{"id":19174,"date":"2025-09-28T16:11:10","date_gmt":"2025-09-28T15:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=19174"},"modified":"2025-09-28T16:20:14","modified_gmt":"2025-09-28T15:20:14","slug":"dirmingen-ein-tag-im-jahr-1914","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=19174","title":{"rendered":"Dirmingen &#8211; Ein Tag im Jahr 1914"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Dirmingen im Jahre 1914. Am sp\u00e4ten Abend des 28. Juni 1914 brachte der Telegraph die ersch\u00fctternde Nachricht, dass der \u00f6sterreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin in Sarajewo, der Hauptstadt von Bosnien bei einem Attentat erschossen wurden. In Folge dieses Ereignisses brach schlie\u00dflich der 1. Weltkrieg aus. Die milit\u00e4rische Auseinandersetzung begann nur einen Monat sp\u00e4ter am 28. Juli 1914 mit der Kriegserkl\u00e4rung \u00d6sterreich-Ungarns an Serbien. Bei Kriegsausbruch gab es im ganzen Land gro\u00dfen Jubel und Siegeszuversicht. Der deutsche Kaiser befahl am 31. Juli die Mobilmachung der gesamten deutschen Armee. Es folgte die Kriegserkl\u00e4rung an Russland und Frankreich. Der 1. Weltkrieg wurde mit Hilfe der aufglimmenden Industrie zum ersten Massenkrieg.&nbsp; Am Ende befanden sich drei Viertel der Weltbev\u00f6lkerung im Krieg. Mehr als 17 Millionen Menschen mussten ihr Leben lassen. Die Schlacht um Verdun wurde zum Inbegriff der Unmenschlichkeit und  Massenvernichtung. Erstmals wurden Waffen eingesetzt deren bis dahin unbekannte Wirken Angst und Schrecken verbreiteten.  Die Menschen an der Saar litten w\u00e4hrend des Krieges unter Lebensmittelknappheit und Arbeitsmangel. Die Landwirtschaft in den D\u00f6rfern kam zum Erliegen.<\/strong> <strong>Dennoch herrschte eine hochpatriotische Stimmung an der Saar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Wie aber sah es damals zu Kriegsbeginn in unserem D\u00f6rfchen aus? Ein Versuch einen Tag in Dirmingen im Jahre 1914 zu rekonstruieren, sollte naturgem\u00e4\u00df scheitern. Schlie\u00dflich war ich aus nat\u00fcrlichen Gr\u00fcnden selbst nicht dabei. Ich habe einmal mehr versucht einen Tag in Dirmingen im Jahre 1914 nachzustellen. Ich werde bei diesem Versuch bestimmt nicht frei von Fehlern gehandelt haben. Dennoch oder \u201cgraad se l\u00e4\u00e4ds\u201d m\u00f6chte ich es wagen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"598\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113706-700x598.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19178\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113706-700x598.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113706-300x256.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113706-768x656.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113706.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"646\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113701-700x646.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19179\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113701-700x646.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113701-300x277.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113701-768x708.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_113701.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Als der Schulchronist der evangelischen Volksschule Jakob Heintz am fr\u00fchen Morgen des 31. Juli 1914 seine Wohnstube, im evangelischen Pfarrhaus verl\u00e4sst, f\u00e4llt ein leichter Nieselregen. Es ist Freitag und \u00fcber dem Dorf liegt eine gewisse Spannung. Seit Tagen geht das Ger\u00fccht um, dass der Kaiser Russland und Frankreich den Krieg erkl\u00e4rt. Jakob Heintz ist auf dem Weg zum \u201ePoschde Haus\u201c. Sein Bruder Johann Nikolaus Heintz leitet seit Jahren die Post gegen\u00fcber der Dorfkirche. Als Jakob Heintz das \u201ePoschde Haus\u201c erreicht ist es 07:45 Uhr. Vor der gro\u00dfen Haust\u00fcr stehen zahlreiche Bauern, Arbeiter und auch einige Kinder. Jakob dr\u00e4ngt sich durch die Menschenmasse und \u00f6ffnet die gro\u00dfe schwere T\u00fcr zum \u201ePoschde Haus\u201c. \u201eWas ess dann do loss\u201c, ruft der Schulchronist seiner Schw\u00e4gerin Elsbeth Heintz entgegen. Die rothaarige Elsbeth sortiert gerade die Post und blickt genervt ihrem Schwager entgegen. &nbsp;\u201eEi, die warte all\u2018 off Nachrichte aus\u2019em Reich. Do ess seit de Morje die H\u00f6ll\u2018 loss. Geh riewwa de Johann wart schon off dich.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Jakob Heintz nickt und geht zur Wohnstube des alten Anwesens. Als er die schwere T\u00fcr zum Zimmer \u00f6ffnen m\u00f6chte, kommt ihm der evangelische Pfarrer Otto Bingel entgegen. \u201eMein liewa Jakob, do hei ess die H\u00f6ll\u2018 loss, eich glaab mir kreen ball Kriech.\u201c Jakob Heintz f\u00e4hrt sich durch das lichte Haar hinunter zum Bart und antwortet beschwichtig: \u201eOh Parre, so schnell schie\u00dft de Preu\u00df net, eich glaab, die w\u00e4rre sich noch allegarre besinne.\u201c Der Pfarrer nickt resigniert und legt die rechte Hand auf die Schulter von Jakob Heintz. \u201eMir w\u00e4rre et sieht.\u201c Traurig setzt der Pfarrer seinen Hut auf und geht seines Weges.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Als Jakob Heintz das Wohnzimmer seines Bruders betritt, liest Johann Heintz gerade in der Zeitung. Der Postinhaber wirft seinem Bruder nur einen fl\u00fcchtigen Blick zu und sagt: \u201eGemorje Jakob, ich hann\u2019s gewusst, die Russe wolle Kriech on die Franzose hann uss noch lang net verzieh\u2018, dass se 1870 gehe uus verlor\u2018 hann. Mir messe en de Kriech Jakob, wart\u2019s ab.\u201c Jakob Heintz nimmt tief Luft und nimmt am schweren Holztisch Platz. Der Chronist legt seinen Kopf in beide H\u00e4nde und f\u00e4hrt sich einige Male durch das Gesicht. \u201eAch Johann, eich glaab do net draan, die w\u00e4rre sich besinne. Eich benn komme um dir se helfe. Wat soll eich da heut no Wiesbach fahre?\u201c Johann Heintz legt die Zeitung nieder und erhebt sich von seinem Stuhl. Der Postinhaber geht zu einem gro\u00dfen Schrank und nimmt ein Paket heraus. \u201eDat do Packet moss heut\u2018 noch no Wiesbach bei Schmitz abgenn w\u00e4re, kannschd dau dat mache?\u201c Jakob Heintz nickt zustimmend und f\u00e4hrt sich erneut \u00fcber die Haare. \u201eGebbts e Kaffee, vor meich ?\u201c\u201c Jo, et Elsbeth hott de morje gemacht.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die beiden Br\u00fcder bleiben noch eine Weile zusammensitzen. Vor dem \u201ePoschde Haus\u201c in der Dorfmitte kommen immer mehr Menschen zusammen. Die Ger\u00fcchtek\u00fcche brodelt seit Tagen. Die Frauen f\u00fcrchten sich und viele M\u00e4nner verfallen einem patriotischen Wahn. Kinder laufen mit geschnitzten Holzgewehren durch die W\u00e4lder und spielen Krieg. Schon die Kleinsten Dorfbewohner schimpfen \u00fcber den Franzmann und den b\u00f6sen Russen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"440\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1-644x440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2344\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1-644x440.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1-300x205.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist 11:00 Uhr als es an der schweren Wohnzimmert\u00fcr des \u201ePoschde Hauses\u201c klopft. \u201eHerein,\u201c ruft Johann Jakob etwas streng und genervt. B\u00fcrgermeister Heinrich Schwingel betritt die Wohnung und blickt den beiden Br\u00fcdern ernst entgegen. \u201eEi, gemorje B\u00fcrmeischda, wat treibt deich zu uus?\u201c Der gro\u00dfe Mann nimmt ungebeten am schweren Tisch Platz und zieht seinen Hut aus. Der B\u00fcrgermeister wischt sich mit seinem Sacktuch den Schwei\u00df von der Stirn. \u201eDir Leut\u2018 dat do Werra macht mich krank. Seit Tae reent et on et ess so schw\u00fcll. Mei\u2018 Kreislauf macht dat net mett. On jetzt aach noch die ganze schlechte Nachrichte. Denke mol an, de Kaiser werdd de Kriech erkl\u00e4re.\u201c Jakob Heintz hebt genervt seinen Kopf und entgegenet: \u201eOh B\u00fcrmeischda, eich hann et schon de Morje em Parre gesaat, so schnell schie\u00dfe die Preu\u00dfe net.\u201c Johann Heintz winkt genervt ab und blickt dem B\u00fcrgermeister fragend an: \u201eWie kann eich da helfe Heinrich?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Heinrich Schwingel ist seit 1911 Ortsb\u00fcrgermeister in Dirmingen. Das Amt lastet schwer auf ihm und eigentlich wollte er schon l\u00e4ngst alles niederlegen. Resigniert antwortet Schwingel: \u201eEich woar heut morje en Eppelborre. Saa mol die Kenna sammele dott schon Wollsache,Altpapier, Gummi, Kupfer, Messing on Nickel vor die n\u00e4schd Zeit. Saamol, wenn die Nachricht kemmt, funktioniert uusa Telegraphger\u00e4t?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Johann Heintz bl\u00e4st die Backen auf und antwortet m\u00fcrrisch: \u201eAlmol, vor watt dann nett?\u201c Der B\u00fcrgermeister zuckt die Schulter und verlangt sich ein Glas Wasser. Die drei M\u00e4nner sitzen sich still gegen\u00fcber und versinken in ihren Gedanken.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Als Jakob Heintz am Nachmittag von seinem Kurierdienst von Wiesbach zur\u00fcckkommt, bemerkte er zahlreiche Dorfbewohner die an der Eisenbahnlinie, dem Hochbeh\u00e4lter und am Kirchberg, die mit Gewehren Wache hielten. Jakob hielt das Auto an und rief Georg Guth\u00f6rl herbei. \u201eSa mol Georg, wat mache ihr dann do?\u201c Der Landwirt blickte den Chronisten streng ins Auge und antwortete dann: \u201eEi mir halle Wach, hascht dau nett geheert, dat der Franzmann e haufe Spione do rum laafe hat? Die wolle ussa Wasser vegifte, dat losse mir net zu.\u201c Jakob Heintz konnte es nicht fassen und erwiderte: \u201e Awei loss no, Georg. Ihr mache euch allegare verreckt.\u201c Der Landwirt winkt zornig ab: \u201eDau werschd schon sieh\u2019n Jakob.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Jakob Heintz parkt den Wagen vor dem \u201ePoschde Haus\u201c. Es ist kurz vor 14:00 Uhr. Jakob steigt aus dem Wagen aus und geht Richtung \u201ePoschde Haus\u201c. Johann Heintz kommt ihm entgegen und nimmt die Schl\u00fcssel in Empfang. Die beiden Br\u00fcder nicken sich zu und gehen getrennte Wege. Als Jakob Heintz zuhause ankommt, wartet seine Frau Else bereits auf ihn. \u201eWo bleibschde Mann, de Parre hat schon no dir gefroot?\u201c Jakob winkt ab und entgegnet: \u201eZieh da ebbes aan Frau, komm ma gehe e bisje spaziere.\u201c Seine Frau runzelt die Stirn und antwortet irritiert: \u201cJetzt aweile om die do Zeit?\u201c Jakob Heintz holt tief Luft und sagt: \u201eJo, ich muss raus, de Kopp frei kreen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es war 15:00 Uhr, die Pause hatte begonnen, die Kinder spielten auf dem Schulhof als Else und Jakob Heintz auf der Stra\u00dfe vor dem Schulhaus vorbei spazierten. Pl\u00f6tzlich kam Elsbeth, seine Schw\u00e4gerin, ganz aufgel\u00f6st aus dem Haus herausgest\u00fcrmt. Mit bewegter Stimme rief sie: \u201eEs gebbt doch Kriech! Ewe es et komm. Ich soll de Geheimbrief offmache on benn Alleen. Eich hann so Angschd. De Johann es drausse offm Kornfeld. Kannschd dau ne rufe gehen Jakob?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Jakob blickte seine Schw\u00e4gerin erschrocken an und erwiderte: \u201eWerklich Elsbeth, ei jo sicher, eich gehen dabba?\u201c Die beiden Frauen bleiben zur\u00fcck und fallen sich in die Arme. Jakob hat Tr\u00e4nen in den Augen. Er hatte es bis zuletzt nicht kommen gesehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"1369\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129-700x1369.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19182\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129-700x1369.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129-153x300.jpg 153w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129-768x1501.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129-786x1536.jpg 786w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129-1048x2048.jpg 1048w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_112129.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"1637\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-700x1637.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19183\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-700x1637.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-128x300.jpg 128w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-768x1796.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-657x1536.jpg 657w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-876x2048.jpg 876w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250905_111912-scaled.jpg 1095w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Noch am selben Tag erhielten etwa 20 Reserve- und Landwehrleute aus Dirmingen ihren Gestellungsbefehl.\u00a0Unteroffizier Molter aus Dirmingen leitete schon am sp\u00e4ten Abend eine Wacheinheit der Bahnstrecke Wemmetsweiler-Primsweiler. In den n\u00e4chsten Tagen wurde in der Ortsmitte in H\u00f6he der Brauerei eine Stra\u00dfensperre eingerichtet, an der alle Verkehrsteilnehmer sich ausweisen mussten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Der erste Weltkrieg wurde zur Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Als die Soldaten \u201ezu den Waffen\u201c gerufen wurden, glaubten viele an einen kurzen Abschied von Frau und Kind. Bald w\u00fcrde man wieder zu Hause sein! Sp\u00e4testens bis Weihnachten sollte der Spuk vorbei sein. Als die Soldaten in den Krieg zogen wurde ihnen frenetisch zugejubelt. Beim Gesang der Lieder \u201eDie Wacht am Rhein\u201c oder Luthers \u201eEin feste Burg ist unser Gott\u201c zogen die M\u00e4nner in ihr Verderben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Diese Geschichte ist auf der Grundlage historischer Ereignisse frei erfunden, wobei es die namentlich erw\u00e4hnten Personen tats\u00e4chlich gegeben hat. Ziel ist es den Lesern und Menschen unseres Heimatortes die Geschichte Dirmingens n\u00e4her zu bringen und dem Vergessen entgegenzuwirken. So wie in dieser frei erfundenen Geschichte, k\u00f6nnte es sich am Ende tats\u00e4chlich zugetragen haben<\/strong>&nbsp;<strong>!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dirmingen im Jahre 1914. Am sp\u00e4ten Abend des 28. 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