{"id":3630,"date":"2019-04-27T13:02:02","date_gmt":"2019-04-27T12:02:02","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=3630"},"modified":"2019-04-27T13:15:10","modified_gmt":"2019-04-27T12:15:10","slug":"glueck-auf-derminge-vom-einheimischen-bergbau-und-einem-kulturellen-schatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=3630","title":{"rendered":"&#8222;Gl\u00fcck Auf Derminge&#8220; &#8211; Vom einheimischen Bergbau und einem kulturellen Schatz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Dirmingen liegt mitten im Herzen des Saarlandes und ist auf Kohle und Stahl geboren. Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde Steinkohle im Saargebiet abgebaut. Der Stollenabbau war \u00fcber viele Jahrhunderte die einzige M\u00f6glichkeit das \u201eSchwarze Gold\u201c zu f\u00f6rdern. Erst im 19. Jahrhundert wurden die ersten Schachtanlagen erschlossen und der Bergmann verrichtete \u201eUnter Tage\u201c seine Arbeit. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts \u00f6ffneten immer mehr Gruben im Saargebiet. Dabei waren es nicht nur Bergwerke die Steinkohle f\u00f6rderten. In unserem Heimatort Dirmingen wurde Kalk abgebaut. Ein Kalkfl\u00f6z in mittlerer St\u00e4rke verlief von Urexweiler bis hin nach Dirmingen. Die Kalkgewinnung in unserem Gebiet war um das Jahre 1770 von gro\u00dfer Bedeutung. Der gewonnene Kalk wurde zum Hausbau verwendet oder zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung an Obstb\u00e4umen gebraucht. Zudem nutzten die Bauern den gewonnenen Kalk zum D\u00fcngen ihrer Felder. In Dirmingen wurde der Kalkabbau am Belker betrieben. Die Kalkgewinnung erfolgte \u00fcber einen Stollenabbau der an mehreren Stellen in den Berg getrieben wurden. Das Hangende wurde mit Holzstempeln abgesichert. Anschlie\u00dfend wurde der Kalkstein, das \u201eWei\u00dfe Gold\u201c, in Kalk\u00f6fen gebrannt und verarbeitet. Irgendwann wurde die Kalkgewinnung unrentabel. Die Erfindung des Zements sorgte daf\u00fcr, dass Kalk aus der Mode geriet. Das durch Dirmingen laufende Kalkfl\u00f6z war ohnehin nicht besonders m\u00e4chtig. Das Abbauverfahren war m\u00fchselig und nicht ungef\u00e4hrlich. Bekanntlich verloren einige Bergleute bei dieser gef\u00e4hrlichen Arbeit sogar ihr Leben. Herabfallende Berge und einst\u00fcrzende Stollen waren meistens die Ursache. Auch heute noch gibt es in Dirmingen alte Bauernh\u00e4user -und Wohnh\u00e4user die mit Dirminger Kalkm\u00f6rtel gemauert und verputzt wurden. Im zweiten Weltkrieg dienten die verlassenen Stollen als Schutzbunker. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20170417_141044-644x749.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3639\" width=\"322\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20170417_141044-644x749.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20170417_141044-258x300.jpg 258w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20170417_141044-768x894.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir fr\u00fcher als\nKind an den Stolleneing\u00e4ngen gespielt hatten. Damals waren die Stolleneing\u00e4nge\ndurch m\u00e4chtige Holztore versperrt. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Die\nNatur hat sich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck das Gebiet zur\u00fcckerobert. In Dirmingen erinnert noch\nheute der Stra\u00dfenname \u201eAm Kalkstollen\u201c und der \u201eBerittbegriff\u201c und Familienname\n\u201eKalkstollersch\u201c an die Kalkgewinnung in Dirmingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Bereits im Jahre 1723 wurde in D\u00fcppenweiler ein Kupferbergwerk erschlossen. Zu den \u00e4ltesten Steinkohlebergwerken unseres Landes geh\u00f6rt der \u201eTiefer Stollen\u201c und der Thomasstollen in Quierschied die im Jahre 1779 und 1821 erschlossen wurden. Im Hermesstollen in Merchweiler begannen im Jahre 1822 die ersten Abbauarbeiten. Ab dem Jahre 1850 entwickelte der saarl\u00e4ndische Bergbau, zu Zeiten der Industrialisierung, eine tragende Rolle. In der zweiten H\u00e4lfte des 19 Jahrhunderts entstanden die gro\u00dfen traditionsreichen Bergwerke an der Saar wie. Es wurden die Gruben Heinitz, K\u00f6nig, Reden, Camphausen, Kohlwald und nat\u00fcrlich Maybach erschlossen. In meiner \u201eMuttergrube\u201c Camphausen gab es im Jahre 1885 sogar einen \u201eErnaschacht\u201c (sp\u00e4ter Ostschacht). Vielleicht war dieser Schacht letztendlich der Namensgeber meiner Oma. Nein, Spa\u00df beiseite. Viele Sch\u00e4chte und Gruben bekamen zu dieser Zeit Namen verpasst. In unserer N\u00e4he wurde aus der Grube G\u00f6ttelborn, im Jahre 1887, erstmals Kohle gef\u00f6rdert. Die Grube Luisenthal wurde im Jahre 1899 erschlossen. Die Anlagen Duhamel (1913) und Warndt entstand relativ sp\u00e4t. Der Nordschacht des Bergwerks Saar war im Jahre 1981 eine der letzten Gruben, die erschlossen wurden. Zeitgleich war es auch die letzte die geschlossen wurde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-644x568.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3644\" width=\"322\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-644x568.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-300x264.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570-768x677.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212142_resized_20190426_051956570.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">In der zweiten H\u00e4lfte des 19.Jahrhunderts waren die Arbeitsbedingungen unter Tage miserabel und h\u00f6chst anstrengend. Die Bergleute mussten oftmals, bei schwerer k\u00f6rperlicher Arbeit bis zu 14 Stunden malochen. Hinzu kamen eine unertr\u00e4gliche Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und eine enorme Staubentwicklung. Es entstand der erste organisierte Wiederstand der Bergleute gegen die Grubengesellschaften. Massenentlassungen waren die Antwort der Unternehmer. Der Bergleute gaben nie auf und setzten sich zur Wehr. Es entstanden die ersten Bergmannsbruderschaften, Bergmannsvereine und Knappenvereine. Meistens hatten diese Vereine einen engen Bezug zur Kirche. Die Menschen identifizierten sich mit dem Bergbau und schlossen \u00fcber ihren Glauben eine enge Verbindung zu diesem Berufsstand. Die ersten historischen Bergmannsgebete stammen aus dem fr\u00fchen 19.Jahrhundert.Wohl kaum ein anderer Beruf sucht mehr N\u00e4he zu seiner Schutzpatronin wie der Bergmann zu seiner St. Barbara. Die Gr\u00fcndung der ersten St. Barbara-Bruderschaft entstanden ebenfalls im 19. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Erst zum Ende des\n19.Jahrhunderts verbesserten sich die Arbeitsbedingung \u201eUnter Tage\u201c. Der\nSaarl\u00e4nder Nikolaus Warken (genannt Eckstein) aus Hasborn legte den Grundstein\nf\u00fcr eine bessere Zukunft. Der&nbsp;Rechtsschutzsaal&nbsp;in\nBildstock ist ein ehemaliges. Das Geb\u00e4ude entstand etwa im Jahre 1892 als\nVersammlungsst\u00e4tte des&nbsp;neugegr\u00fcndeten \u201eRechtsschutzvereins f\u00fcr die\nbergm\u00e4nnische Bev\u00f6lkerung des Oberbergamtsbezirks Bonn\u201c. Dieser Verein war\npraktisch die erste&nbsp;gewerkschaftliche&nbsp;Organisation der Bergarbeiter\nim&nbsp;Saarrevier. Der Rechtsschutzsaal gilt als \u00e4ltestes deutsches\nGewerkschaftsgeb\u00e4ude. Das Geb\u00e4ude kann man noch heute besichtigen. &nbsp;Nikolaus Warken war ein Vork\u00e4mpfer und\nVordenker f\u00fcr soziale Gerechtigkeit. Unter seiner F\u00fchrung wurden die\nSchichtdauer begrenzt und das Gedinge verbessert. Auch der Willk\u00fcr der Steiger\nging es an den Kragen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Die Bergleute mussten fr\u00fcher viele Kilometer auf sich nehmen\nund stundenlang Zufu\u00df zur Arbeit wandern. Zu dieser Zeit entstand der Begriff\nder \u201eHartf\u00fc\u00dfler\u201c. Um den Bergleuten die t\u00e4glichen Strapazen zu ersparen wurden\nin vielen Ortschaften Schlafh\u00e4user erbaut. Ganz langsam entstanden so die ersten\nBergmannssiedlungen. Die Entwicklung schritt immer weiter voran und die\nGrubengesellschaften erkannten, dass sie mit der Unterst\u00fctzung der Bergleute\nmehr erreichen konnten. Durch Geldleihe und geringe Zinsen gelangen die\nBergleute mit Hilfe der Unternehmer schneller zum Eigenheim. Auch in Dirmingen\nentstanden die typischen Bergmannsh\u00e4user, die in ihrer Struktur noch heute gut\nerkennbar sind. Dirmingen, dass neben Kohle und Stahl auch durch seine\nLandwirtschaft bekannt wurde, verf\u00fcgte \u00fcber zahlreiche Bergmannsh\u00e4user und\nS\u00fcdwestdeutsche Bauernh\u00e4user. Der Begriff des Bergmannsbauern entstand. Die\nBergleute gingen nach der Schicht aufs Feld oder in ihren kleinen Garten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Nach der Gr\u00fcndung des\nRechtsschutzvereines entstanden im Saarland die ersten Gewerkschaften. Die\nErfolge der heutigen Gewerkschaften basieren auf der Gr\u00fcndung und der damit\nverbundenen Errungenschaften des Rechtsschutzvereins der Bergleute. Zu den\ndamaligen Erfolgen geh\u00f6rte die Gr\u00fcndung einer Unfall -oder Krankenkassen, eine\nPassionskasse, die Gr\u00fcndung der Knappschaft, die Einf\u00fchrung der &nbsp;\u201eAcht Stunden Schicht\u201c, geregelte Urlaubstage,\nBau von B\u00e4dern und Kleiderkauen, und die Entstehung der guten alten \u201eKaffekich\u201c.\nDas alles wurde durch den Einsatz der Bergleute erarbeitet. Mich pers\u00f6nlich\nhaben diese Erfolge recht fr\u00fch inspiriert. Bereits mit 15 Jahren wurde ich\nMitglied der Bergbau-Gewerkschaft IGBCE. Mit meinem Wechsel in ein Dienstleistungsunternehmen\nwurde ich Mitglied in der NGG. Der Abschied von der Grube ist mir damals nicht\nleichtgefallen. Noch heute f\u00fchle ich mich mit dem Berufsstand des Bergmanns eng\nverbunden. Gewerkschaften sind bis heute wichtig und gut. Auch wenn ihr Ruf in\nden letzten Jahren gelitten hat, sollten wir an dieser wichtigen Errungenschaft\nf\u00fcr die Arbeitnehmer festhalten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/berg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-443\" width=\"343\" height=\"339\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Nach dem zweiten Weltkrieg arbeiteten fast 65 000 Menschen auf den saarl\u00e4ndichen Bergwerken. In den 1960er Jahren wurde die Zahl der Gruben von 18 auf sechs reduziert. Im November 1990 wurde die Kohlef\u00f6rderung am Standort&nbsp;Camphausen, meiner Muttergrube, eingestellt. Ende 1994 wurde die Grube&nbsp;Luisenthal&nbsp;geschlossen. Nach einer politischen Vereinbarung, im M\u00e4rz 1997, sollte innerhalb der n\u00e4chsten acht Jahre die Zahl der Bergleute von 14.400 auf 8.200 reduziert werden. Im selben Jahr verkaufte die saarl\u00e4ndische Regierung ihren Anteil an den Saarbergwerken zum symbolischen Preis von einer Mark an die RAG. Dies war das Ende der altehrw\u00fcrdigen Saarbergwerke. Nach den schlimmsten bergbaubedingten Erdbeben des Bergwerks Saar, am 23.Februar 2008, war das Schicksal des Bergbaus an der Saar besiegelt. Die Landesregierung distanzierte sich vom heimischen Bergbau und beschloss das Ende der Kohlef\u00f6rderung an der Saar. In Dirmingen ist man noch heute felsenfest davon \u00fcberzeugt, dass mit der ersten Schlie\u00dfung des Bergwerks Camphausen der Untergang der heimischen Bierbrauerei besiegelt wurde. Auf einer Werbeschallplatte der hiesigen Sch\u00e4fer Brauerei wird die enge Verbindung zum Bergbau deutlich. Auf der Vinyl-platte hie\u00df es:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>\u201eKamen die Bergleut aus dem Schacht und hatten Ihre Schicht zu Ende gebracht, so gab es glaubt es mir, am besten gleich ein Sch\u00e4fer-Bier.\u201d<\/strong><\/p><cite>Sch\u00e4fer Bier -Schallplatte<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Am 30.06.2012 wurde die letzte Grube im Saarland, das\n\u201eBergwerk Saar\u201c geschlossen. Eine 250 Jahre w\u00e4hrende \u00c4ra ist damit zu Ende\ngegangen. Die Bergmannsvereine an der Saar haben es sich heute zur Aufgabe\ngemacht, die Geschichte Bergbaus lebendig zu halten. Im Landesverband der\nBergmanns-, H\u00fctten-, und Knappenvereine gibt es aktuell 88 Mitgliedsvereine mit\nmehr als 27.500 Mitgliedern. Die Traditionen der Bergleute zu bewahren ist bis\nheute eine ehrw\u00fcrdige Aufgabe die vielen Bergmannsvereinen am Herzen liegt. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-644x580.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3641\" width=\"322\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-644x580.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-300x270.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989-768x692.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_20190404_212037_resized_20190426_051955989.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Von einer Existenz eines Bergmannvereins in Dirmingen war mir bisher nichts bekannt. Vor einiger Zeit kam ein guter Bekannter auf mich zu und \u00fcberreichte mir eine T\u00fcte mit einem gro\u00dfen, weichen Etwas. \u201eDa, bitte, schenk ich dir\u201c waren seine Worte. V\u00f6llig \u00fcberrascht nahm ich seine Geste an und nahm die T\u00fcte samt Inhalt mit Nachhause. Als ich Daheim angekommen war \u00f6ffnete ich das \u201eP\u00e4ckchen\u201c und geriet ins Staunen. Mehr noch ich war fasziniert! Vor mir lag ein altes Banner des \u201eBergmannvereins Dirmingen\u201c. Ein echter historischer Schatz mit gro\u00dfem ideellem Wert. Ich konnte es nicht glauben und verbrachte eine Ewigkeit damit mir dieses Prachtst\u00fcck anzusehen. Es gab ihn also doch, den Bergmannsverein Dirmingen. Was hat dieser historische Fetzen nicht schon alles erlebt? Das Banner wird einen w\u00fcrdigen Platz in meiner Sammlung einnehmen und mich immer wieder an eine der wichtigsten Epochen unserer Neuzeit erinnern. Ohne den Bergbau w\u00e4re unser kleines Land niemals zu dem geworden, was es heute darstellt. Unsere Geschichte und unsere Traditionen beruhen auf dem Bergbau. Dies sollten wir niemals vergessen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Gl\u00fcck Auf &#8222;Derminge<\/strong>&#8222;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dirmingen liegt mitten im Herzen des Saarlandes und ist auf Kohle und Stahl geboren. Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde Steinkohle im Saargebiet abgebaut. Der Stollenabbau war \u00fcber viele Jahrhunderte die einzige M\u00f6glichkeit das \u201eSchwarze Gold\u201c zu f\u00f6rdern. Erst im 19. Jahrhundert wurden die ersten Schachtanlagen erschlossen und der Bergmann verrichtete \u201eUnter Tage\u201c seine Arbeit. 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