{"id":16207,"date":"2023-12-04T16:21:41","date_gmt":"2023-12-04T15:21:41","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=16207"},"modified":"2023-12-04T16:23:04","modified_gmt":"2023-12-04T15:23:04","slug":"von-der-halb-schicht-einem-arschleder-einem-knubbe-dem-primtabak-und-einer-prise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=16207","title":{"rendered":"Von der &#8222;halb Schicht&#8220;, einem Arschleder, einem &#8222;Knubbe&#8220;, dem Primtabak und einer Prise"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Die Erinnerung an den Saarbergbau spiegelt sich \u00fcberall in unserem Land wider. Wenn man durch unser Bundesland f\u00e4hrt, findet man viele sichtbare Erinnerungsst\u00fccke wie zum Beispiele F\u00f6rdert\u00fcrme, Schachtanlagen, ehemalige Kantinen, Waschkauen oder Halden. Die \u00dcberreste auf den ehemaligen Bergwerken in Camphausen, G\u00f6ttelborn, Heinitz, Reden oder auch der Warndt erinnern uns an die Zeit der Montanindustrie. Dabei spiegelt sich die Geschichte des Bergbaus auch in unserer t\u00e4glichen Sprache wider. Die Sprache der Bergleute hat sich l\u00e4ngst in das Unterbewusstsein der kommenden Generationen eingeschlichen. Die Bergbausprache hat unendlich viele Ausdrucksformen und einen riesigen Wortschatz. Ein alter Hauer sagte mal zu mir:\u201c Hier unten ist eine andere Welt mit einer eigenen Sprache\u201c. Ich finde, dass trifft es genau auf den Punkt. Ganz viele W\u00f6rter des Bergbaus ersetzen eine l\u00e4ngere Satzbildung. Die meisten Ausdr\u00fccke haben ihre Wurzeln in den fr\u00fcheren Jahrhunderten. Ganz oft benutzen wir in unserer Mundart verschiedene bergm\u00e4nnische W\u00f6rter, ohne zu wissen woher diese eigentlich stammen. Ganz heimlich hat uns die saarl\u00e4ndische Bergmannskultur ihre W\u00f6rter in den Mund gelegt. Es sind die W\u00f6rter unserer V\u00e4ter und die Sprache unseres Landes. Wir alle nutzen in unseren t\u00e4glichen Dialogen W\u00f6rter wie zum Beispiel Schicht, Ablegen, Abwerfen, Anbruch, Anfahren, Anschlag, Korb, Knubbe, Wetter, Alter Mann oder Gl\u00fcck auf!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Bei unserem Bergmannsgru\u00df \u201eGl\u00fcck auf\u201c bin ich ein St\u00fcckweit empfindlich. Ausgerechnet diejenigen die sich damals f\u00fcr ein Ende des Bergbaus ausgesprochen haben, gr\u00f6len diesen traditionsreichen Gru\u00df nach jeder politischen Rede und pressewirksamen Auftritt. Sei\u2019s drum. Fakt ist: ohne Kohle und Stahl w\u00fcrde es das heutige Saarland nicht geben. Unser Land und die Menschen dieses Landes wurden von 250 Jahre Steinkohlebergbau gepr\u00e4gt. \u00dcberall in unserem L\u00e4ndchen findet man in den einzelnen D\u00f6rfern Gegenst\u00e4nde, Mahnmale oder auch Denkm\u00e4ler, die an den Bergbau erinnern sollen. Wir sehen Loren, Schr\u00e4mwalzen, Schilder oder wie in Dirmingen einen Mannschaftstransportwagen. Hunderte von Exponaten schlummern in den Kellern unserer H\u00e4user. Wer hat heutzutage keine Wasserpumpenzange, Bandmesser oder Schaufel von der Grube? Man muss halt ganz genau hinschauen, um die Zeichen und Erinnerungsst\u00fccke des Bergbaus zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"617\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-700x617.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16211\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-700x617.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-300x264.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-768x677.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"580\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-644x580-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16212\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-644x580-1.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-644x580-1-300x270.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Auch unser Landkreis Neunkirchen ist praktisch auf Kohle und Stahl entstanden. Auf meinem t\u00e4glichen Weg quer durch unseren Kreis passiere ich st\u00e4ndig verschiedene Relikten des Bergbaus. Da stehen F\u00f6rdert\u00fcrme, Absinkweiher, Schlacke-Halden, Loren, Seilscheiben oder sogar ganze Schr\u00e4mmaschinen. Wenn man die Bergmannssiedlung Maybach durchf\u00e4hrt, erkennt man unwillk\u00fcrlich die gro\u00dfen Doppelh\u00e4user der Bergbausiedlungen. Wer hat nicht schon alles dort gelebt und geschlafen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Es steckt so viel Bergbau in unserem t\u00e4glichen Leben. Wir finden die Erinnerungskultur in unserer Sprache, Gestik und in unserem Verhalten. Alles kommt zur\u00fcck und erinnert an das Vergangene. Alte Gewohnheiten und Br\u00e4uche kommen wieder in Mode und werden auf eine andere Art und Weise zelebriert. Es gibt sie wieder! Was? Na, die Prise, der \u201eSchnuppes\u201c oder besser der Schnupftabak.&nbsp; W\u00e4hrend meiner Zeit \u201eUnter Tage\u201c hatte ich w\u00f6chentlich eine Dose verbraucht. Es gab Unmengen von Sorten: Gletscherprise, Edelprise oder L\u00f6wenprise wurden in rauen Mengen inhaliert. In letzter Zeit stelle ich immer \u00f6fter fest, dass viele M\u00e4nner wieder auf die Prise gekommen sind und flei\u00dfig das braune Pulver schnupfen. Im Bergbau hatte das \u201eschnupfen\u201c schon seinen Grund. Die Nasenschleimh\u00e4ute wurden mit dem Tabak feucht gehalten und die Aufnahme von Kohlen- oder Steinstaub dadurch minimiert. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem Primtabak. Die Bergleute legten den \u201ePrim\u201c in einem Schnaps ihres Gefallens um anschlie\u00dfend ein Tabakst\u00fcck unter die Zunge oder in die Wangentaschen zu legen. Auch hier ging es im Wesentlichen darum den Kohlenstaub zu binden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Wenn zwei Bergleute eine Pause machten, hockten sie sich zwischen Grubenstempeln oder in die Strecke auf einen Mutterklotz und genehmigen sich eine Prise Schnupftabak. Auf das kalte Eisen setzen sich die Bergleute nicht gerne nieder. Meistens wurde ein St\u00fcck Holz (Muddakletzje) untergelegt. Viele gerade im niedrigen Streb besch\u00e4ftigte Bergleute trugen ein Arschleder. Der Schnupftabak war schon allein aufgrund der Tatsache, dass Rauchen \u201eunter Tage\u201c verboten war, eine echte Alternative. Der Prise wurde unter Tage eine soziale Funktion nachgesagt. Bei der Prise tauschte man sich aus und f\u00f6rderte unwillk\u00fcrlich das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl. Ganz oft kam es vor, dass man sich einfach zusammenstellte und die Prise der Reihe um gereicht wurde. Da wurde beim \u201eSchnupfen\u201c diskutiert, die Arbeit geplant oder einfach nur \u201egesproocht\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"960\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/146341436_2976354909308867_456544859234081449_n.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14666\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/146341436_2976354909308867_456544859234081449_n.jpg 650w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/146341436_2976354909308867_456544859234081449_n-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"1049\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325592718_533882435375288_4559123448597707228_n-700x1049.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14656\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325592718_533882435375288_4559123448597707228_n-700x1049.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325592718_533882435375288_4559123448597707228_n-200x300.jpg 200w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325592718_533882435375288_4559123448597707228_n.jpg 730w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Jedes Jahr am Barbaratag denke ich an meine Zeit \u201eUnter Tage\u201c zur\u00fcck und versinke dabei gerne in Erinnerungen. Neben der oftmals harten Arbeit vereinbarte der Bergbau viele soziale Eigenschaften. Wenn wir zur \u201eHalb Schicht\u201c aus dem Streb kletterten suchten wir schnellstm\u00f6glich den Weg zum eigenen \u201eJubbe\u201c. Meistens hing der Arbeitsanzug (\u201eJubbe\u201c) an einem Kabelhacken am Ausbau. Hastig ein Schluck aus dem Kaffeeblech und einen Bissen ins \u201eKneibche\u201c, dann noch eine Prise und weiter zur Arbeit. Gut beraten war man, wenn man sein Brot in einem Blech aufbewahrte. Es kam nicht selten vor, dass der Bergmann in der &#8222;halb Schicht&#8220; eine b\u00f6se \u00dcberraschung erlebte und eine Maus das Brot anknabberte hatte<strong>.<\/strong> Ich selbst war 18 Jahre im Saarbergbau t\u00e4tig. Auch mein Ur-Gro\u00dfvater, mein Gro\u00dfvater, mein Vater arbeiteten \u201eUnter Tage\u201c. Wenn ich an meine Zeit \u201eUnter Tage\u201c denke, erinnere ich mich an: Hitze, Staub, schwere Last, rauer Umgangston, schwer-verletzte und sogar Tote. Ich erinnere mich aber auch an: Schulterklopfen, Zuspruch, Ermutigung und Kameradschaft. Ich denke gerade am Barbaratag sollten wir Saarl\u00e4nder nicht nur der Schutzpatronin der Bergleute, sondern auch dem Berufsstand des Bergmannes selbst Gedenken. Immerhin haben uns Kohle und Stahl zu dem gemacht, was wir heute noch sind! In letzter Zeit beschleicht mich immer \u00f6fter das Gef\u00fchl, dass wir im Begriff sind unsere Erinnerungskultur zu vernachl\u00e4ssigen. Nat\u00fcrlich hat nicht jeder positive Erinnerungen an den Bergbau. Gerade die Menschen, die am Ende des Saarbergbaus unter den schlimmen Erdersch\u00fctterungen gelitten haben, werden dem Ende des Bergbaus nicht nachweinen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">&#8222;Sankt Barbara, bei Tag und Nacht, fahr&#8216; mit dem Vater in den Schacht! Steh Du ihm bei in jeder Not, bewahr&#8216; ihn vor dem j\u00e4hen Tod!&#8220;<\/p>\n<cite>Traditionelles Bergbaugebet<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Am 4. Dezember gedenken also die katholischen Christen und mit ihr alle die sich dem Bergbau verbunden f\u00fchlen der christliche M\u00e4rtyrerin Barbara von Nikomedien. Obwohl ihre Existenz historisch nicht belegt ist, hat sich ihre bewegende Geschichte bis heute gehalten. Der \u00dcberlieferung zufolge lebte Barbara als Tochter eines reichen Kaufmanns im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen T\u00fcrkei. Der heidnische Vater wollte Barbara gegen ihren Willen verheiraten. Die junge Frau hingegen wollte ihr Leben Christus widmen. Obwohl der Vater seine eigene Tochter foltern lie\u00df, hielt Barbara an ihrem christlichen Glauben fest. Der Legende nach brachte ihr Vater Barbara vor Gericht und enthauptete sie schlie\u00dflich eigenh\u00e4ndig. Bis heute gilt die heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute. Der \u00dcberlieferung zufolge suchte Barbara auf ihrer Flucht vor ihrem Vater Schutz in einer Felsspalte. Der Felsen soll sich auf wundersame Weise vor ihr ge\u00f6ffnet haben. Auch die \u00dcberlieferung wonach Barbara in einem dunklen Turm eingesperrt und gefoltert wurde l\u00e4sst auf eine Verbindung zu den Bergleuten und ihrer Arbeit unter Tage schlie\u00dfen. Der dunkle finstere Turm der heiligen Barbara auf der einen und der finstere dunkle Stollen der Bergleute auf der anderen Seite haben sicherlich etwas Gemeinsames.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"620\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325414249_3145907292367710_5385059399296607445_n-700x620.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14654\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325414249_3145907292367710_5385059399296607445_n-700x620.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325414249_3145907292367710_5385059399296607445_n-300x266.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325414249_3145907292367710_5385059399296607445_n-768x680.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325414249_3145907292367710_5385059399296607445_n.jpg 1087w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325358613_3318726155042813_8163378957073667084_n-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14649\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325358613_3318726155042813_8163378957073667084_n-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325358613_3318726155042813_8163378957073667084_n-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325358613_3318726155042813_8163378957073667084_n-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/325358613_3318726155042813_8163378957073667084_n.jpg 1094w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Ich glaube, die eigentliche Erinnerungskultur beginnt im Kopf. Viele Saarl\u00e4nder gebrauchen noch heute Teile der alten Bergmannssprache: \u201eMutterkletzje\u201c, \u201eBefahren\u201c, \u201eHartf\u00fc\u00dfler\u201c, \u201eKaffekisch\u201c, \u201eKnubbe\u201c, \u201eGez\u00e4he\u201c, \u201eAuf- und H\u00e4ngen\u201c, \u201cAlter Mann\u201d, \u201cschlechte Wetter\u201d oder \u201ePartiemann\u201c geh\u00f6ren fest zum Wortschatz zahlreicher Saarl\u00e4nder\/innen. Wenn wir diese Sprache weitersprechen geht sie auch nicht verloren. Ich w\u00fcnsche mir einen w\u00fcrdigen Umgang mit diesem Wortschatz und hoffe wir finden einen Weg diese W\u00f6rter unseren Kindern nahezulegen. Unser Dialekt stirbt langsam aber sicher aus. Mit dem Ende unserer Muttersprache wird auch die Bergmannssprache verloren gehen. F\u00fcr dieses St\u00fcck Erinnerungskultur ist jeder selbst verantwortlich. Es liegt alleine an uns das allgemeine Vergessen zu bek\u00e4mpfen. \u201cSchw\u00e4tze ma wie de Mund uus gewach\u2019s es, dann gedd aach nix verlor\u201d.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Ich w\u00fcnsche allen ehemaligen Bergleuten und allen Freunden einen besinnlichen Barbaratag und uns allen das Gedenken an den Bergbau.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gl\u00fcck auf!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>O, St. Barbara, o, St. Barbara, aller Knappen Besch\u00fctzerin. In den Gefahren wollt uns bewahren. Sch\u00fctze uns, sch\u00fctze uns, St. Barbara. O, St. Barbara, o, St. Barbara, aller Knappen Besch\u00fctzerin. Sei uns Erretter bei schlagend Wetter. Sch\u00fctze uns, sch\u00fctze uns, St. Barbara. O, St. Barbara, o, St. Barbara, aller Knappen Besch\u00fctzerin. Wollst uns erhalten, wenn Felsen spalten. Sch\u00fctze uns, sch\u00fctze uns, St. Barbara. O, St. Barbara, o, St. Barbara, aller Knappen Besch\u00fctzerin. In den letzten Streiten steh\u2019 uns zur Seite. Sch\u00fctze uns, sch\u00fctze uns, St. Barbara.<\/strong><\/p>\n<cite>Traditionelles Knappenlied<\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"479\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/berg-700x479.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16216\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/berg-700x479.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/berg-300x205.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/berg-768x526.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/berg.jpg 1011w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erinnerung an den Saarbergbau spiegelt sich \u00fcberall in unserem Land wider. 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