{"id":16804,"date":"2024-03-03T13:33:37","date_gmt":"2024-03-03T12:33:37","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=16804"},"modified":"2024-03-03T13:44:13","modified_gmt":"2024-03-03T12:44:13","slug":"dirmingens-mahnmal-fuer-frieden-altes-munitionsdepot-im-kaselswald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=16804","title":{"rendered":"Dirmingens Mahnmal f\u00fcr Frieden &#8211; Altes Munitionsdepot im Kaselswald"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Die Welt ist aus der Bahn geraten und wir leben in unruhigen Zeiten. Der Krieg in der Ukraine und der Konflikt am Gazastreifen haben uns deutlich vor Augen gef\u00fchrt, welche zentrale Bedeutung der Frieden hat. Als Ich im Jahre 1969 das Licht der Welt erblickte, war der zweite Weltkrieg gerade einmal 25 Jahre Teil unserer Geschichte. Mein Gro\u00dfvater fiel in Tschechien und auch mein Ur-Gro\u00dfvater musste w\u00e4hrend des ersten Weltkrieges in Russland sein Leben lassen. Meine Gro\u00dftante wurde im Mai 1944 Opfer eines Bombenangriffs auf Dirmingen. Meine Familie hat w\u00e4hrend den beiden Weltkriegen einen hohen Preis gezahlt. Ich wuchs mit den Kriegserinnerungen meiner Familie und insbesondere meiner Gro\u00dfmutter auf. Mein Vater war Halbwaise und meine Gro\u00dfmutter musste zusehen, wie sie als Alleinerziehende ihr Leben meisterte. Tats\u00e4chlich wurde Zuhause nicht besonders viel \u00fcber den Krieg gesprochen. Die Nachkriegsgeneration wurden oftmals als &#8222;Schweigekinder&#8220; betitelt. Der Krieg wurde einfach thematisiert. Das war Tabu ! Vielmehr bekamen die Kinder eindringlich eingebl\u00e4ut, wie gut es ihnen eigentlich geht und dass es keinen Grund zum Jammern gibt. Meine Generation ist mit der Verpflichtung aufgewachsen dem Vergessen entgegenzuwirken und mahnend die nachfolgenden Generationen mitzunehmen. Das was geschehen war, darf nie wieder geschehen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Die Auswirkungen des kalten Krieges waren in den 70-er und 80-er Jahren bis in die D\u00f6rfer hinein sp\u00fcrbar. Die Spannungen zwischen dem Osten und dem Westen waren allgegenw\u00e4rtig. Im Fernseher bekam man bedrohliche Bilder vor Augen gef\u00fchrt. Gegen\u00fcberstehende Panzer oder Grenzsoldaten mit angeschlagener Waffe waren an der Tagesordnung. Vor \u00fcber 30 Jahren endete nicht nur der kalte Krieg, sondern auch die Zweiteilung Deutschlands. Wir alle dachten, dass schlimmste \u00fcberstanden zu haben und hofften darauf, dass sich endlich die Vernunft durchsetzen w\u00fcrden. Unsere Kinder sollten in Frieden aufwachsen. Und jetzt? In Europa herrscht Krieg !<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Noch heute befindet sich dort im Kaselswald, auf Dirminger Gemarkung zwischen Dirmingen, Urexweiler und Wustweiler, ein ehemaliges NATO-Depot. Dieses Munitionslager wurde im Jahre 1971 unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen erbaut. Insgesamt wurden w\u00e4hrend des kalten Krieges vier saarl\u00e4ndische US-Munitionslager, in den Jahren 1971 bis 1974, errichtet. Die Baukosten f\u00fcr ein Depot lagen schon damals bei beachtlichen 4,5 Millionen DM. Die im Saarland vorhandenen vier US-Munitionsdepots wurden alle in forstlich genutzten Waldgebieten errichtet. Die komplette Anlage im Kaselswald besteht aus 15 erd\u00fcberdeckten Einzelbunkern, die an einer oval angelegten Ringstra\u00dfe angelegt sind. Jeder einzelne Bunker war \u00fcber ein Telefon mit einem separaten Wachgeb\u00e4ude verbunden. Fr\u00fcher war der Zugang mit einem mittels Kettenzug zu bewegenden, ca. 20 cm starkes Stahltor verschlossen. Heute ist die Anlage lediglich mit einem Gittertor versehen. Das Depot wurde meistens von einem deutschen Zivilpersonal bewacht. Das US-Personal war nicht st\u00e4ndig im Depot und kam lediglich beim Transport oder zur Kontrolle vorbei. Das \u00fcberschaubare Depot war ein sogenanntes Reservedepots f\u00fcr das gro\u00dfe US-Depot Miesau bei Ramstein. Die im Depot gelagerte Munition wurde in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden, meistens nachts, mit LKWs ausgetauscht. Das geheimnisvolle Schweigen der US-Armee zu der gelagerten Munition n\u00e4hrte in der Bev\u00f6lkerung die vorhandenen Sorgen und \u00c4ngste. Obwohl laut Wachpersonal ausschlie\u00dflich Munition f\u00fcr Gewehre und Pistolen, Panzergranaten und Granatwerfermunition gelagert wurden, vermuteten die Bev\u00f6lkerung, dass sich chemischen, biologischen oder atomaren Waffen im Depot befanden.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Depot.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1916\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Depot.jpg 600w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Depot-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass w\u00e4hrend meiner Kinderzeit immer wieder schwere LKWs, der US-Armee, durch unser Dorf fuhren. Viele von diesen gro\u00dfen Transportern suchten den Weg zum US-Depot im Dirminger Kaselswald. \u00dcberhaupt war in den 1970ger Jahren die Pr\u00e4senz von Milit\u00e4rfahrzeugen oder Panzer, im l\u00e4ndlichen Raum, weitaus h\u00f6her als beispielsweise Heute. Die im Depot gelagerte Munition wurde in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden, meistens Nachts, mit LKWs ausgetauscht. Das seltsame Verhalten und Schweigen der US-Armee zu der gelagerten Munition n\u00e4hrten in der Bev\u00f6lkerung gro\u00dfe \u00c4ngste. Obwohl laut Wachpersonal ausschlie\u00dflich Munition f\u00fcr Gewehre und Pistolen, Panzergranaten und Granatwerfermunition gelagert wurden, vermuteten die Bev\u00f6lkerung, dass sich chemischen, biologischen oder atomaren Waffen im Depot befanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Im September des Jahre 1983 wurde ein gepanzerter R\u00e4derwagen der 1.Escadron de Cuirassiers, aus der Kaserne St. Wendel, mit dem Namen Dirmingen getauft. Zu den &#8222;Tauffeierlichkeiten&#8220;, am Reservistenheim in Dirmingen, waren damals zahlreiche Schaulustige erschienen. Neben vielen interessierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern waren etliche franz\u00f6sische Soldaten aus St. Wendel und Reservisten der Illtal-Kameradschaft zu den Feierlichkeiten gekommen. Als Taufpatin fungierte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der einheimischen Sch\u00e4fer Brauerei Frau Luise Br\u00fcck. Unter dem Beifall der zahlreichen Schaulustigen vollzog Frau Br\u00fcck mit einer Flasche Champagner die Taufzeremonie. Der damalige Dirminger Ortsvorsteher Gerhard Wagner lobte das gute Verh\u00e4ltnis zwischen der franz\u00f6sischen Armee und der deutschen Reservistenkameradschaft Illtal.<\/strong> <strong>Bei der franz\u00f6sischen Armee war es \u00fcber viele Jahrzehnte guter Brauch den eigenen Fahrzeugen einen Namen zu geben. Die Freundschaft zwischen der franz\u00f6sischen 1.Escadron de Cuirassiers in St. Wendel und der Reservistenkameradschaft Illtal, mit Sitz in Dirmingen, begann im Jahre 1969 und hielt bis zur Schlie\u00dfung der Kaserne in St. Wendel. Die Verbundenheit der Soldaten zeichnete sich unter anderem auch durch die gegenseitige Teilnahme zahlreicher Aktivit\u00e4ten aus. \u00dcber viele Jahre war es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass die franz\u00f6sische Armee an einem Umzug eines Dirminger Volksfestes teilnahm. Im Rahmen der Tauffeierlichkeiten des damaligen Panzerfahrzeuges Dirmingen wurde diese Freundschaft mit der \u00dcbergabe eines Wimpels feierlich fundamentiert.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"438\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Panzer-Dirmingen-Kopie-644x438.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2018\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Panzer-Dirmingen-Kopie-644x438.jpeg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Panzer-Dirmingen-Kopie-300x204.jpeg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Panzer-Dirmingen-Kopie.jpeg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Im kalten Krieg verhielten sich die ehemaligen Siegerm\u00e4chte des zweiten Weltkrieges so, als bef\u00e4nden sie sich tats\u00e4chlich im Krieg. Dabei wurde eigentlich niemals richtig Krieg gef\u00fchrt. Europa stand unter Stress und die Weltm\u00e4chte begannen massiv aufzur\u00fcsten. Als die UdSSR im August 1949 ihre erste Atomwaffe testete und damit das amerikanische Monopol durchbrach, wurde es ernst. Die Atomwaffen wurden seitdem nicht nur als reine Zerst\u00f6rungswaffe, sondern auch als politische Waffe gef\u00fchrt. Damals wie heute verbreitete die Atomwaffe Angst und Schrecken. Dieses Angst machen hat sich bis heute bew\u00e4hrt und wird auch w\u00e4hrend des Konflikts in der Ukraine praktiziert. Schon allein der Besitz dieser Waffe verhinderte in vielen F\u00e4llen eine Eskalation. Dabei blieb es nicht allen beim Bau einer Atombombe. Im Fr\u00fchjahr 1954 testete die USA eine Wasserstoffbombe mit 15 Megatonnen. Diese Bombe \u00fcbertraf die Sprengkraft der Hiroshima-Bombe um das 750fache. Einige Jahre sp\u00e4ter brachte es die von der UdSSR erprobte \u201eZar-Bombe\u201c auf 50 Megatonnen und einen auf 64 Kilometer H\u00f6he aufget\u00fcrmten Atompilz. Bis Mitte der 1980er Jahre kam es in Europa zu einem Wettr\u00fcsten sondergleichen. Beide Weltm\u00e4chte hatten mit \u00fcber 60.000 Sprengk\u00f6pfe, genug, um den gesamten Erdball und mit ihm die Menschheit gleich mehrmals zu vernichten. Warum kam es eigentlich zu diesem kalten Krieg? Ausl\u00f6ser d\u00fcrften die unterschiedlichen politischen Systeme der beiden Weltm\u00e4chte USA und der damalige Sowjetunion gewesen sein. W\u00e4hrend die USA f\u00fcr die westlichen Demokratien einstanden, k\u00e4mpfte die Sowjetunion f\u00fcr den Kommunismus. Nun wiederholt sich die Geschichte: F\u00fchrende Spitzenpolitiker der Weltm\u00e4chte drohen offen mit einem atomaren Konflikt. Wohlwissend, dass dies auch das Ende ihrer eigenen zivilen Kultur bedeuten w\u00fcrde. Ich frage mich: Was muss noch geschehen, bevor die Menschen erwachen ? Das S\u00e4belrasseln und die vielen Drohgeb\u00e4rden gef\u00e4hrden das EINE, das EINZIGE Leben das WIR haben. Ich muss an dieser Stelle immer an den Brief eines jungen Soldaten denken der in Verdun an der Front k\u00e4mpfte und dort mit einem Bauchschuss seine letzten Zeilen kritzelte und elendig verstarb. Kein Politiker und kein F\u00fchrer einer Weltmacht hat je nach diesem Schicksal gefragt. Viele Soldaten endeten wie jetzt in der Ukraine in einem Massengrab. Sinnlos werden die Kinder von Millionen verzweifelten M\u00fcttern in den Tod geschickt. Wann h\u00f6rt das auf ? Macht, Politik und Geld haben schon immer die Menschen verdorben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Bereits im November des Jahres 1970 wuchs in der Bev\u00f6lkerung der Protest gegen den geplanten Bau dieses Munitionsdepots im Kaselswald. Der damalige Verband f\u00fcr Touristik und Kultur rief die Bev\u00f6lkerung zu einer Protestwanderung auf. Die Aktion wurde am 15.November 1970, dem Volkstrauertag, durchgef\u00fchrt. Neben der Sorge, dass im Depot atomare Waffen gelagert wurde, \u00e4rgerte man sich \u00fcber das mutwillige Abholzen einer Waldfl\u00e4che. Immerhin befand sich das geplante Baugebiet in einem Landschaftsnutzgebiet. Die angesetzte Wanderung endete damals mit einer Abschlusskundgebung auf dem Dirminger Marktplatz. Letztlich waren alle diese Bem\u00fchungen des Verbandes und der engagierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger umsonst. Das Munitionsdepot wurde errichtet und brachte fortan die Ger\u00fcchtek\u00fcche zum brodeln. Wahrscheinlich wurden niemals atomare Waffen in dem Depot im Kaselswald gelagert. Warum sollen diese auch dort gelagert werden? Allein aus milit\u00e4rischen Gr\u00fcnden macht es keinen Sinn solche Waffen in einem \u201cNeben-Depot\u201d zu lagern. Die einfache Sicherung des gesamten Areals spricht ebenfalls gegen die Lagerung solcher schweren Waffen und Kampfmittel. Nach der Aufgabe des Depots wurden, Anfang der 90er Jahre, die gesamte Munition in das Hauptdepot Miesau \u00fcberliefert. Welche Waffen sich am Ende tats\u00e4chlich im Kaselswald befanden bleibt bis heute ein R\u00e4tsel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"672\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1923\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/001.jpg 600w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/001-268x300.jpg 268w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"871\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hfhtd-644x871.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hfhtd-644x871.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hfhtd-222x300.jpg 222w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hfhtd.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Heute ist es ruhig geworden um das alte Munitionsdepot im Kaselwald. Die Anlage ist immer noch mit einem 3 m hohen Stacheldraht umzogen und kann nicht betreten werden. Zahlreiche Bunker des ehemaligen NATO-Munitionsdepots wurden inzwischen vermietet. Das ist auch in Dirmingen der Fall. Viele der einzelnen Bunker werden inzwischen von Firmen oder Gesch\u00e4ften genutzt. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf dem Gel\u00e4nde damit besch\u00e4ftigt, kleinere Munition aus dem zweiten Weltkrieg fachm\u00e4nnisch zu entsorgen oder zu sprengen. Auch diese kleinen herbeigef\u00fchrten Explosionen sorgen hin und wieder f\u00fcr reichlich Gespr\u00e4chsstoff im Dorf. Der kalte Krieg fand unerwartet schnell sein Ende. Pl\u00f6tzlich kam die Wende und der Mauerfall brachte den Frieden. Die Menschen auf der Stra\u00dfe sorgten mit ihrer friedlichen Demonstration f\u00fcr ein Umdenken. Friedlicher Protest geh\u00f6rt auch heute noch zu den besten Waffen der Demokratie. Wir m\u00fcssen irgendwie zusehen, dass uns die ganze Kiste nicht irgendwann um die Ohren fliegt.<\/strong>\u00a0<strong>Das sind wir schon mal unseren Kindern und den folgenden Generationen schuldig.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt ist aus der Bahn geraten und wir leben in unruhigen Zeiten. Der Krieg in der Ukraine und der Konflikt am Gazastreifen haben uns deutlich vor Augen gef\u00fchrt, welche zentrale Bedeutung der Frieden hat. Als Ich im Jahre 1969 das Licht der Welt erblickte, war der zweite Weltkrieg gerade einmal 25 Jahre Teil unserer Geschichte. 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