&#8220;<\/strong><\/p>\n<cite><strong>&#8222;Land und Leute an der Saar&#8220; &#8211; Dr. Wilhelm Martin &#8211; 1951<\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e2rgo\"><strong>Schon mal etwas von den Sperrn\u00e4chten geh\u00f6rt ? Die wenigsten Menschen kennen heute noch die Bedeutung dieser Rau- Sperr- oder Dunkeln\u00e4chte. Die Bedeutung oder der jeweilige Brauchtum ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen. Die in unserer Gegend bekannten Raun\u00e4chte spielen selbst im Christentum eine gewichtige Rolle. Von den Dunkel,- oder Sperrn\u00e4chten gibt es jedoch nur wenige \u00dcberlieferungen. Was sind Sperr- oder Dunkeln\u00e4chte und worin liegt ihre Bedeutung ? Im Dezember erleben wir Menschen die dunkelste Jahreszeit. Die Dunkeln\u00e4chte beginnen mit dem 8. Dezember und enden am k\u00fcrzesten Tag und der l\u00e4ngsten Nacht, dem 21. Dezember eines Jahres. In diesen 13 Tage wird der alte germanischen Jahreskreis mit seinen 13 Mondzyklen symbolisiert. Genauer genommen dauert ein Jahr nicht 12 Monate sondern vielmehr 13 Monde (Monate). Die Wissenschaft lehrte uns, dass zwischen dem 21 und 24 Dezember v\u00f6llige Dunkelheit herrscht und wir die dunkelsten N\u00e4chte verbringen m\u00fcssen. Am 25. Dezember wird die Sonne erstmals wieder f\u00fcr etwa 1,5 Minuten l\u00e4nger am Himmel stehen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ci46c\">Beim St\u00f6bern im Netz fand ich Informationen, dass laut germanischer \u00dcberlieferung und Weisheit am 8. Dezember die Erde einen Impuls der Sonne empf\u00e4ngt, um ihr nach 13 Tagen ein neues Leben zu schenken. Im christlichen Glauben wurde dieser Tag zu \u201eMari\u00e4 Empf\u00e4ngnis\u201c, die alte Erdg\u00f6ttin Anna empf\u00e4ngt den neuen Lebenskeim in Form ihrer Tochter Maria. Die magischen Raun\u00e4chte werden seit jeher einem Monat zugeordnet. Beim zelebrieren der Raun\u00e4chten liegt der Fokus auf der Vorausschau, auf Visionen, Tr\u00e4umen und W\u00fcnschen. Bei den sogenannten Dunkeln\u00e4chten steht die R\u00fcckschau im Vordergrund. Das Jahresende l\u00e4dt uns ein alles vergangene wegzusperren und hinter uns zu lassen. Auch die Sperr-oder Dunkeln\u00e4chte Sperrn\u00e4chten sind einem Monat zugeordnet. Hier eine kurze \u00dcbersicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9js4e\"><strong>8. auf 9. Dezember \u2013 Januar 9. auf 10. Dezember \u2013 Februar 10. auf 11. Dezember \u2013 M\u00e4rz 11. auf 12. Dezember \u2013 April 12. auf 13. Dezember \u2013 Mai 13. auf 14. Dezember \u2013 Juni 14. auf 15. Dezember \u2013 Juli 15. auf 16. Dezember \u2013 August 16. auf 17. Dezember \u2013 September 17. auf 18. Dezember \u2013 Oktober 18. auf 19. Dezember \u2013 November 19. auf 20. Dezember \u2013 Dezember<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/4-2-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7977\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/4-2-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/4-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/4-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/4-2.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Die zw\u00f6lf N\u00e4chte zwischen Weihnachten und dem Dreik\u00f6nigstag gelten auch in unserer Heimatgegend als sogenannte Schwellenzeit zwischen dem Alten und dem Neuen, dem Dunkeln und dem Licht sowie dem Verg\u00e4nglichem und Ewigkeit. Besonders im s\u00fcddeutschen Raum und somit auch bei uns im S\u00fcdwesten entstanden im Laufe der Jahrhunderte die Raun\u00e4chte.<\/strong> <strong>Obwohl ich pers\u00f6nlich meine Probleme mit Aberglauben und heidnischen Brauchtum habe, bin ich mir bewusst dar\u00fcber, dass in diesen Braucht\u00fcmern viel Weisheit und Lebenserfahrung steckt.  <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Schon die alten Germanen pflegten zum Jahreswechsel eine Vielzahl von seltsamen Sitten und Mythen. Viele von diesen heidnischen Br\u00e4uchen hielten sich bis ins 18. Jahrhundert und wurden von der Bev\u00f6lkerung auch flei\u00dfig praktiziert. Im 19. Jahrhundert r\u00fcckten die christlichen Rituale immer mehr in den Vordergrund und verdr\u00e4ngten den uralten Glauben an Geister und die damit verbundene schwarze Magie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Die Rauhn\u00e4chte gelten seit jeher als die Zeit der Geister, Toten, D\u00e4monen und Werw\u00f6lfe. Heute wissen wir, dass sich bei den Rauhn\u00e4chten die uralten Br\u00e4uche unserer Vorfahren mit den Ritualen des Christentums vereinen. Der Volksmund macht mal wieder sein Ding daraus und lehrt seine Kinder das F\u00fcrchten. W\u00e4hrend der Rauhn\u00e4chte stehen die Tore des Totenreichs offen und geben Geister und D\u00e4monen die M\u00f6glichkeit umherzuwandern.<\/strong> <strong>Hier eine \u00dcbersicht der Rauhn\u00e4chte:  24. auf 25. Dezember \u2013 Januar 25. auf 26. Dezember \u2013 Februar 26. auf 27. Dezember \u2013 M\u00e4rz 27. auf 28. Dezember \u2013 April 28. auf 29. Dezember \u2013 Mai 29. auf 30. Dezember \u2013 Juni 30. auf 31. Dezember \u2013 Juli 31. Dezember auf 1. Januar \u2013 August 1. Januar auf 2. Januar \u2013 September 2. Januar auf 3. Januar- Oktober 3. Januar auf 4. Januar \u2013 November<\/strong> <strong>&#8211; 4. Januar auf 5. Januar \u2013 Dezember<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11601\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/2.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Bestandteil der Rauhn\u00e4chte ist die sogenannte &#8222;wilde Jagd&#8220;. Mit dieser \u201ewilden Jagd\u201c sind die st\u00fcrmischen Wintern\u00e4chte gemeint. Die &#8222;wilde Jagd&#8220; wird in der Zeit vom 25. Dezember (Weihnachten) bis zum 6. Januar (Hochneujahr)<strong> <\/strong>begangen. Auch dieser Begriff stammt aus der germanischen Mythologie. Die \u201eWilde Jagd\u201c sei, so sagt der Volksmund:&nbsp;laut, unheimlich, jedoch nie b\u00f6se oder gemein. W\u00e4hrend der Rauhn\u00e4chte durfte man keine W\u00e4sche aufh\u00e4ngen, ansonst w\u00fcrden sich die Geister darin verfangen. Auch die Sage, dass aus der wei\u00dfen W\u00e4sche und den wei\u00dfen Bettlacken im Laufe des kommenden Jahres Leichent\u00fccher w\u00fcrden, hielt sich besonders im l\u00e4ndlichen Raum. Anderorts wurde behauptet, dass in den Rauhn\u00e4chten die Tiere miteinander sprechen. Es wurde jedoch davor gewarnt diesen zuzuh\u00f6ren. Unsere Vorfahren waren fest davon \u00fcberzeugt, dass die Natur jeder Jahreszeit eine Berechtigung zuspricht. Die Menschen sollten w\u00e4hrend der Rauhn\u00e4chte die herrschende Dunkelheit und n\u00e4chtliche Stille zur Ruhe, Besinnung oder einfach nur zum Ausruhen nutzen. Man sollte Zuhause bleiben und sich dem Jahreswechsel in Besinnlichkeit hingeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Historische Quellen berichtet davon, dass sowohl die Kelten als auch die Germanen die Zeit der Wintersonnenwende und die drauf folgenden Raun\u00e4chte feierten. Zur Zeit der Germanen wurden die Raun\u00e4chte urspr\u00fcnglich auch &#8222;Rauchn\u00e4chte&#8220; genannt. In dieser Zeit wurden Kr\u00e4uter ger\u00e4uchert, um dunkle Geister und D\u00e4monen zu vertreiben. &nbsp;Bis heute ranken sich um die Raun\u00e4chte viele Sagen und Legenden. Wahrscheinlich sind diese zu einer Zeit entstanden, in der man in der ruhigen, stillen Abenden beim Feuer zusammensa\u00df und miteinander redete und erz\u00e4hlte. Die Dorf\u00e4ltesten waren in der Regel daf\u00fcr verantwortlich die Sagen und Mythen der Ahnen weiterzugeben und jedem Dorfbewohner zu erz\u00e4hlen. In manchen D\u00f6rfern galten die Raun\u00e4chte als \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich und gef\u00fcrchtet. &nbsp;Es wurden besondere Regeln und Ordnungen aufgestellt, die unbedingt eingehalten werden mussten. Dabei stand bei vielen Mythen und Legenden immer wieder der Jahreswechsel im Vordergrund.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/117715624_981976765548611_6267789165138384483_o-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11625\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/117715624_981976765548611_6267789165138384483_o-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/117715624_981976765548611_6267789165138384483_o-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/117715624_981976765548611_6267789165138384483_o-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/117715624_981976765548611_6267789165138384483_o.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">An Sylvester war es auch in unserer Gegend Brauch, dass die Menschen w\u00e4hrend der ersten halben Stunde des neuen Jahres alle T\u00fcren schlossen und nur die Hintert\u00fcr ge\u00f6ffnet hielten. Man behauptete, dass dort der Segen hereink\u00e4me. Au\u00dferdem legte man besonderen Wert auf das Klingen die Silvesterglocken. Wenn diese nicht hell und klar klangen, sollte das kommende Jahr kein gutes werden. Die Silvesternacht bildet den \u00dcbergang vom alten in das neue Jahr. Dieser Tag hatte schon bei unseren Vorfahren eine besondere Bedeutung. Man war fest davon \u00fcberzeugt, dass man an diesem Tag einen Blick in die Zukunft werfen konnte. Fr\u00fcher gossen vor allem junge Frauen Blei, um ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt zu testen. Aus diesem alten Brauchtum entstand das Bleigie\u00dfen das heute noch auf diversen Sylvester Partys zelebriert wird. Heute ist selbst diese Tradition schon wieder aus der Mode geraten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Die Raun\u00e4chte bilden also eine besondere Zeit. Alles ist im Wandel und mit einer gewissen Spannung geladen. Die Arbeit des vergangenen Jahres ist erledigt und das Neue kann oder darf noch nicht begonnen werden. Legenden, Br\u00e4uche und Mythen haben viel mit Aberglauben und dem Volksmund zu tun. Dabei gab es nicht nur dunkle Sagen und gruselige Geschichten, sondern auch gute und lustige Br\u00e4uche. Im 18.Jahrhundert wurde auch in unserer Heimatgegend das Brauchtum des Wandertages gepflegt. Dabei war es Tradition, dass am 27.Dezember eines jeden Jahres die Bewohner auf Wanderschaft gingen. Unter dem Begriff \u201ewandern\u201c verstanden die Menschen zun\u00e4chst einmal nicht unbedingt eine Wanderung durch die umliegende Landschaft. Viel mehr wechselten die Menschen zu der Jahreswende einfach ihre Arbeitsstelle. Das Alte endete und das Neue beginnt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" data-id=\"8666\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8666\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-1.jpg 1000w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-1-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>In einem alten vorliegenden Verwaltungsbericht des Landkreises Ottweiler, aus dem Jahre 1859, ist zu lesen: \u201c Der Tag des Dienstwechsels ist der 27.Dezember, oder mit anderen Worten, um Weihnachten ist die Wanderzeit\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich wurde nicht in jedem Jahr der Arbeitsplatz gewechselt. Vielmehr wurde dieses Brauchtum symbolisch angedeutet. Der Knecht oder die Magd verlie\u00dfen kurzerhand die Wohnung des Dienstherren wobei die W\u00e4schekisten oder der Schlie\u00dfkorb symbolisch vor die Haust\u00fcr gestellt und wieder hereingetragen wurden. Dieses Ritual diente als Zeichen, dass der Arbeitsplatz einbehalten wurde. Vielerorts wurde am Abend dieses Wandertages am 27.Dezember in den gro\u00dfen S\u00e4len unseres Ortes getanzt oder gefeiert. Historische Quellen unserer Dorfchronik berichten davon, dass in unseren Gastst\u00e4tten zum Tanz geladen wurde. Besonders die jungen M\u00e4nner freuten sich \u00fcber diesem alten Brauchtum. Schlie\u00dflich mussten die Burschen an diesem Tag nicht in die eigene Tasche greifen. Das Brauchtum verlangte, dass die Jungs an diesem Tag \u201ezehrfrei\u201c gehalten wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Aus dem guten alten Brauch des Wandertages entstand im 20.Jahrhundert eine neue Tradition, die sich vielerorts bis heute gehalten hat. Die Menschen nutzten die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr zum Wandern und Ausspannen. Das Alte geht, dass Neue wird kommen! Was wird das neue Jahr bringen und welchen Herausforderungen m\u00fcssen wir uns stellen? In Zeiten, in denen das Corona-Virus w\u00fctet, w\u00fcnschen wir uns alle Gesundheit und ein schnelles Ende der pandemischen Lage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">In der tiefster Not sehnen wir uns danach, dass diese schlimme Zeit schnell vorbeigeht und etwas Neues beginnen kann. Dabei spielt es f\u00fcr uns keine Rolle, dass wir Minuten und Stunden unseres Lebens einfach so wegwerfen und hergeben m\u00f6chten. Schlie\u00dflich hat jeder von uns nur dieses eine Leben. Jede Sekunde und jede Stunde sind wertvoll und einzigartig. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob wir in schlechten oder guten Zeiten leben. Wir haben nur dies eine Leben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" data-id=\"8667\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8667\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Br\u00e4uche, Sitten, Traditionen oder Aberglaube. Ein jeder nehme es so an, wie er m\u00f6chte.<\/strong> <strong>Wenn wir es erz\u00e4hlen, bleibt es erhalten. Schweigt der Volksmund, stirbt seine Seele. Traditionen, Br\u00e4uche, Mythen, Legenden und Aberglaube bewahren unsere Dorfkultur. Lasst uns also besonders in dieser Zeit davon erz\u00e4hlen wie es Fr\u00fcher war und wie unsere Ahnen lebten. Wenn wir es unseren Kindern weitersagen, bleibt es erhalten.<\/strong> <strong>Genauso verh\u00e4lt es sich mit unserer Mundart. &#8222;Wenn ma se nemme schw\u00e4tze gedd se verlor'&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Besseres kann kein Volk vererben, Als der eigenen V\u00e4ter Brauch. Wenn des Volkes Br\u00e4uche sterben, Stirbt des Volkes Seele auch.&#8220;<\/strong><\/p>\n<cite><strong>Volksmund<\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-primary-background-color has-text-color has-background has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich euch allen besinnliche Tage in rauen N\u00e4chten. Hoffnungsvolle Momente an kalten Wintertagen und einen gutes und entspanntes Hin\u00fcbergleiten in eine bessere Zukunft.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;In abgelegenen Orten trifft man ab und zu noch auf den Glauben, in der Weihnachtszeit ginge der Werwolf um, und der Teufel s\u00e4\u00dfe auf den Schornsteinen. Zwischen Weihachten und Neujahr liegen die heiligen N\u00e4chte. In ihnen kr\u00e4chzt der Ungl\u00fccksrabe, und das wilde Heer braust durch die L\u00fcfte&#8220; &#8222;Land und Leute an der Saar&#8220; &#8211; Dr. Wilhelm Martin &#8211; 1951 Schon<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11600,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[1,9,8],"tags":[5,618,127,310],"class_list":["post-11596","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-dorfgetratsche","category-sellemols-und-awweile","tag-dirmingen","tag-gemeinde-eppelborn","tag-landkreis-neunkirchen","tag-saarland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11596"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19405,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11596\/revisions\/19405"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}