{"id":18585,"date":"2025-03-16T16:09:54","date_gmt":"2025-03-16T15:09:54","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=18585"},"modified":"2025-03-16T16:18:02","modified_gmt":"2025-03-16T15:18:02","slug":"echte-derminga-rudolf-wohlfart-senior-und-junior","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=18585","title":{"rendered":"Echte Derminga: Rudolf Wohlfart &#8211; Senior und Junior"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Das Leben des Dirmingers Rudolf Wohlfart sen. und seines gleichnamigen Sohnes spiegelt eindrucksvoll die Entwicklung des d\u00f6rflichen Lebens im 20. Jahrhundert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Rudolf Wohlfart sen. wurde am 08. April 1902 in Dirmingen geboren. Wie alle Kinder besuchte er zu dieser Zeit die Volksschule in Dirmingen. Nach dem Unterricht unterst\u00fctzte er seinen Vater in der heimischen Landwirtschaft. Rudolf Wohlfart sen. hatte die Folgen des 1. Weltkrieges hautnah erlebt. Obwohl er aufgrund seines Alters selbst noch nicht an der Front gek\u00e4mpft hatte, haben ihn die kriegerischen Eindr\u00fccke gepr\u00e4gt. Die in Dirmingen vorhandenen beiden Traditionskirchen \u00fcbten in Zeiten des 1. Weltkrieges gro\u00dfen Druck auf die Bev\u00f6lkerung aus. Kinder und Jugendliche wurden gedrillt und sollten irgendwann zum \u201ezweiten Heer des Kaisers\u201c geformt werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Die Niederlage im ersten Weltkrieg sollte f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zum Trauma und Urkatastrophe des deutschen Reiches werden. Die folgenden Jahre in der Weimarer Republik lie\u00dfen den Unmut und den Verdruss in der Bev\u00f6lkerung stetig wachsen. Die Traumatisierung des Volkes im 1 Weltkrieg und die darauffolgende Weltwirtschaftskrise f\u00f6rderten die hitzige Debatte im Abstimmungskampf zur Volksabstimmung der Jahre 1933\/34. Die Menschen an der Saar wollten wieder \u201eHeim ins Reich\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Am 11, September 1924 heiratete Rudolf Wohlfart sen. die Dirmingerin Karoline Wagner (meine Gro\u00dftante). Familiensitz war das &#8222;Sauh\u00e4rde Haus&#8220; an der heutigen Kreuzung Urexweilerstra\u00dfe- Illingerstra\u00dfe. Das Ehepaar bekam zwei Kinder: Im Jahre 1925 wurde Tochter Else geboren und Jahre 1927 der Sohn Rudolf geboren.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"481\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153208-700x481.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18589\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153208-700x481.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153208-300x206.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153208-768x528.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153208-1536x1055.jpg 1536w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153208-2048x1407.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Links: Karoline Wohlfart, mittig: Jakob Wohlfart, die beiden Kinder Else und Rudi, rechts: Rudolf Wohlfart sen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Im Jahre 1926 machte die Saar NSDAP durch einen entsprechenden Programmentwurf und ein Organisationsstatut der Partei erstmals auf sich aufmerksam. Das oberste Ziel der Partei war die R\u00fcckkehr des Saargebietes nach Deutschland. Die NSDAP an der Saar wollte mit einer v\u00f6lkischen Propaganda den Kampf f\u00fcr die R\u00fcckgliederung vorantreiben. Dabei stand der Kampf gegen die Linksparteien und die Gewinnung der Arbeiterschaft und die Propagierung antisemitischer Parolen ganz oben auf der Agenda. Bei den Wahlen 1932 konnte die NSDAP erstmals gro\u00dfe Erfolge an der Saar verbuchen. Der Partei gelang es dabei erstmals, im gro\u00dfen Ausma\u00df gerade katholische W\u00e4hler f\u00fcr sich zu gewinnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Am 25. August 1929 fand, im Rahmen eines Sprechabends erstmals eine Parteiversammlung der NSDAP in Dirmingen statt. Gauleiter Adolf Ehrecke stellte die Veranstaltung unter das Motto:\u201c Die Schuld der SPD am Zusammenbruch Deutschlands\u201c. Der Gauleiter war zu diesem Zeitpunkt f\u00fcr seinen besonderen Judenhass bekannt. Bei den Kommunalwahlen vom 13. November 1932 konnte die NSDAP erstmals drei Mandate in Dirmingen gewinnen. Einige Monate zuvor wurde erstmals eine NSDAP Ortsgruppe in Dirmingen gegr\u00fcndet. Zum ersten Ortsgruppenf\u00fchrer wurde Heinrich Schwingel ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Mit dem Erm\u00e4chtigungsgesetz am 24.M\u00e4rz 1933 setzten die Nazis die Weichen in Richtung Zukunft. Schon in den Wochen vor Weihnachten 1933 wurde in Dirmingen die Deutsche Front gegr\u00fcndet. Hitlers Erm\u00e4chtigungsgesetz schaffte die Grundlage f\u00fcr das darauffolgende Nazi-Regime. Einzig die Sozialdemokraten stimmte damals im Reichstag gegen den Gesetzentwurf der NSDAP. F\u00fcr die sozialdemokratische Fraktion begr\u00fcndete der SPD-Vorsitzende Otto Wels die strikte Ablehnung der Gesetzesvorlage und sprach die bis heute historischen Worte der Freiheit im Deutschen Reichstag:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Auszug der Rede:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><em>\u201eNach den Verfolgungen, die die Sozialdemokratische Partei in der letzten Zeit erfahren hat, wird niemand von ihr billigerweise verlangen und erwarten k\u00f6nnen, da\u00df sie f\u00fcr das hier eingebrachte Erm\u00e4chtigungsgesetz stimmt. [\u2026] Wir deutschen Sozialdemokraten bekennen uns in dieser geschichtlichen Stunde feierlich zu den Grunds\u00e4tzen der Menschlichkeit und Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus. Kein Erm\u00e4chtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerst\u00f6rbar sind, zu vernichten. [\u2026] Auch aus neuen Verfolgungen kann die deutsche Sozialdemokratie neue Kraft sch\u00f6pfen. [\u2026] Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Mit diesem Gesetz sollte die Regierung die Erm\u00e4chtigung bekommen, ohne Zustimmung von Reichstag und Reichsrat sowie ohne Gegenzeichnung des Reichspr\u00e4sidenten Gesetze zu erlassen. Mit diesem Gesetz bekam Hitler einen Freibrief ausgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Bereits im Jahre 1932 bet\u00e4tigte sich Rudolf Wohlfart erstmals politisch und schloss sich der NSDAP in Dirmingen an. Die Impulse der neuen Partei ber\u00fchrten sein Denken. Damals wirkte sich die Weltwirtschaftskrise massiv auf das Saargebiet aus. Obwohl Wohlfart noch kein Parteibuch besa\u00df, stellte ihn die NSDAP bei den Kommunalwahlen vom 13. November 1932 als Kandidat auf. Das Mandat zog und Wohlfart bekam ein Mandat im Dirminger Gemeinderat. Ein damals aufgesetztes \u201eAdressbuch der Nationalsozialistischen Volksvertreter\u201c aus dem Jahre 1933 bezeichnete Rudolf Wohlfart, Heinrich Heintz und Peter Wagner als Dirminger Gemeinder\u00e4te. Einige Monate vor dem Erm\u00e4chtigungsgesetz und kurz nach den Kommunalwahlen trat der damals 30 -j\u00e4hrige Rudolf Wohlfart am 01. Januar 1933 in die NSDAP ein. Mit dieser Entscheidung wurde Wohlfart zu einer der ersten Aktivisten der Hitler-Bewegung in Dirmingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Nur wenige Monate sp\u00e4ter am 01. Juni 1933 trat Wohlfart wieder aus der NSDAP aus. Zeitzeugen berichteten, dass sich Wohlfart in der \u00d6ffentlichkeit mit dem Satz: \u201eDat is nix, was die do mache\u201c lauthals \u00e4u\u00dferte. Ein wesentlicher Austrittsgrund lag in pers\u00f6nlichen Unstimmigkeiten mit dem zust\u00e4ndigen Kreisleiter. Erz\u00e4hlungen zufolge kam es zwischen Rudolf Wohlfart und dem NSDAP Kreisleiter des Kreises Ottweiler zu einer Schl\u00e4gerei in Dirmingen. In den Gemeinderatsprotokollen des Jahres 1933\/34 finden wir Niederschriften, die bezeugen, dass Wohlfart auch noch nach seinem Parteiaustritt dem Gemeinderat angeh\u00f6rte. In der Gemeinderatssitzung vom 30. M\u00e4rz 1935 wird Wohlfart zum letzten Mal schriftlich erw\u00e4hnt.&nbsp; Darin hie\u00df es:\u201c Rudolf Wohlfart verlie\u00df die Sitzung vor Abstimmung\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Im Jahre 1933 musste man nach einem Parteiaustritt mit schweren Konsequenzen rechnen. Die NSDAP \u00e4rgerte sich sehr dar\u00fcber, dass Wohlfart weiterhin an seinem Gemeinderatsmandat festhielt. Die NSDAP im Kreis empfand dies als handfesten Skandal. Die Nazis waren zu dieser Zeit noch nicht im Vollbesitz ihrer Kr\u00e4fte. Eine gewisse Rechtsstaatlichkeit besch\u00fctzte Rudolf Wohlfart zun\u00e4chst vor politischen \u00dcbergriffen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"633\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/A-Sauherde.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18591\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/A-Sauherde.jpg 640w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/A-Sauherde-300x297.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/A-Sauherde-90x90.jpg 90w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/A-Sauherde-75x75.jpg 75w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Dem im Jahre 1927 gleichnamigen geborenen Sohn Rudolf Wohlfart wurde zun\u00e4chst die Aufnahme in die Aufbauschule in Ottweiler verweigert. Die Begr\u00fcndung lautete damals \u201eErblich belastet\u201c. Der evangelische Pfarrer Engel setzte sich damals f\u00fcr Rudolf Wohlfart jun. Ein. Daraufhin wurde der Junge doch noch aufgenommen. Meine Gro\u00dftante Karoline Wohlfart musste im Gegensatz zu anderen Kindern Schulgeld zahlen. Ihre Schwester, meine Gro\u00dfmutter, erz\u00e4hlte mir einmal, dass Karoline Wohlfahrt dieses ersparte Geld immer wieder in einer Dose aufbewahrte und versteckte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Bei der Volksabstimmung vom 13.Januar 1935 errang die Deutsche Front in der B\u00fcrgermeisterei Eppelborn-Dirmingen mit 97 % der Abstimmungsberechtigten das h\u00f6chste Ergebnis im ehemals preu\u00dfischen Teil des Saargebietes. Bis heute beeindruckt mich dieses Ergebnis auf nachhaltige Art und Weise. Was trieb die Leute unserer Heimatgemeinde damals an? War es Einsicht, Entt\u00e4uschung oder eine allgemeine Radikalisierung? 97 %!! Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die landesweite Zustimmung f\u00fcr die Heimkehr ins Deutsche Reich lag lediglich knapp 91 % der abgegebenen Stimmen. Mit R\u00fcckkehr des Saargebietes nach Deutschland am 01.M\u00e4rz 1935 trat eine Verordnung des ersten Reichsinnenministeriums in Kraft. Das Ergebnis der Reichstagswahlen von 29. M\u00e4rz 1936 demonstriert, wie radikal sich die politische Stimmung in der B\u00fcrgermeisterei Eppelborn Dirmingen ver\u00e4ndert hat. In Eppelborn und Wiesbach wagte damals jeweils nur ein W\u00e4hler gegen Hitlers Liste zu stimmen. In allen anderen D\u00f6rfern der B\u00fcrgermeisterei Eppelborn- Dirmingen wurde keine einzige Gegenstimme abgegeben. Auch meine Familie muss damals also f\u00fcr das Hitler-Regime gestimmt haben. Mit Sicherheit lag, dass aber auch daran, dass bei den Wahlvorg\u00e4ngen die Anonymit\u00e4t nicht vorhanden war und die Menschen erstmals Angst vor einer gef\u00e4hrlichen Entwicklung versp\u00fcrten. Irgendwie kommt mir das bekannt vor, wiederholt sich tats\u00e4chlich so manche Geschichte?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Nach der nationalsozialistischen Wende an der Saar wurde der ehemalige Parteigenosse Rudolf Wohlfart sen. f\u00fcr das braune Regime zum Freiwild. Nach Angaben seiner Krankenakte wurde Wohlfart am 10. April 1935 in die Heil- und Pflegeanstalt des Saargebietes in Merzig eingewiesen. Ein Mann, der rund 14 Tage zuvor dem Dirminger Gemeinderat angeh\u00f6rte und die Geschicke unseres Dorfes mitleitete, wurde \u00fcber Nacht f\u00fcr geisteskrank erkl\u00e4rt. Aus den Erz\u00e4hlungen meiner Gro\u00dfmutter (Schwester von Karoline Wohlfart) ging hervor, dass Karoline und die beiden Kinder sehr unter der Verfolgung ihres Vaters litten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Mit der Einweisung in die Anstalt Merzig wurde Wohlfart offiziell aus dem Verkehr gezogen. Am 14. Juni 1935 wurde Wohlfart als \u201evon Schizophrenem Schub gebessert\u201c wieder entlassen. Bereits am 25. September des Jahres 1935 erfolgte seine zweite Aufnahme in Merzig. In den fr\u00fchen Morgenstunden dieses Tages wurde Wohlfart von zwei Polizeibeamten in Zivil zuhause abgeholt und abtransportiert. Mit Beginn des zweiten Weltkrieges kam es \u201ewegen R\u00e4umung der Anstalt Merzig\u201c mit einem Sammeltransport zur Verlegung in die Erziehung -und Pflegeanstalt Scheuern bei Nassau an der Lahn. Am 14. Oktober 1939 wurde Wohlfart nach Haina deportiert und am 26. November desgleichen Jahres nach Merxhausen. Am 15. Januar 1940 wiederum erfolgte die R\u00fcckverlegung in die Heilanstalt Haina. Alle vier Wochen durfte meine Gro\u00dftante Karoline Wohlfart und eines der beiden Kinder den Vater in der Anstalt besuchen. Neben vielen kranken Menschen fand man dort auch politisch Verfolgte und sogenannte &#8222;Auff\u00e4llige Menschen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Im Archiv der heutigen Heil- und Pflegeanstalt Hadamar befindet sich ein Transportbericht, nachdem Rudolf Wohlfart am 28 Februar 1941 mit anderen Patienten nach Hadamar gebracht wurde. Die in diesem Transport befindlichen Personen wurden allesamt morgens eingeliefert und am gleichen Tag get\u00f6tet. Am 07.Juli 1941 erhielt Karolin Wohlfart einen Brief, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihr Mann angeblich an einer \u201eAngina mit hinzutretender Sepsis (Blutvergiftung) gestorben w\u00e4re. F\u00fcr die Aush\u00e4ndigung der Asche des Ermordeten sollte eine Rechnung bezahlen werden. Heute wissen wir, dass Rudolf Wohlfart das Opfer des sogenannten T4 Programm der Nazis wurde. Dieses menschenverachtende Programm richtete sich gegen Menschen mit Handicap.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Am 05. Dezember 1944 erhielt Rudolf Wohlfart jun. seinen Stellungsbefehl. Der junge Rudolf Wohlfart sollte also nun f\u00fcr das Regime k\u00e4mpfen, dass ihm einst den Vater nahm. Rudi Wohlfart versuchte mit seiner freiwilligen Meldung zum Offiziersbewerber beim Heer, der Mitgliedschaft der SS aus dem Weg zu gehen. Geplagt von Gewissensbissen wollte Rudi Wohlfart den Dienst quittieren. Nur auf Druck seiner Gro\u00dfmutter, die Angst um ihren Enkel hatte, r\u00fcckte Wohlfart nach einem Kurzurlaub wieder ins Glied. Rudolf Wohlfart wurde Mitglied und freiwilliger Offiziersbewerber und Reiter im Heer. Dieses Heer bestand damals zu 60% aus Adligen und Reichen. Sp\u00e4ter wurde bekannt, dass diese Einheit dem Widerstand angeh\u00f6rte. Rudi Wohlfart erfuhr davon erst sehr sp\u00e4t und war kein Mitglied dieser Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"933\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-700x933.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18593\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-700x933.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-225x300.jpg 225w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-768x1024.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155550-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"933\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-700x933.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18594\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-700x933.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-225x300.jpg 225w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-768x1024.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20240805_155606-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Am 11, Mai 1944 unternahmen die Alliierten schwere Bombenangriffe auf Dirmingen. Die Ortsmitte zwischen der evangelischen Kirche und dem Anwesen Wohlfahrt \u201eSauh\u00e4rde\u201c wurde dabei massiv in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt verloren an diesem Tag 11 Menschen ihr Leben. Zehn Wohnungen und Stallungen wurden komplett zerst\u00f6rt. Das Haus Wohlfart \u201eSauh\u00e4rde\u201c wurde komplett zerst\u00f6rt. Karoline Wohlfart, die Ehefrau des Ermordeten Rudolf Wohlfart sen. befand sich zur Zeit des Bombenangriffs im Haus und wurde get\u00f6tet. Gottlob bfanden sich die beiden Kinder zur Zeit des Angriffs bei ihrer Gro\u00dfmutter im Anwesen \u201eZimmermichels\u201c und nicht zuhause bei ihrer Mutter. Sie \u00fcberlebten und wurden von einer Tante betreut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Am 08. Mai 1945 erfolgte die Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Unsere Dorfchronik berichtet vom 18. M\u00e4rz 1945:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>\u201eDie Nacht vom 17.zum 18.03. schlief niemand, Dauerschie\u00dfen von Artillerie. Den ganzen Tag im Stollen. Um 14:00 Uhr wird der Volkssturm alarmiert. Panzersperre schlie\u00dfen. Volkssturm kommt nicht dazu. 15:00 Uhr: Die H\u00f6lle ist los. Dirmingen bekommt die n\u00e4chsten Treffer. Um halb 16:00 Uhr wurde das Gemeindehaus (Feuerwehrger\u00e4tehaus brennt) lichterloh getroffen, ebenfalls das Anwesen von Heinrich Heintz (Landwirt) brennt. Um 16:30 Uhr einzelne deutsche Truppen auf Autos kommen vom Westen und ziehen nach Osten ab. 17:00 Uhr: amerikanische Truppen ziehen in Dirmingen ein. Auf die zur\u00fcckziehenden deutschen Truppen wird geschossen, einige werden t\u00f6dlich getroffen. Ein Dirminger B\u00fcrger wird ebenfalls erschossen\u201c.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Es war vorbei &#8211; Der Krieg war aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Nach seiner Gefangenschaft konnte sich Rudolf Wohlfart jun. am 01 Dezember 1945 in Richtung Heimat absetzen. Am 05 Dezember 1945 erreichte Wohlfart seinen Heimatort Dirmingen. Endlich daheim! Wohlfart versuchte sein Leben zu ordern und bewarb sich auf der Polizeischule. Kurzzeitig dachte sogar daran Lehrer zu werden. Mit der Zeit wuchs in ihm jedoch der Entschluss Bergmann zu werden, um sein Gl\u00fcck in der damals aufstrebenden Branche zu finden. Ein weiterer Grund f\u00fcr diesen Entschluss lag darin, dass Wohlfart zun\u00e4chst seiner kleinen Familie Sicherheit und bessere Zukunftsaussichten geben wollte. &nbsp;Im November 1947 heiratete Rudi Wohlfart und nur ein Jahr sp\u00e4ter kam bereits die erste Tochter auf die Welt. Es folgten 6 weitere T\u00f6chter. Am Ende bleib Wohlfart sein Leben lang dem Bergbau treu. Rudolf Wohlfart wurde Steiger und schaffte sich hoch zum Angestellenvertreter der Grube Camphausen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"1227\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-700x1227.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18602\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-700x1227.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-171x300.jpg 171w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-768x1346.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-877x1536.jpg 877w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-1169x2048.jpg 1169w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250202_153130-scaled.jpg 1461w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-700x1333.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12735\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-700x1333.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-158x300.jpg 158w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-768x1462.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-807x1536.jpg 807w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-1076x2048.jpg 1076w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220508_085824-1-scaled.jpg 1345w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Im Jahre 1952 geh\u00f6rte Wohlfart der SPS der Vorg\u00e4ngerorganisation der SPD an der Saar an. Wohlfahrt wurde zum Vorsitzenden der Ortsgruppe gew\u00e4hlt und engagierte sich f\u00fcr seinen Heimatort Dirmingen. Irgendwie wurde ihm diese Eigenschaft in die Wiege gelegt. Im Jahre 1955 verordnete die SPD ihren Gliederungen, mit der Abstimmung zum Saarstatut, einen \u201eFunktionsverbot\u201c. Daraufhin musste Rudolf Wohlfart sein Amt als Vorsitzender der SPD Dirmingen abgeben. Seine Auffassung zum Saarstatut passte nicht mit der Ansicht der Partei \u00fcberein. Wohlfart vertrat die Meinung, dass Saarland k\u00f6nnte ein neues Europa werden. Von der Deutscht\u00fcmelei \u201eZur\u00fcck ins Reich\u201c hatte Wohlfart die Nase gestrichen voll. Die Zeit des Nationalsozialismus und der fr\u00fche Verlust des Vaters hatte in tief gepr\u00e4gt. Wohlfart bezog \u00f6ffentlich Stellung und schreib in der SPD-Zeitung mehrere Artikel, in denen er seine Meinung begr\u00fcndete. Nun. Nach der Volksabstimmung legte sich der Wind wieder und Rudi Wohlfart kandidierte erneut auf der Liste der SPS. &nbsp;Es folgten Jahre in denen Wohlfart als Vorsitzender der SPS, der Arbeitergewerkschaft Dirmingen und als Fraktionsf\u00fchrer im Gemeinderat aktiv f\u00fcr seinen Heimatort Dirmingen agierte. W\u00e4hrend die Ortsgruppe Dirmingen fest zu ihrem Vorsitzenden stand hielt, die SPS im Kreis zun\u00e4chst an ihrem Funktionsverbot fest. Die Gewerkschaft ging sogar einen Schritt weiter und schloss Wohlfart aus. Im Jahre 1956 wurde Wohlfart begnadigt und alle Verbote gegen ihn aufgehoben\u201c in Anbetracht seines jugendlichen Alters begnadigt wurde Wohlfart begnadigt. Bis zuletzt war Rudolf Wohlfart bekennender Sozialdemokrat. Dabei war es ihm immer wichtig die Stimme f\u00fcr die Menschen in seinem Heimatort zu heben. &nbsp;Seit 1952 geh\u00f6rte Wohlfart der SPS und sp\u00e4ter der SPD als Mitglied an.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"539\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Foto-1-SPD-3-700x539.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18596\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Foto-1-SPD-3-700x539.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Foto-1-SPD-3-300x231.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Foto-1-SPD-3-768x591.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Foto-1-SPD-3.jpg 1218w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"605\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250130-WA0014-700x605.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18597\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250130-WA0014-700x605.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250130-WA0014-300x259.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250130-WA0014.jpg 752w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">In seinem erf\u00fcllten Leben engagierte sich Rudi Wohlfart jun. Auf vielf\u00e4ltige Art und Weise ehrenamtlich in vielen Vereinen und Organisationen. Viele jungen M\u00e4nnern hat Rudi Wohlfart damals in Lohn und Brot gebracht. Durch sein Engagement fanden viele Familien einen festen Halt und eine sichere Zukunft. Das Leben des Dirmingers Rudi Wohlfart und das Schicksal seiner Familie spiegeln das Leben der Menschen im l\u00e4ndlichen Raum des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Im Alter von 95 Jahre erf\u00fcllte sich Rudolf Wohlfart jun. einen letzten Traum. Gemeinsam mit seinen T\u00f6chtern nahm Wohlfart Kontakt zu Gunter Demnig, dem Gr\u00fcnder des Stolpersteine-Projekts auf, und luden ihn nach Dirmingen ein. Demnig verlegte am 8.5.2022, vor dem Familienanwesen in der \u201eIllinger Stra\u00dfe\u201c, ein Stolperstein f\u00fcr Rudolf Wohlfahrt sen. Dieser bisher einzige Stolperstein in Dirmingen erinnert bis heute an das schreckliche Nazi- Regime und an eine besondere Dirminger Pers\u00f6nlichkeit. Oder, wie in diesem Fall besser geschrieben: An zwei besondere Echte Derminga !<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"700\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111-700x700.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12727\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111-700x700.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111-300x300.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111-150x150.jpg 150w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111-90x90.jpg 90w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111-75x75.jpg 75w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/111.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"505\" height=\"389\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/neu-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18600\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/neu-1.jpg 505w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/neu-1-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 505px) 100vw, 505px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Am 28. Januar 2025 verstarb Rudolf Wohlfart jun. im Alter von 98 Jahren im Kreise seiner Familie im heimischen Anwesen. Bis zuletzt war Rudolf Wohlfart hochinteressiert an dem d\u00f6rflichen Leben und an der Politik in unserem Land und auf dieser Welt. Das Wiederaufflackern eines rechten Gedankengutes hat ihn bis zu seinem Tod schwer besch\u00e4ftigt. Das Leben des Dirmingers Rudolf Wohlfart k\u00f6nnte unserer Dorfgemeinschaft als Beispiel dienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Pers\u00f6nliche Anmerkung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong>Das Schreiben dieses Textes ist mir nicht leicht von der Hand gegangen. Bis zum Ende pflegte ich einen engen Kontakt zu Rudolf Wohlfart jun. Seine Geschichte ist auch Teil meiner Familie und meiner eigenen Identit\u00e4t. Durch die famili\u00e4ren Beziehungen zum Hausnamen &#8222;Zimmermichels&#8220; wurde Rudolf Wohlfart zum Patenonkel meines Vaters und \u00fcbernahm nach dem Tot meines Gro\u00dfvaters an der Front die Mitverantwortung f\u00fcr meinen Vater. Im gemeinsame Elternhaus Wagner,&#8220;Zimmermichels&#8220;, wurde ein enger Kontakt zwischen den Familienmitgliedern gepflegt. Meine Gro\u00dfmutter Erna war das j\u00fcngste M\u00e4dchen im Hause &#8222;Zimmermichels&#8220; und die Schwester von Karoline Wohlfart, der Ehefrau von Rudolf Wohlfart sen. und Mutter von Rudi Wohlfart. Somit steht die Geschichte meiner Familie immer auch im Kontext zu der Familie des &#8222;echten Derminga&#8217;s&#8220; Rudolf Wohlfart.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"517\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Bild-2-Zimmermichels-2-2-700x517.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18605\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Bild-2-Zimmermichels-2-2-700x517.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Bild-2-Zimmermichels-2-2-300x222.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Bild-2-Zimmermichels-2-2-768x567.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Bild-2-Zimmermichels-2-2-1536x1135.jpg 1536w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Bild-2-Zimmermichels-2-2.jpg 1631w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hausname &#8222;Zimmermichels&#8220; (Wagner): ganz links: Karoline Wohlfahrt (geb. Wagner) unten Mitte meine Gro\u00dfmutter: Erna Klein (geb. Wagner)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em><strong> <\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben des Dirmingers Rudolf Wohlfart sen. und seines gleichnamigen Sohnes spiegelt eindrucksvoll die Entwicklung des d\u00f6rflichen Lebens im 20. Jahrhundert. Rudolf Wohlfart sen. wurde am 08. April 1902 in Dirmingen geboren. Wie alle Kinder besuchte er zu dieser Zeit die Volksschule in Dirmingen. Nach dem Unterricht unterst\u00fctzte er seinen Vater in der heimischen Landwirtschaft. 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