{"id":5662,"date":"2020-03-10T18:37:16","date_gmt":"2020-03-10T17:37:16","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=5662"},"modified":"2020-03-10T18:37:16","modified_gmt":"2020-03-10T17:37:16","slug":"mehr-miteinander-anstatt-gegeneinander-fairer-umgang-mit-der-kommunalpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=5662","title":{"rendered":"Mehr Miteinander anstatt Gegeneinander &#8211; Fairer Umgang mit der Kommunalpolitik"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Eines vorweg: Dieser Blogeintrag hat nichts mit jammern zu tun. Vielmehr geht es mir darum auf ein echtes Problem hinzuweisen. In Deutschland werden immer mehr B\u00fcrgermeister und Gemeinder\u00e4te Opfer von k\u00f6rperlicher und verbaler Gewalt. Einer Studie zufolge hat fast jeder zweite Kommunalpolitiker schon einmal Bedrohungen oder verbale Entgleisungen ertragen m\u00fcssen. \u00a0Dabei scheint den wenigsten bewusst zu sein was sie mit ihrem Verhalten anrichten. Unsere Demokratie braucht die Kommunalpolitik, um damit \u00fcber die vorhanden Basis-n\u00e4he richtungsweisende Entscheidungen zu treffen. Nun mag man vielleicht dem ein oder anderen Kommunalpolitiker diesen Stallgeruch absprechen, dass \u00e4ndert jedoch nichts daran das man auch in den Gemeinden politische Ansprechpartner und demokratische Mehrheiten ben\u00f6tigt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Fakt ist, wer ein \u00f6ffentliches Amt oder ein Mandat besitzt, lebt offenbar immer gef\u00e4hrlicher. Dies trifft auch auf Mitarbeiter der Gemeinde zu. Nicht selten werden auch die Beamten und Angestellten unserer Verwaltung verbal angegriffen und beleidigt. Die Zahl der Gewalttaten stieg zuletzt innerhalb von zwei Jahren bundesweit um 25 Prozent. Die ehemalige saarl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sidentin und CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich angesichts einer zunehmenden Zahl von Bedrohungen gegen Kommunalpolitiker f\u00fcr einen staatlichen Schutz ausgesprochen. Gut so, aber ist das wirklich notwendig? Das kann doch nicht die Antwort auf unsere Probleme sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Die Kommunalwahlen 2019 haben gezeigt, dass es immer weniger Menschen gibt, die ein Ehrenamt in einem Orts- oder Gemeinderat anstreben. Dabei hat die allgemeine Politikverdrossenheit viele Gr\u00fcnde. Der Frust der Bev\u00f6lkerung trifft zun\u00e4chst diejenigen, die greifbar sind und f\u00fcr das Dilemma der entsprechenden Partei verantwortlich gemacht werden k\u00f6nnen. Dabei vergisst man ganz oft, dass es sich um den Nachbarn oder den ehemaligen Klassenkameraden handelt. Die sozialen Medien sind zum gro\u00dfen Teil verantwortlich f\u00fcr das derzeitige Dilemma. Ganz klar, jeder hat das recht dazu seine Meinung frei zu \u00e4u\u00dfern und Kritik zu \u00fcben. Die Sozialen Netzwerke bieten jedem einzelnen die M\u00f6glichkeit dies hinreichend auf vielf\u00e4ltige Weise zu tun.<\/strong> <strong>Manche Leute kennen jedoch keine Grenzen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Letztens habe ich auf Facebook ein interessantes Video gesehen. Darin h\u00e4lt ein Mann eine flammende Rede f\u00fcr die soziale Gerechtigkeit. Er erz\u00e4hlt eine Geschichte, die sich in einem Supermarkt zugetragen haben soll und die ihn offensichtlich stark ber\u00fchrt hat. Die Grundaussage seiner Videomassage ist verst\u00e4ndlich, richtig und gut. Soziale Ungerechtigkeit spaltet unsere Gesellschaft und sorgt f\u00fcr Neid, Hass und Ablehnung. Der gute Mann endet seine Botschaft jedoch mit einer verbalen Attacke auf die Politik:\u201c \u2026ich hoffe man kn\u00fcpft euch auf\u201c. Schade, aus einer grundlegend guten Meinung wurde somit polemischer Unsinn! Genau solche Videos sch\u00fcren Wut und Hass, den unsere Kommunalpolitiken am Ende ertragen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Ich glaube die wenigsten k\u00f6nnen sich vorstellen was es hei\u00dft ein Mandat oder ein politisches Ehrenamt innezuhaben. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ein kommunalpolitisches Ehrenamt gro\u00dfe Hingabe und Aufopferung fordert. T\u00e4gliche Termine von Geburtstagen, Jubil\u00e4en, Vereins-festen bis hin zu \u00f6ffentlichen Veranstaltungen, Ausschusssitzungen und den Orts- und Gemeinderatssitzungen. Hinzu kommen noch die individuellen Termine der entsprechenden Partei. Es gibt kaum ein Tag ohne einen wichtigen Termin. Ich denke alle Kommunalpolitiker machen ihren Job gerne. Dies gilt partei\u00fcbergreifend f\u00fcr alle Mandatstr\u00e4ger in unserer Gemeinde. Nat\u00fcrlich gibt es auch schwarze Schafe wobei die Mehrheit der Kommunalpolitiker\/innen ihr bestes f\u00fcr die Gemeinde wollen. Unsere Demokratie lebt von Kritik! Ohne konstruktive Kritik kommen wir alle nicht ans Ziel. Gerade als Politiker muss man mit Kritik umgehen k\u00f6nnen. Wichtig ist jedoch die Art und Weise wie man Kritik \u00e4u\u00dfert. Genau daran liegt die Problematik. Respekt ist eine Aufgabe. Wir alle sollten unsere gute Kinderstube nicht vergessen.\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Grunds\u00e4tzlich repr\u00e4sentiert ein Kommunalpolitiker seine Heimat. Mit diesem Amt oder einem Mandat ist gro\u00dfe Verantwortung verbunden. Nicht jeder hat die Zeit, die Kraft oder den inneren Antrieb derartige Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Das ist \u00fcberhaupt kein Problem und nichts Verwerfliches. Jedoch sollte man diejenigen die ein solches Ehrenamt annehmen nicht noch verunglimpfen, bedrohen oder verbal attackieren. Dies hat kein Kommunalpolitiker, ganz gleich welcher Partei, verdient. Letztens war zu lesen, dass der B\u00fcrgermeister von Illingen bedroht wurde. Ich m\u00f6chte mich hiermit dem B\u00fcrgermeister unserer Nachbargemeinde solidarisch erkl\u00e4ren. Einen Menschen zu bedrohen ist einfach unterste Schublade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Nat\u00fcrlich m\u00fcssen auch die Amts -und Mandatstr\u00e4ger die Zeichen der Zeit erkennen und ihr Verhalten \u00e4ndern. Wir m\u00fcssen n\u00e4her zur Basis r\u00fccken und b\u00fcrgern\u00e4he demonstrieren. Wenn jemand den N\u00f6ten und Probleme der Menschen in den D\u00f6rfern und St\u00e4dten verstehen sollte, dann doch zu allererst die Kommunalpolitik. Leute, die nur verwalten und nicht schalten werden nicht ben\u00f6tigt. Genau dieses Verhalten einiger W\u00fcrdentr\u00e4ger sch\u00fcrt das angesprochene Unverst\u00e4ndnis in der Bev\u00f6lkerung. Wir m\u00fcssen hin zu mehr \u201eWir\u201c und weniger \u201eIch\u201c. Die ersten Monate in diesem neuen Jahr haben gezeigt, dass ein egozentrisches Verhalten von Politkern nicht \u00fcberall gut ankommt. Zur Umsetzung von Beschl\u00fcssen ben\u00f6tigt man in der Regel die Mitarbeiter einer Verwaltung und auch das Engagement der Mandatstr\u00e4ger. Die Moral von der Geschichte liegt klar auf der Hand. Wenn wir alle mehr gegenseitigen Respekt aus\u00fcben brauchen wir auch keinen Polizeischutz der am Ende, welch Ironie, vom Steuerzahler finanziert wird. Dieses Geld k\u00f6nnte man wahrhaftig f\u00fcr bessere Dinge nutzen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines vorweg: Dieser Blogeintrag hat nichts mit jammern zu tun. 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