{"id":2272,"date":"2018-10-06T12:09:51","date_gmt":"2018-10-06T11:09:51","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=2272"},"modified":"2018-10-06T20:32:57","modified_gmt":"2018-10-06T19:32:57","slug":"vom-historischen-jagdschloss-zum-evangelischen-pfarrhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=2272","title":{"rendered":"Vom historischen Jagdschloss zum evangelischen Pfarrhaus"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong><em>\u201eDu ludst uns lieb und gastlich ein, gleich einer Mutter, die ihr Kindelein gr\u00fc\u00dft, und hast durch deinen warmen Schein bei dir uns schon den ersten Tag vers\u00fc\u00dft. Nicht herrlich bist du, aller Prunk ist fern, von deiner Schwell bis zum hohen First ist fromme Einfalt dir ein guter Stern und dein Gel\u00f6bnis, dass du dienen wirst. So tats\u2019st du willig uns die Kammern auf, bot\u2019st Raum f\u00fcr Bett und Tisch und Truhn\u2019n, f\u00fcr alle Arbeit in dem Tageslauf und Raum genug auch f\u00fcr die Nacht zum Ruh\u2019n. Und lachten wir dann still verhalten, glitt auch ein L\u00e4cheln \u00fcber dein Gesicht, k\u00f6nnt\u2018 unser Aug\u2018 den Tr\u00e4n\u2018 sich nicht enthalten, mit uns zu trauern sch\u00e4mtest du dich nicht. Du liebes Haus \u2013 uns allen treu verbunden schon heut\u2018 durch vieler Jahre Zahl, bleib uns wie wir dich stets erfunden, ein trautes Heim im armen Erdental!\u201c (Original Gedicht von Pfarrer Wilhelm Engel)<\/em><\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2276\" width=\"317\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2.jpg 633w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-300x185.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><figcaption>Meine &#8222;Herreng\u00e4rten&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem 30-j\u00e4hrigen Krieg stand kaum noch ein Stein auf dem anderen. Die Menschen mussten nach Kriegsende, im Jahre 1648, unseren Heimatort wieder neu aufbauen. Vieles hat sich seitdem in unserem kleinen Dorf ver\u00e4ndert. Das alte evangelische Pfarrhaus d\u00fcrfte noch eines der wenigen steinernen Zeitzeugen sein. Meine Heimatstrasse die \u201eHerreng\u00e4rten\u201c geh\u00f6rt wahrscheinlich zu den \u00e4ltesten Stra\u00dfen unseres Dorfes. Die links neben dem Pfarrhaus verlaufende Stra\u00dfe hat ihren Namen wohl in Anlegung an die Herrschaft derer die das sp\u00e4tere Pfarrhaus im Jahre 1736 erbauten und dort lebten. Bereits im Jahre 1684 war die Stra\u00dfe unter dem Namen \u201eHohlgassen\u201c in unserem Dorf bekannt. Ihren eigentlichen Namen \u201eHerreng\u00e4rten\u201c bekam die Stra\u00dfe jedoch erst viel sp\u00e4ter. Die ehemalige Gemeinde Dirmingen hatte sich vor der Namensgebung bestens informiert. In den Chroniken hei\u00dft es: \u201eIm Besitz der Herren des Ortes, die in einem Ortsteil zusammenwohnen und als die reichsten Bauern des Ortes gelten. Wahrscheinlich sind dies die \u00e4ltesten Siedler (Freisassen). Nicht ausgeschlossen ist auch, dass es sich um die G\u00e4rten der \u201eH\u00e4re\u201c d.i der Geistlichen handelte\u201c. Wenn man sich die alten Aufzeichnungen vornimmt, erkennt man, dass unser Dorfzentrum fr\u00fcher wohl weiter \u00f6stlich lag. Die damalige Dorfmitte d\u00fcrfte schon damals zwischen der heutigen evangelischen Kirche und dem evangelischen Pfarrhaus gelegen haben. Eine genaue Ortsbeschreibungen von der Zeit nach dem 30-j\u00e4hrigen Krieg liegt jedoch nicht vor und die vorhandenen Informationen sind sehr un-konkret.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2278\" width=\"350\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3-300x192.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3-644x412.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Mit alter Scheune<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das evangelische Pfarrhaus soll ein Jagdschloss der F\u00fcrsten von Nassau-Saarbr\u00fccken gewesen sein. Angeblich soll es dem F\u00fcrsten Albrecht von Nassau- Saarbr\u00fccken als Jagdsitz gedient haben. Daf\u00fcr spricht auch heute noch so einiges. Die Bauart wei\u00dft tats\u00e4chlich darauf hin, dass dieses Geb\u00e4ude in herrschaftlichen Besitz gewesen sein musste. Der Volksmund behauptete, dass in den 80ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Pfarrhaus alte T\u00fcren durch neue ersetzt wurden. Auf den alten T\u00fcren waren damals Jagdszenen dargestellt. Dirmingen d\u00fcrfte aufgrund seines enormen Waldgebietes ein Paradies f\u00fcr alle J\u00e4ger gewesen sein. In dem Geb\u00e4ude befindet sich noch heute, in einem Zimmer des ersten Stockwerkes, ein sch\u00f6ner Barockbogen. Dieser wundersch\u00f6ne Bogen teilt das Zimmer Alkovenartig in zwei Teile und verleiht dem Haus immer noch ein f\u00fcrstliches Flair. Nachdem das Geb\u00e4ude in den Besitz der evangelischen Kirche \u00fcberging, wurde das vermeintliche Jagdschloss \u00fcber Jahrzehnte hinweg als Wohnsitz der Dirminger Pfarrer genutzt. Ein Teil der angebauten historischen Scheune dient noch heute als kulturelle B\u00fchne f\u00fcr zahlreiche Veranstaltungen in Dirmingen. Fr\u00fcher diente die Scheune nat\u00fcrlich als Stallung.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2280\" width=\"350\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4.jpeg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4-300x224.jpeg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4-644x480.jpeg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>In den 1970-ger Jahren<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kann mich noch gut an meine Kinderzeit erinnern. Immer wenn ich f\u00fcr meiner Mutter zum Einkauf ging, musste ich meine \u201eHerreng\u00e4rten\u201c hinunter, vorbei am ehrw\u00fcrdigen Pfarrhaus nehmen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass der Garten wundersch\u00f6n angelegt war und man von der Stra\u00dfe aus kaum durch die B\u00e4ume blicken konnte. Neugierig versuchte ich einen Blick zu erhaschen und wollte sehen was die Familie unseres Pfarrers so treibt. Das sch\u00f6ne Pfarrhaus wurde im Jahre 1736 erbaut. F\u00fcr die meisten Einheimischen geh\u00f6rt das uralte Geb\u00e4ude noch heute zu den sch\u00f6nsten Sehensw\u00fcrdigkeiten unseres kleinen Dorfes. Als die evangelische Kirchengemeinde Dirmingen im Jahre 2014 den Verkauf des historischen Geb\u00e4udes forcierte, wuchs in der Bev\u00f6lkerung die Sorge, dass das Pfarrhaus in falsche H\u00e4nde kommt. Diese Bef\u00fcrchtungen haben sich jedoch keineswegs bewahrheitet und das Haus ist heute, im Privatbesitz, in guten H\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Noch heute ranken sich viele Geschichten um das barocke Anwesen. Eine der bekanntesten Erz\u00e4hlungen handelt von der saarl\u00e4ndischen F\u00fcrstin Katharina Kest, die im Volksmund auch \u201eG\u00e4nsegretel\u201c genannt wurde. Die sp\u00e4tere Reichsgr\u00e4fin von Ottweiler war die Ehefrau des F\u00fcrsten Ludwig von Nassau-Saarbr\u00fccken. Die Mutter der F\u00fcrstin, eine gewisse Barbara Wohlfahrt, wohnte in Dirmingen und soll Magd am ehemaligen Jagdschloss in Dirmingen gewesen sein. Nachweislich hatte Katharina Kest nicht nur Vorfahren in Dirmingen sondern wohnte auch eine kurze Zeit dort. Aus unseren Chroniken geht hervor, dass das Ehepaar Johann Christoph Wohlfahrt, aus Ruppertsdorf und Anna Gertrud Wagner aus Dirmingen eine Tochter bekamen. Der Name der Tochter lautete Anna Barbara Wohlfahrt. Der Sage nach lernte Anna Barbara Wohlfahrt aus Dirmingen, im heutigen evangelischen Pfarrhaus, dass fr\u00fcher als Jagdschloss der Gesellschaft von Nassau diente, ihren sp\u00e4teren Mann Johann Georg Kest kennen. Der<\/strong> <strong>leibeigene Bauer Johann Georg Kest und Frau Anna Barbara Wohlfahrt lernten sich kennen und lieben und wurden ein Ehepaar. Aus dieser Ehe stammt die sp\u00e4tere \u201dG\u00e4nsegretel\u201d Katharina Margarete Kest. Die Aufgabe des M\u00e4dchens Katharina Kest war das H\u00fcten der G\u00e4nse auf dem Hof in Fechingen, weshalb sie \u201edass G\u00e4nsegretel\u201c genannt wurde. Nach dem Tod ihres Vaters zogen Mutter und Tochter in die nahe Stadt Saarbr\u00fccken, wo Katharina von Freifrau Frederike Amalie von Dorsberg, der M\u00e4tresse des F\u00fcrsten Ludwig von Nassau-Saarbr\u00fccken, als Kinderm\u00e4dchen und Kammerzofe besch\u00e4ftigt wurde. F\u00fcrst Ludwig lie\u00df das M\u00e4dchen in Metz zur Dame ausbilden. Mit 16 kam sie nach Saarbr\u00fccken zur\u00fcck und wurde seine M\u00e4tresse. Am 1. September 1774 schloss Ludwig, der seit 1766 verheiratet war und zudem zwei uneheliche Kinder mit Frederike Amalie von Dorsberg hatte, mit Katharina eine morganatische Ehe (\u201eEhe zur linken Hand\u201c). Sie trug jetzt den Titel Freifrau von Ludwigsberg<\/strong>.<strong> 1784 wurde sie Reichsgr\u00e4fin von Ottweiler, 1789 Herzogin von Dillingen. Katharina Kest heiratete im Februar des Jahres 1787 F\u00fcrst Ludwig von Nassau-Saarbr\u00fccken. Das \u201eG\u00e4nsegretel\u201c verstarb im Jahre 1829 in Mannheim. Irgendwie hat die F\u00fcrstin Katharina Kest auch meine Familie gestreift.\u00a0 Der Ehemann meiner Gro\u00dftante war ein Nachfahre von Johann Christoph Wohlfahrt, aus Ruppertsdorf. Naja, das ist jetzt nat\u00fcrlich etwas weit hergeholt, aber im Dorf scheint immer alles miteinander verbandelt zu sein. Immerhin wohnt mit Rudi Wohlfahrt immer noch ein direkter Nachfahre von Johann Christoph Wohlfahrt in Dirmingen.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2282\" width=\"350\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/5.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/5-300x201.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/5-644x431.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>R\u00fcckansicht des Pfarrhauses<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Jahre wurde aus dem Jagdschloss derer von Nassau-Saarbr\u00fccken das Pfarrhaus der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde. Zahlreiche Pfarrer wohnten im Laufe der Jahre in diesem ehrenwerten Haus. Im zweiten Weltkrieg diente das Pfarrhaus als Herberge f\u00fcr evakuierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unseres Heimatortes. Die Fl\u00fcchtlinge wurden dabei \u00fcberwiegend im Erdgescho\u00df untergebracht. W\u00e4hrend eines verheerenden Bombenangriffes auf Dirmingen am 11.Mai 1944 wurde das Pfarrhaus stark besch\u00e4digt. Das Haus \u00fcberstand sogar zwei weitere schwere Bombenagriffe. Gl\u00fccklicherweise blieb das Mauerwerk des barocken Geb\u00e4udes unbesch\u00e4digt.In Zeiten des zweiten Weltkrieges stand das Pfarrhaus ohnehin im Mittelpunkt des Ortsgeschehens. In den R\u00e4umlichkeiten des historischen Geb\u00e4udes war neben den Fl\u00fcchtlingen sogar eine Offiziersstube mit Kantine untergebracht. Schon w\u00e4hrend des Neubau unserer Kirche im Jahre 1746 wurde das Pfarrhaus als Gottesdienstst\u00e4tte genutzt. In den 1960-ger Jahren investierte die evangelische Kirchengemeinde mit landeskirchlichen Mitteln in die Sanierung des Hauses. Auch die Gemeinde Dirmingen beteiligte sich damals an den notwendigen Sanierungsma\u00dfnahmen. Bis zum Jahre 2004 wurde das Pfarrhaus noch als Solches genutzt. Anschlie\u00dfend diente das Erdgeschoss als B\u00fcro f\u00fcr die eigene Gemeindeverwaltung. Die ehemalige Scheune an dem Pfarrhaus wurde in den 1980-ger Jahren umgebaut und wird seitdem f\u00fcr gemeindeeigene Veranstaltungen oder feierliche Anl\u00e4sse genutzt. In den 1970-ger Jahren spielte die evangelische Kirchengemeinde Dirmingen mit dem Gedanken die historische T\u00fcrglocke zu entfernen und durch eine normale elektrische T\u00fcrklingel zu ersetzen. Dieses Vorhaben wurde jedoch nie in die Realit\u00e4t umgesetzt. Seit vielen Jahrhunderten geh\u00f6rt das evangelische Pfarrhaus zu den markantesten Geb\u00e4uden unseres Dorfes. Sch\u00f6n, dass der neue Besitzer den ureigenen Charme des Geb\u00e4udes erh\u00e4lt. Immerhin ist dieses Haus ist ein St\u00fcck Dirminger Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vieles hat sich ver\u00e4ndert und wird sich ver\u00e4ndern. Im Jahre 1935 wurde der m\u00e4chtige Nussbaum vor dem Pfarrhaus aus Altersgr\u00fcnden gef\u00e4llt. Beim schauen alter Bilder fiel mir auf, wie sch\u00f6n dieser uralte Baum vor dem historischen Geb\u00e4ude wirkte. In den 1980ger Jahren betrat ich erstmals die R\u00e4ume des Pfarrhauses. Ich kann mich noch gut an diesen Moment erinnern. Pfarrer Siegfried Arneth hatte unsere Jugendgruppe damals eingeladen. Das Haus hatte schon damals eine gro\u00dfe Wirkung auf mich. \u00a0Im Jahr 2014 wurde ein Teil der Scheune als Jugendzentrum genutzt. Mit dem Verkauf des Geb\u00e4udes im Jahre 2017 mussten sich die Jugendlichen eine neue Bleibe suchen und haben diese auch im alten evangelischen Kindergarten gefunden.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2284\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/6.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/6-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/6-644x429.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Das Pfarrhaus heute !<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor dem Verkauf des alten evangelischen Pfarrhauses musste das Geb\u00e4ude ger\u00e4umt werden. Als Presbyter stand man nat\u00fcrlich in der Verantwortung und musste mit anpacken. Ich erinnere mich, dass ich einer der letzten war der offizielle dieses Haus durchgehen durfte. Ich lies mir viel Zeit und schlenderte durch die R\u00e4ume. Ehrf\u00fcrchtig fasste ich nochmal die alten W\u00e4nde an und versuchte mich in die Geschichte des Hauses hineinzuversetzen. Der alte Gew\u00f6lbekeller hatte etwas unheimliches und das alte Wohnzimmer etwas Anmutiges. Letztlich ist es gut, dass ein K\u00e4ufer gefunden wurde, der w\u00fcrdevoll mit dem Haus umgeht. Die Starkregenereignisse 2016 besch\u00e4digten auch das altehrw\u00fcrdige Pfarrhaus. Letztlich konnte aber auch diese Katastrophe dem alten Haus nichts anhaben. Was hat dieses Geb\u00e4ude nicht schon alles \u00fcberstanden? Am Ende waren es zwei Weltkriege und zahlreiche Krisen. Was sollte da ein wenig Wasser ausmachen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das alte evangelische Pfarrhaus ist ein fester Bestandteil unserer eigenen Identit\u00e4t und unserer Dorfgeschichte. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDu ludst uns lieb und gastlich ein, gleich einer Mutter, die ihr Kindelein gr\u00fc\u00dft, und hast durch deinen warmen Schein bei dir uns schon den ersten Tag vers\u00fc\u00dft. Nicht herrlich bist du, aller Prunk ist fern, von deiner Schwell bis zum hohen First ist fromme Einfalt dir ein guter Stern und dein Gel\u00f6bnis, dass du dienen wirst. So tats\u2019st du<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2275,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[1,47,8],"tags":[5,454,456,457,458,455,11],"class_list":["post-2272","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-meine-kirche","category-sellemols-und-awweile","tag-dirmingen","tag-evangelisches-pfarrhaus","tag-herrengaerten","tag-kirchengemeinde","tag-pfarrer-engel","tag-scheune","tag-weltkrieg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2272"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2304,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2272\/revisions\/2304"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/echta-derminga.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}