{"id":11999,"date":"2022-02-05T15:11:05","date_gmt":"2022-02-05T14:11:05","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=11999"},"modified":"2022-03-31T13:01:12","modified_gmt":"2022-03-31T12:01:12","slug":"dirmingen-ein-tag-im-jahr-1917","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=11999","title":{"rendered":"Dirmingen- Ein Tag im Jahr 1917"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in ganz Europa ausgetragen. Am Ende des Krieges hatten etwa 17 Millionen Menschen ihr Leben verloren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Der Krieg begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserkl\u00e4rung \u00d6sterreich-Ungarns an Serbien, Auf dem Gebiet des heutigen Saarlandes waren die Auswirkungen des Krieges besonders an der Westfront zu sp\u00fcren. Nat\u00fcrlich war dies in erster Linie der unmittelbaren N\u00e4he zu Frankreich geschuldet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Dirmingen im Jahre 1917. Der Krieg neigt sich in seine entscheidenden Phase und wird noch ein weiteres Jahr andauern. Im Dorf leben bis auf wenige Ausnahmen \u00fcberwiegend \u00e4ltere M\u00e4nner, Kinder, Jugendliche und Frauen. Die Frau muss den Mann ersetzen und ist zu Schwerstarbeit gezwungen. W\u00e4hrend an der Front der blanke Horror tobt leidet die Bev\u00f6lkerung an Hunger. Verdun liegt gerade einmal 170 Kilometer von Dirmingen entfernt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Wie aber sah es damals, im 1. Weltkrieg, in unserem D\u00f6rfchen aus? Ein Versuch einen Tag in Dirmingen im Jahre 1917 zu rekonstruieren sollte naturgem\u00e4\u00df scheitern. Schlie\u00dflich war ich aus nat\u00fcrlichen Gr\u00fcnden selbst nicht dabei. Mein Ur-Gro\u00dfvater Johann Georg Wagner fiel in diesem Jahr 1917 an der russischen Front f\u00fcr Kaiser und Vaterland. Ich habe einmal mehr versucht einen Tag in Dirmingen, im Jahre 1917, nachzustellen. Ich werde bei diesem Versuch bestimmt nicht frei von Fehlern gehandelt haben. Dennoch oder \u201cgraad se l\u00e4\u00e4ds\u201d m\u00f6chte ich es wagen:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"477\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/000-700x477.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12005\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/000-700x477.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/000-300x204.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/000-768x523.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/000.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist 08:00 Uhr. Ein kalter Novembermorgen im Jahre 1917. B\u00fcrgermeister Valentin Wagner kippt seinen Schwarzen herunter, zieht den Kragenmantel nach oben und verl\u00e4sst seine Wohnung. Sein Weg f\u00fchrt ihn Richtung Sch\u00e4fer Brauerei. Das Dirminger Familienunternehmen befindet sich seit Jahren in einer misslichen Lage. Schon vor Kriegsbeginn \u00fcbte die Erh\u00f6hung der Malzsteuer einen m\u00e4chtigen Druck aus. Der folgende Kriegsausbruch im Jahre 1914 war f\u00fcr die Entwicklung des Unternehmens eine echte Katastrophe. Vorhandene Kupfer und Messingteile wurden zu Kriegszwecken demontiert und die beiden S\u00f6hne wurden zu den Waffen gerufen. Gebraut wird nur noch gelegentlich im kleinen Rahmen. Johann Nikolaus Sch\u00e4fer verl\u00e4sst zur gleichen Zeit sein Braugeb\u00e4ude und geht dem B\u00fcrgermeister entgegen. In H\u00f6he der Gastst\u00e4tte \u201eSchuhhannesse\u201c treffen die beiden aufeinander.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Sch\u00e4fer blickt dem Ortsb\u00fcrgermeister tief in die Augen und hofft auf gute Nachrichten. Wagner kennt die aktuellen Probleme des Unternehmens. Bereits im Jahre 1914 wurden alle im Dorf befindlichen Pferde und Wagen vom Staat eingenommen. Die fehlenden Lastpferde erschweren die dringend erforderliche landwirtschaftliche Arbeit. Johann Nikolaus Sch\u00e4fer ahnt, dass sein B\u00fcrgermeister immer noch nicht helfen kann. Die beiden M\u00e4nner sind kriegsm\u00fcde. Das ganze Dorf ist in eine schwerwiegende Depression verfallen. Der Krieg dauert jetzt schon 3 Jahre und die Schreckensnachrichten von der Front werden t\u00e4glich mehr. Nach Verdun sind es gerade einmal 170 Kilometer.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2121\" height=\"1473\" data-id=\"12007\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12007\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200.jpg 2121w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200-300x208.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200-700x486.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200-768x533.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200-1536x1067.jpg 1536w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/200-2048x1422.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2121px) 100vw, 2121px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"654\" data-id=\"12008\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12008\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/600.jpg 1000w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/600-300x196.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/600-700x458.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/600-768x502.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>\u201eGeh\u2018n ma\u201c raunt der B\u00fcrgermeister den Unternehmer an. Der Brauereibesitzer nickt und setzt sich in Bewegung. Der Weg f\u00fchrt die beiden zu \u201eKarl\u2019s Wertschaft\u201c, einige Meter \u00fcber dem Brauereigel\u00e4nde. B\u00fcrgermeister Valentin Wagner wurde beauftragt mal wieder eine Material-Sammlung durchzuf\u00fchren. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden verlangte das Kaiserreich von seinem Volk die Abgabe verschiedener Materialien f\u00fcr die Soldaten an der Front. &nbsp;Kleidung, Lebensmittel, Papier, Tabak \u2013 f\u00fcr alles gab es eine Sammlung. Der B\u00fcrgermeister musste mal wieder eine solche Sammlung einberufen und durchf\u00fchren. Diesmal sollten sogenannte \u201eLiebesgaben\u201c gesammelt werden. Dabei handelte es sich um Stricksachen oder Spiele gegen die Langeweile im Sch\u00fctzengraben. Die Sachen sollen an einem Ort im Dorf zusammengelegt und anschlie\u00dfenden in P\u00e4ckchen an die Front geschickt werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Vor der Gastst\u00e4tte spielen Kinder mit einer Schweinblase. Wer h\u00e4tte gedacht, dass der Krieg so lange dauert und dem Dorf so tiefe Wunden schl\u00e4gt. Im ganzen Saargebiet herrschen chaotische Verh\u00e4ltnisse. Lebensmittel werden knapp und alles Wertvolle wurde den Soldaten an der Front gegeben. Die Landwirtschaft kam aufgrund fehlenden Arbeitsmaterials zum Erliegen. Zudem befinden sich die meisten M\u00e4nner an der Front. Einige Bergleute, Kriegsgefangene, \u00e4ltere M\u00e4nner und Frauen m\u00fcssen mit ihren Kindern den Laden am Laufen halten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Kurz vor dem Betreten der Gastsch\u00e4nke schauen sich beide M\u00e4nnern noch einmal an. Valentin Wagner holt tief Luft und klopft dem Brauereibesitzer auf die Schulter. Wagner wei\u00df genau was er heute von den Menschen seines Dorfes verlangen wird. Die Schenke ist bereits bis zum letzten Platz gef\u00fcllt und die Bev\u00f6lkerung wartet auf weitere Anweisungen. Was wird Wagner seiner Bev\u00f6lkerung noch alles zumuten m\u00fcssen? Nikolaus Sch\u00e4fer nickt schweigend und beide gehen die Treppe hinauf und \u00f6ffnen die schwere Eingangst\u00fcr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Beim Betreten der Gastst\u00e4tte wird es im Raum still. Die Menschen wissen, dass weitere Entbehrungen erwartet werden. Keiner wagt es sich zu verweigern. Sogar die wenigen Bergmannsbauern sind gekommen um ihren Tribut beizusteuern. Die Armut und der st\u00e4ndige Hunger macht den Bergleuten besonders zu schaffen. Die Leistungsf\u00e4higkeit hat in den letzten beiden Jahren zusehends nachgelassen. Die Bergwerksdirektionen der Gruben in Landsweiler, Heinitz oder Camphausen versuchen diese Entwicklung durch Sonderzulagen einzuschr\u00e4nken. Dies f\u00fchrt wiederum zu Neid in der Dorfgemeinschaft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"1209\" data-id=\"12011\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/400.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12011\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/400.jpg 900w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/400-223x300.jpg 223w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/400-700x940.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/400-768x1032.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"1042\" data-id=\"12010\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12010\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/300.jpg 900w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/300-259x300.jpg 259w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/300-700x810.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/300-768x889.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Frau Heintz von der Post l\u00e4uft dem B\u00fcrgermeister verzweifelt entgegen. \u201eWo bleibschd du Valentin, se waade schon all off dich\u201c. Der B\u00fcrgermeister nickt und nimmt seinen Hut vom Kopf. Frau Heintz ist verzweifelt, die neusten Meldungen der Front sind gerade eingetroffen. Seit Kriegsbeginn bekommt das \u201ePoschde Haus\u201c die neusten Meldungen telegraphisch zugesendet. T\u00e4glich werden neue Schreckensnachrichten von der Front \u00fcbermittelt. Dabei gibt es viele Todesnachrichten zu \u00fcberbringen. In der letzten Zeit \u00fcberl\u00e4sst Sie das \u00dcberbringen solcher Nachrichten immer \u00f6fter den B\u00fcrgermeister. Frau Heintz wirkt niedergeschlagen und traurig. \u201eMir all\u2018 hann liewe Leit verlor, komm Valentin uus gedd et allegare net guud, f\u00e4ng an\u201c Valentin Wagner sieht zerknirscht zu Boden und er\u00f6ffnet die Versammlung mit einer Gedenkminute.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Menschen erheben sich von ihren Pl\u00e4tzen wobei die M\u00e4nner ihre H\u00fcte abnehmen. Valentin Wagner f\u00e4hrt fort:\u201c Heute ist der 20. November 1917. Folgende M\u00e4nner unseres Dorfes sind in diesem Jahr f\u00fcr das Vaterland gefallen:<\/em> <em><strong>Bernardie Nikolaus, Gabler Jakob, Heintz Johann Peter, Heintz Karl, Lambert Jakob, Rothe Wilhelm, Spaniol Jakob, Johann Georg Wagner, Wohlfarth Peter, Zengerle Josef.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Irgendwo im Saal schluchzt eine Frau in ihre Sch\u00fcrze. Der B\u00fcrgermeister seufzt und bittet die Menschen wieder Platz zu nehmen. Sophia Wagner ergreift mit Tr\u00e4nen in den Augen das Wort: \u201eWie lang soll dad noch geh\u2019n?\u201c Mein Mann es vor zwei Joahr gefall\u2018 on ich hann nix me zu genn.\u201c Der B\u00fcrgermeister versucht zu beruhigen: \u201eLiewe Leit, die M\u00e4nner brauche uus\u201c f\u00e4hrt Wagner fort und presst seine H\u00e4nde fest zusammen. Alles debattieren nutzt nichts. Wagner informiert die Menschen, dass schon am Abend ein Kommando die gesammelten G\u00fcter des Dorfes abholen wird. Valentin Wagner redete eindringlich auf seine Mitbewohner ein und beschw\u00f6rt sie durchzuhalten.<\/em> <em>Glaubt er seinen eigenen Worten eigentlich noch ?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Versammlung mit allen wichtigen Information dauert gerade einmal 15 Minuten. Niemand hat Zeit zu verschenken. Wagner kippt sein Bier herunter, setzt den Hut auf und verl\u00e4sst allein die Gastst\u00e4tte. Gestern hatte er einen Brief von der Front erhalten. In diesem Krieg wird erstmals mit neuartigen Waffen gek\u00e4mpft. Neuerdings setzt man sogar Flugzeuge ein. An der Front werden immer \u00f6fter Gas und Flammen als Waffen benutzt. &nbsp;Die neusten Nachrichten von Verdun lassen den Ortsb\u00fcrgermeister erschaudern. Wie lange wird dieser Krieg noch anhalten. Wird es am Ende \u00fcberhaupt einen Sieger geben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Valentin Wagner ist in Eile. Pfarrer Otto Bingel wartete auf sein Ortsoberhaupt. Es wird schon bald 10 Uhr und der Pfarrer legt gro\u00dfen Wert auf P\u00fcnktlichkeit. Wagner geht vorbei am Gasthaus \u201eSchuhhannesse\u201c mit seinen beiden m\u00e4chtigen Geb\u00e4uden. Am Gemischtwarengesch\u00e4ft \u201eBruche\u201c l\u00e4sst sich der B\u00fcrgermeister kurz von Inhaber Adolf Bruch aufhalten: \u201eHaschd geheert B\u00fcrmeischda, dad Gesch\u00e4ft l\u00e4fd net guud, eich kann net vill genn\u201c. Wagner nickt und raunt zur\u00fcck: \u201cWarum warschd de net en da Versammlung? Valentin Wagner hat Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Belange des Gesch\u00e4ftsmannes. Selbst die Waren zum t\u00e4glichen Leben liegen seit langem unanger\u00fchrt in den Regalen. Manchmal werden noch Haushaltsger\u00e4te oder Werkzeug f\u00fcr die Landwirtschaft eingekauft. Wer kein Geld hat, kann keines ausgeben. Kleider werden kaum noch anger\u00fchrt. Der B\u00fcrgermeister klopft dem Gesch\u00e4ftsmann anerkennend auf die Schulter und geht seinen Weg vorbei am alte \u201eKl\u00e4se Haus\u201c in Richtung Ortsmitte. Was hat dieses alte \u201eKl\u00e4se Haus\u201c nicht schon alles \u00fcberstanden. Wagner bleibt ehrf\u00fcrchtig stehen, schaut hoch zum Dach des Geb\u00e4udes. Er steckt sich eine an und zieht den Rauch tief ein. Es scheint als w\u00fcrde dieses alte Geb\u00e4ude die Menschen ermutigen weiterzumachen. Das alte \u201eKl\u00e4se Haus\u201c steht seit \u00fcber 200 Jahren auf seinem Platz in der Ortsmitte und wurde nach dem 30-j\u00e4hrigen Krieg erbaut.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wagner denkt an das alte vergessene \u201eH\u00e4hloch\u201c im Kl\u00e4se Keller und geht seinen Weg. Wagner schmunzelt schelmisch und fragt sich ob der alte &#8222;Kl\u00e4se Vadda&#8220; noch immer seinen Schnaps in dem alten &#8222;H\u00e4hloch&#8220; versteckt. Vor der Schule h\u00e4lt Wagner erneut inne. Er fragt sich, wann die Kinder des Dorfes endlich wieder die Schule besuchen d\u00fcrfen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"1182\" data-id=\"12012\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/700.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12012\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/700.jpg 900w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/700-228x300.jpg 228w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/700-700x919.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/700-768x1009.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1281\" height=\"1253\" data-id=\"12013\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12013\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/800.jpg 1281w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/800-300x293.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/800-700x685.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/800-768x751.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1281px) 100vw, 1281px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der K\u00fcster der Kirche rei\u00dft den B\u00fcrgermeister aus seinen Gedanken:\u201c Gemorje, heit en da frieh senn nomme e paar neie komm.\u201c Wagner nickt und wei\u00df was genau was damit gemeint ist. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden werden russische Kriegsgefangene mit der Bahn in die D\u00f6rfer gebracht. Wagner hat die Zusendung neuer Gefangener bereits erwartet. Der B\u00fcrgermeister wei\u00df, dass er den Kriegsgefangenen Arbeit und Brot geben muss. Wer arbeitet muss auch ern\u00e4hrt werden. Diese Kriegsgefangenen sind der eigentliche Grund seines Besuchs im evangelischen Pfarrhaus. Kopfsch\u00fcttelnd nimmt Wagner seinen Weg zum Pfarrhaus. Sein Blick schweift kurz in Richtung Bahnhof. Die Er\u00f6ffnung der Bahnstrecke im Jahre 1898 hat dem Dorf nicht nur gutes gebracht. Die Strecke lockt viel Gesindel und fragw\u00fcrdige Gestalten an. &nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der evangelische Pfarrer Otto Bingel lebt mit seinen beiden Schwestern Jettchen und Lottchen im Pfarrhaus. Zeit seines Lebens hat der Pfarrer keine Frau gefunden und nun ist es zu sp\u00e4t zum Heiraten. Die beiden Schwestern f\u00fchren den Haushalt. Schon von weitem winkt der B\u00fcrgermeister seinem Pfarrer zu. Otto Bingel ist gerade damit besch\u00e4ftigt die Kinder des Dorfes mit \u00c4pfeln des Pfarrgartens zu versorgen. Er blickt kurz hoch und nickt dem heraneilenden B\u00fcrgermeister zu.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>\u201eDu kommschd sp\u00e4t, Valentin\u201c raunt der Pfarrer. Der B\u00fcrgermeister nickt und beginnt ohne Umschweife sein Anliegen vorzutragen. Es geht darum den neuen Kriegsgefangenen eine Aufgabe zu geben. Rund um die evangelische Kirche gibt es vieles zu tun und nachdem der ehemalige Kirchhof-Friedhof verlegt wurde, muss immer noch einiges aufgearbeitet werden. Pfarrer Bingel gibt sein Einverst\u00e4ndnis und entl\u00e4sst den B\u00fcrgermeister in seinen Alltag: &#8222;Ich muss, et Lottche hat gekocht&#8220;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist Mittagszeit. \u00dcber die Stra\u00dfen weht der Geruch von frisch gekochtem Essen. Es \u00fcberwiegend Kartoffelspeisen. Fleisch steht nur selten auf dem K\u00fcchenplan. Der Teller wird immer nur einmal gef\u00fcllt. Nachschlag gibt es nicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Nach dem Essen legt sich Wagner noch einmal hin. Es ist noch Zeit bis zu seinem n\u00e4chsten Termin. Um 14:00 Uhr wird er von Mitgliedern des katholischen Bauvereins erwartet. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Anzahl der Katholiken in dem Dorf stark angestiegen. Viele kamen aus der Schweiz oder dem Osten Europas in den Ort. Der Verein ist sehr r\u00fchrig und engagiert. Im Jahre 1911 wurde eine Pfarrkirche auf dem G\u00e4nseberg erbaut. Wagner ist sich dar\u00fcber bewusst, dass die Gruppe um \u201eKilians Johann\u201c gro\u00dfe Pl\u00e4ne hat. Auf dem G\u00e4nseberg soll eine katholische Kirchengemeinde entstehen. Der Bau der Kirche war nur ein erster Schritt. Die Gr\u00fcndung einer katholischen Kirchengemeinde wird nicht einfach werden. Immerhin ist das Dorf seit der Reformation evangelisch gepr\u00e4gt. Wagner m\u00f6chte die Kriegsgefangenen auch auf dem G\u00e4nseberg zum Einsatz bringen. Er steckt sich eine Zigarette an und ist sich in diesem Moment sicher, dass er auch in diesem Fall ein Einvernehmen erreichen wird. Schlie\u00dflich ist man dankbar f\u00fcr jede Arbeitskraft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist sp\u00e4ter Nachmittag. Irgendwo bellen ein paar freilaufende Hunde. Ein Kohlentransporter f\u00e4hrt durch das Dorf und hinterl\u00e4sst einen \u00fcblen Gestank. Bauern sind mit ihrem t\u00e4glichen Tagewerk besch\u00e4ftigt und Frauen reinigen an der Ill ihre W\u00e4sche. Es wird kalt und der Bev\u00f6lkerung steht erneut ein harter Winter bevor. Valentin Wagner hat genug und sehnt sich nach einem sch\u00f6nen Sch\u00e4fer-Bier.<\/em> <em>Die meisten der vorhandenen Dorfkneipen haben nur noch sporadisch ge\u00f6ffnet. Nur wenige Leute haben ein paar Pfennige \u00fcbrig, um sich ein Bier zu leisten. Au\u00dferdem sind die meisten M\u00e4nner an der Front. Im Saargebiet wurden vergleichbar mehr M\u00e4nner eingezogen als im \u00fcbrigen Kaiserreich.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wann wird dieser Krieg enden? Wagner erinnert sich gerne an die guten alten Zeiten zur\u00fcck. Damals als im Jahre 1904 der Turnverein gegr\u00fcndet wurde, war noch Leben im Dorf. Das Vereinsleben ist mittlerweile zum Erliegen gekommen. Auch der M\u00e4nnergesangsverein \u201eHarmonie\u201c hat seine T\u00e4tigkeit vor\u00fcbergehend eingestellt. Auch der Obst- und Gartenbauverein hat keine M\u00f6glichkeit mehr seinem Hobby zu fr\u00f6nen. Ein paar alte M\u00e4nner sitzen auf einer Bank vor der Kirche und singen: &#8222;Kein sch\u00f6ner Land zu dieser Zeit, wo wir uns finden wohl unter Linden, zur Abendzeit&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist November und bis dahin haben fast 50 M\u00e4nner des Dorfes an der Front ihr Leben gelassen. Dirmingen ist nicht besonders gro\u00df und jedes verlorene Leben wiegt doppelt so schwer. Das j\u00fcngste Opfer Dirmingens war gerade einmal 19 Jahre alt. Valentin Wagner kannte den jungen Bauernsohn und erinnert sich gerne an dessen frohen Lebensmut. Der Junge hatte noch sein ganzes Leben vor sich und bestimmt auch schon ein M\u00e4dchen in Aussicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"614\" data-id=\"12015\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/900.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12015\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/900.jpg 900w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/900-300x205.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/900-700x478.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/900-768x524.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"575\" data-id=\"12014\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/100.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12014\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/100.jpg 900w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/100-300x192.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/100-700x447.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/100-768x491.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wagner erinnert sich an seinen Vater. Dieser hat ihm oft von dem deutsch-franz\u00f6sischen Krieg im Jahre 1870 erz\u00e4hlt. Voller Stolz berichtete sein Vater vom historischen Sieg im Bruderkrieg gegen die Franzosen. Damals glaubte Wagner tats\u00e4chlich, dass ein Krieg befreiend wirken kann. Heute wurde er eines Besseren belehrt. Mal sehen was sich im \u201eJohne Saal\u201c abspielt. Wagner tr\u00e4gt die Hoffnung, dass die Gastst\u00e4tte ge\u00f6ffnet ist und er ein paar Leute zum Reden antrifft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist 18:00 Uhr. Es wird Abend. Irgendwo kr\u00e4ht ein Hahn. Eine Mutter ruft nach ihren Kindern. Wagner verl\u00e4sst seine Wohnung und zieht seinen Kragen hoch. Was wird der morgige Tag bringen. Als er die T\u00fcr zu \u201eJohne Saal\u201c \u00f6ffnet h\u00f6rt er vertraute Stimmen. An der Theke stehen ein paar alte M\u00e4nner beim Bier. Wagner stellt sich in die Runde und bestellt sich einen Gerstensaft. Er nimmt einen gro\u00dfen Schluck und nickt den M\u00e4nnern zu. Sein Blick geht in Richtung des gro\u00dfen Tanzsaales. Ob dieser Saal irgendwann mal wieder mit Leben gef\u00fcllt wird ?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Diese Geschichte ist auf der Grundlage historischer Ereignisse frei erfunden, wobei es die namentlich erw\u00e4hnten Personen tats\u00e4chlich gegeben hat. Ziel ist es den Lesern und Menschen meines Heimatortes die Geschichte Dirmingens n\u00e4her zu bringen und das Vergessen zu verhindern. So wie in dieser erfundenen Geschichte, k\u00f6nnte es sich am Ende tats\u00e4chlich zugetragen haben<\/strong> <strong>!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in ganz Europa ausgetragen. Am Ende des Krieges hatten etwa 17 Millionen Menschen ihr Leben verloren. Der Krieg begann am 28. 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Nat\u00fcrlich war dies in erster Linie<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12004,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[1,973],"tags":[974,5,618,127,310],"class_list":["post-11999","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-dirmingen-ein-tag-im-jahr","tag-1-weltkrieg-2","tag-dirmingen","tag-gemeinde-eppelborn","tag-landkreis-neunkirchen","tag-saarland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11999"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11999\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12487,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11999\/revisions\/12487"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}