{"id":17751,"date":"2024-08-25T12:39:24","date_gmt":"2024-08-25T11:39:24","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=17751"},"modified":"2024-08-25T12:39:26","modified_gmt":"2024-08-25T11:39:26","slug":"dirmingen-ein-tag-im-jahr-1904","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=17751","title":{"rendered":"Dirmingen &#8211; Ein Tag im Jahr 1904"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Dirmingen im Jahre 1904. Die Industrialisierung brachte dem damaligen Saargebiet einen enormen Bev\u00f6lkerungswachstum. Um das Jahr 1900 lebten im Saargebiet etwa 700.000 Menschen. Das Land entstand zu dieser Zeit auf der Grundlage von Kohle und Stahl. Die Saarregion lag damals nicht an der Grenze zu Frankreich. Der deutschsprachige Nordosten Lothringens und die Stadt Metz mit ihrem Umland bildeten zusammen mit dem Elsass das Reichsland Elsass-Lothringen und somit das Grenzgebiet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Wie aber sah es damals im Jahre 1904 in unserem D\u00f6rfchen aus? Dirmingen hatte in diesem Jahr etwa 1560 Einwohner. Die Landwirtschaft verlor mit dem Einzug der Industrialisierung das Alleinstellungsmerkmal. In diesem Jahr waren ca. 200 M\u00e4nner aus Dirmingen im Bergbau besch\u00e4ftigt. Im Jahre 1904 existierten in Dirmingen bereits ein Bergmannsverein, zwei Gesangsvereine und der Obst-und Gartenbauverein. Die Hauptstra\u00dfe durch Dirmingen wurde zu dieser Zeit als sogenannte Kohlenstra\u00dfe bekannt. Die Infrastruktur unseres Dorfes wurde durch Kohle und Stahl gest\u00e4rkt. F\u00fcr viele selbstst\u00e4ndige Bauern bot der Bergbau die M\u00f6glichkeiten zu eines schrittweisen \u00dcbergangs zum Industriearbeiterdaseins. Auf diese Art und Weise entstanden im Saarland die typische Bergmannsbauern. M\u00e4nner verkleideten sich zur Fastnacht \u00fcberwiegend als Frauen. Hingegen war der gesellschaftliche Stand von M\u00e4dchen und Frauen nicht besonders hoch. Ein Versuch, einen Tag in Dirmingen im Jahre 1904 zu rekonstruieren, sollte naturgem\u00e4\u00df scheitern. Schlie\u00dflich war ich aus nat\u00fcrlichen Gr\u00fcnden selbst nicht dabei. Dennoch habe ich einmal mehr versucht, einen Tag in Dirmingen im Jahre 1904 nachzustellen. Ich werde bei diesem Versuch bestimmt nicht frei von Fehlern gehandelt haben. Dennoch oder \u201cgraad se l\u00e4\u00e4ds\u201d m\u00f6chte ich es wagen:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"514\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/22-700x514.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17813\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/22-700x514.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/22-300x220.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/22-768x564.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/22.jpg 1506w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><em>Der 06. M\u00e4rz 1904 war ein trockener, wolkenverhangener Sonntag. Jakob Gabler sitzt an diesem Morgen allein vor seinem Glas Bier in seinem Stammlokal Schneider \u201eKammersch\u201c und starrt nachdenklich auf die Theke. Als sich die T\u00fcr des Gasthauses \u00f6ffnet, dreht er neugierig seinen Kopf herum. Der Dirminger Arzt Dr. R\u00f6ssing betritt schmunzelnd das beschauliche Gasthaus und nickt freundlich in die Runde:\u201eGemorje, ihr Leut\u201c. Die M\u00e4nner an der Theke heben anerkennend ihren Kopf, wobei l\u00e4ngst nicht jeder den Gru\u00df des Arztes erwidert. Allein der alte Wilhelm Guth\u00f6rl klopft mit seiner rechten Hand auf die Theke und knurrt:\u201eGemorje Herr Doktor, schon so frieh off da Been?\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Jakob Gabler nimmt schmunzelnd einen tiefen Schluck Bier und bietet Dr. R\u00f6ssing den Platz neben sich an :\u201eScheen, dat Sie et geschafft hann, Herr Doktor.&#8220; Der Doktor nickt freundlich und fragt: \u201eWie kann ich euch helfen lieber Jakob?\u201c \u00a0Gabler nimmt erneut einen Schluck Bier und f\u00e4hrt sich ein wenig verlegen durch das Gesicht. Nach einem tiefen Atemzug blickt Gabler dem Doktor tief in die Augen und kommt sofort auf den Punkt:\u201e Herr Doktor, et gedd um die Unterst\u00fctzung, die Sie uus zugesaat horre. Wie Sie wesse, soll heit Mittach unser neuer Verein gegr\u00fcndet genn und mir senn jo off jed Helf angewies\u2018\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Doktor R\u00f6ssing l\u00e4chelt, nickt dem Wirt freundlich zu und bestellt ein Bier. R\u00f6ssing r\u00fcckt den Stuhl zurecht um dann neugierig zu fragen: \u201e<\/strong><\/em><em><strong>Na, was hann ihr dann vor? Ihr hann euch doch bestemmt schon so euer Gedanke gemacht, orra? Sonschd w\u00fcrd&#8216; ihr wohl net heut schon denne Verein enns L\u00e4\u00e4we rufe, orra?<\/strong><\/em>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Gabler nickt und prostet dem Doktor zaghaft zu:\u201e Die Nobarvereine aus H\u00fcttchweller, Illinge on Landsweller hann gesaat se g\u00e4\u00e4nge uus beim offbau vom Vereins helfe. Ussa Ziel ess et so schnell wie et nur geed e Turnplatz zu baue. Bess dohin kenne mir em Br\u00fchl orra em Hap turne.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Doktor R\u00f6ssing h\u00f6rt aufmerksam zu und schiebt seinen Stuhl ein wenig n\u00e4her zu Jakob Gabler:\u201e Jakob, ich helf\u2018 euch so gut ihr k\u00f6nnt. Wieviel Leut\u2018 haschde dann zur Vereinsgr\u00fcndung?\u201c Jakob Gabler antwortete: \u201e20 junge M\u00e4nner met viil Herz.\u201c Der Doktor nickt nachdenklich und legt beruhigend die Hand auf Gabler\u2019s Schulter. Nach einer kurzen Pause nimmt R\u00f6ssing einen tiefen Schluck vom edlen Gerstensaft und fragt dann:\u201e Haschde mol die Brauerei gefrooht, Jakob ?\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Gerade als Gabler antworten m\u00f6chte, f\u00e4llt ihm Valentin Hell von der anderen Seite der Theke ins Wort::\u201eEich helfe denne aach, Herr Doktor. Genn Sie sich einen Ruck.\u201c Valentin Hell war ein gro\u00dfer, etwas kr\u00e4ftiger Mann mit einem gepflegten Schnurrbart. Seit 7 Jahren besitzt der pensionierte Bergmann und Gastronom eine Baumaterialien-. Kunstd\u00fcnger- und Kohlehandlung. Doktor R\u00f6ssing nickt dem Unternehmer zustimmend zu und sagt:\u201e Darum geedd es jo gar net, Valentin .Ich will nur, dass der Verein off feschde Been stedd<\/em>.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Jakob Gabler nickt zustimmend und erwidert:\u201e De Sch\u00e4fer Johann, helft aach. Herr Doktor, mir hann seid Joohre e haufe junge Leut\u2018, die sich regelm\u00e4\u00dfig em sprenge, laafe, klettere iwwe. Zudem hann mir uus vor kurzem e Reck selbschd gebbaut.\u201c Valentin Hell unterbrach erneut und erg\u00e4nzte:\u201c Ganz genau onn dat ganze em Sinn on da Ideale vom gurre alte Turnvadda Jahn on dem Motto:\u201e Erziehungsarbeit em ganzen Volker ohne R\u00fccksicht auf Beruf on Stand.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"464\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/555-700x464.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17815\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/555-700x464.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/555-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/555-768x509.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/555.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Doktor R\u00f6ssing muss unwillk\u00fcrlich schmunzeln. Er hebt sein Glas Bier erneut zum Prosit und sagte:\u201e Ihr liewe Leut\u2018, nadierlich stehn ich zu meinem Wort. Die meischd \u00c4rwend werdd et senn, Ger\u00e4te on Material bei se schaffe. Dodevor well ich mich mit meine Beziehunge geere ensetze\u201c Die M\u00e4nner nicken sich zustimmend zu und nehmen erneut einen letzten Schluck Bier. Valentin Hell legt seinen Kopf auf seine gro\u00dfe Hand, f\u00e4hrt sich durchs Haar und fragt:\u201e Noch ein Bier die Herren?\u201c Die M\u00e4nner antworteten durch ein schweigendes Kopfnicken.<\/em>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Jakob Gabler ergreift als erstes wieder das Wort:\u201e Wichtich es die Jugend\u00e4rwend on die Teilnahme an denne Gauveranstaltungen. Wenn ma well, kann ma alles schaffe. Wesse da noch em letzschde Joahr? Do hott de M\u00fcllersch Fritz met seine Faasebooze sei Verein \u201eDr moss senn\u201c ens L\u00e4\u00e4we geruf&#8216; on sogar e eichenes Faasendbuch rausbroong. Ma muss nur welle.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Valentin Hell blickt seine beiden Gespr\u00e4chspartner nachdenklich an und erwidert:\u201e Es ist wichtich das mir uus organisiere\u201c. Von der anderen Seite der Theke mischt sich George Bruch lauthals in das Gespr\u00e4ch der drei M\u00e4nner ein:\u201e Dat Turne muss weirra vaterl\u00e4ndisch gepflegt genn. Dat senn mir uussem Heimatland schuldich. Et komme emma mee Spiele aus England do riwwa bei uus. Off eemol welle se dohei noch Fu\u00dfball spiille. Geh ma fott\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><em>Die drei M\u00e4nner blicken kopfsch\u00fcttelnd nach unten.<\/em> <em>Jakob Gabler f\u00e4hrt sich durchs Haar und spricht beruhigend auf George Bruch ein:\u201e Georg, bleib ruhig. Geh, mach Georg noch e Bier uff mich.\u201c Kopfsch\u00fcttelnd wendet sich Gabler wieder seinen beiden Gespr\u00e4chspartnern zu und f\u00e4hrt fort: \u201eWir messe uus breit offstelle. Net nur das Turne sondern ach die Geselligkeit soll e Roll spiile.\u201c<\/em> <em>Valentin Hell r\u00e4uspert sich und zeigt auf den Stammtisch: \u201eHeut Mittach\u2018 geht\u2019s los! Ich glaab mir senn uus schon mol eenich, orra?&#8220; Die M\u00e4nner nicken sich erneut zu.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist 11:00 Uhr. Die T\u00fcr \u00f6ffnet sich und eine Menge von M\u00e4nnern betritt den Gastraum. George Bruch erhebt sofort vorwurfsvoll das Wort:\u201e On, ihr Scheinheiliche, es die Kerch aus? Wat hott euch dann de Pfaffe Langensiepen verzappt ?<\/em>&#8220; <em>Als die f\u00fcnf M\u00e4nner entr\u00fcstet zu dem sichtlich angetrunken Bruch blicken \u00f6ffnet sich erneut die T\u00fcr zum Gastraum. Der evangelische Pfarrer Langensiepen \u00f6ffnet die T\u00fcr und tritt herein und gr\u00fc\u00dft freundlich in die Runde. <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"436\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/333-700x436.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17816\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/333-700x436.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/333-300x187.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/333-768x478.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/333.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Doktor R\u00f6ssing zieht den Stuhl neben sich nach hinten und bietet dem Gottesmann einen Platz neben sich an. Der Pfarrer nimmt l\u00e4chelnd und gut gelaunt neben den drei M\u00e4nnern Platz.  Valentin Hell ergreift zuerst das Wort <em>:\u201e<\/em>Herr Parre, mir w\u00e4rre heit Mittach e neuer Verein gr\u00fcnde, wenn&#8216; se wolle, kenne se mitmache. Pfarrer Langesiepen grinst und antwortet freundlich:\u201e Mache ihr das mol scheen alleen. Ich hab genuch mit meiner Gemen&#8216; zu tun. Demn\u00e4chst well ich e Frauehilf on e Kerchechor gr\u00fcnnde. Dat es \u00e4wernd genuch.&#8220; Sein Blick wandert auf die andere Seite der Theke zu George Bruch<em>:\u201e<\/em>Was es met dir mein Sohn, welschd de em Chor mitsenge ? Dat g\u00e4ng dir nix schade.&#8220; Die Leute im Gastraum beginnen unwillk\u00fcrlich zu lachen. George Bruch hebt entr\u00fcstet seinen Kopf und bl\u00e4st die Backen auf. Pfarrer Langensiepen bestellt eine runde Bier und hebt sein Glas zum Prosit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist 16:00 Uhr<\/em>. <em>20 M\u00e4nner aus Dirmingen sitzen am gro\u00dfen Tisch des Gasthauses \u201eSchneider- Kammersch\u201c. Wilhelm Heintz ergriff als erstes das Wort:\u201e Jakob, dau musschd dat mache. Dau moschd dem Verein vorsitze.\u201c \u00a0Jakob Guth\u00f6rl und Johann Wagner stimmen mit einem grummelnden Kopfnicken dem Vorschlag zu. Jakob Gabler ergreift ausweichend das Wort:\u201e Ihr Leut, mir messe uus direkt no da Gr\u00fcndung dem Bliesgau on der deutschen Turnerschaft anschlie\u00dfe. Seid e paar Joahr gebbt et jo denne Arbeiterturnerbund. Au\u00dferdem wolle emma mee Frauleit en e Turnverein entrete. Wie geehn mir dodemett um?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Valentin Wagner ergreift das Wort:\u201e Loss mol jetzt eena Schritt vor dem annere mache. Jetzt gr\u00fcnde mir se allererschd mol denne Verein. Jakob, machschd dau de Vorsitzende?\u201c Der Angesprochene f\u00e4hrt sich durch\u2019s Gesicht und erwidert dann:\u201e Ey, wenn sonschd keena maan. Awer, wie solle ma dann iwwerhaupt heische?\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><em>\u201eGanz eefach\u201c, antwortet Jakob Guth\u00f6rl \u201emir bleiwe bei dem erschde Name, der uus sellemols engefall es: TV 04 Dirmingen.<\/em>&#8220; <em>Die 20 M\u00e4nner klopfen zustimmend auf den Tisch und nickten sich aufmunternd zu.<\/em> <em>\u201eEy gut\u201c, antwortet Jakob Gabler,\u201e schreiten wir zur Wahl.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Jakob Gabler wird einstimmig zum ersten Vorsitzenden des neu gegr\u00fcndeten Vereins gew\u00e4hlt. Gem\u00e4\u00df den Idealen von Turnvater Jahn setzt sich der Verein folgende Ziele: Turnen zur k\u00f6rperlichen Ert\u00fcchtigung sowie Geselligkeit mit Singen und Theaterspielen. Neben Turnen und Leichtathletik wird Schlagball, Faustball und Schleuderball gespielt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Nach nur 45 Minuten war der TV 04 Dirmingen aus der Wiege gehoben. Als alle anderen bereits ihren Platz verlassen haben und zur Theke gehen, bleibt Jakob Gabler sitzen und legt abermals seinen Kopf in beide H\u00e4nde. Gabler hat ein gutes Gef\u00fchl und wei\u00df, dass er das Richtige gemacht hat. Gen\u00fcsslich nippt Gabler an seinem Glas Bier und legt sich zur\u00fcck in seinen Stuhl.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Doktor R\u00f6ssing rei\u00dft den neuen Vorsitzenden aus seinem Tagtraum:\u201c Was es los, Jakob?\u201c Der Vorsitzende hebt seinen Kopf und erwidert:\u201e Herr Doktor, itze brauche ma e Turnpl\u00e4tz.&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die beiden M\u00e4nner schauen sich in die Augen und m\u00fcssen unwillk\u00fcrlich lachen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Diese Geschichte ist auf der Grundlage historischer Ereignisse frei erfunden, wobei es die namentlich erw\u00e4hnten Personen tats\u00e4chlich gegeben hat. Ziel ist es den Lesern und Menschen unseres Heimatortes die Geschichte Dirmingens n\u00e4her zu bringen und dem Vergessen entgegenzuwirken. So wie in dieser frei erfundenen Geschichte, k\u00f6nnte es sich am Ende tats\u00e4chlich zugetragen haben<\/strong>&nbsp;<strong>!<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"716\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/WhatsApp-Image-2024-06-12-at-17.12.40-700x716.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17818\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/WhatsApp-Image-2024-06-12-at-17.12.40-700x716.jpeg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/WhatsApp-Image-2024-06-12-at-17.12.40-293x300.jpeg 293w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/WhatsApp-Image-2024-06-12-at-17.12.40-768x785.jpeg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/WhatsApp-Image-2024-06-12-at-17.12.40.jpeg 1189w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dirmingen im Jahre 1904. 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