{"id":7789,"date":"2020-11-08T15:57:21","date_gmt":"2020-11-08T14:57:21","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=7789"},"modified":"2022-03-31T12:52:35","modified_gmt":"2022-03-31T11:52:35","slug":"der-hexenprozess-von-dirmingen-unser-heimatort-zur-zeit-des-hexenwahnes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=7789","title":{"rendered":"Der Hexenprozess von Dirmingen \u2013 Unser Heimatort zur Zeit der Hexenverfolgung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Die Hexenverfolgung geh\u00f6rt zu den dunkelsten Kapiteln unseres Landes. Unsere beiden Kirchen haben zu dieser Zeit viel Schuld auf sich geladen. Zwischen dem sp\u00e4ten 15. und dem 18. Jahrhundert wurden in ganz Europa rund 60.000 Menschen als Hexen gedem\u00fctigt, gefoltert und hingerichtet. Meistens handelte es sich um Frauen, die sich mit Kr\u00e4utern auskannten und Medikamente herstellten. Was gut gemeint war, konnte im schlechtesten Fall t\u00f6dlich enden. Sobald eine Frau als Hexen bezeichnet wurde, musste Sie das Gegenteil beweisen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Das Mittelalter war gepr\u00e4gt von schweren Zeiten. Zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert herrschte in Deutschland die sogenannte &#8222;Kleine Eiszeit&#8220;. Besonders die Zeitepochen von 1570 bis 1630 und von 1675 bis 1715 waren besonders kalte Zeitabschnitte. Durch diese klimatischen Ver\u00e4nderungen entstanden vermehrt Missernten und Hungersn\u00f6te sowie b\u00f6se Epidemien wie zum Beispiel die Pest. F\u00fcr die Missernten und die damit verbundenen sinkenden Ertr\u00e4gen wurde die schwarze Magie verantwortlich gemacht. Es entstand die M\u00e4r von Gewitterhexen oder Kr\u00e4uterhexen. In dieser kalten und unangenehmen Zeit entstand der Hexenwahn. W\u00e4hrend die Inquisition in erster Linie &#8222;Ketzer&#8220;, also Menschen, die mit dem Teufel im Bunde waren, verfolgten und t\u00f6teten, gen\u00fcgte es in manchen Grafschaften schon allein einen Verdacht zu \u00e4u\u00dfern. In der Regel waren Ankl\u00e4ger und Richter gew\u00f6hnliche Menschen eines Dorfes, die am Ende ihre eigenen Nachbarn, Freunde oder sogar Verwandte auf den Scheiterhaufen brachten. In Zeiten der Hexenverfolgung fanden tausende unschuldige Menschen den Tod.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20-700x525.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7791\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20-700x525.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20-300x225.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20-768x576.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Wenn eine Frau Sommersprossen hatte, konnte ihr dies schon zum Verh\u00e4ngnis werden. Wenn Sie dann auch noch lesen konnte, musste Sie mit dem schlimmsten rechnen. In der Hochzeit des Hexenwahns wurden sogar Kinder als &#8222;Hexe&#8220; bezeichnet und verfolgt. Kleine M\u00e4dchen mit roten Haaren und Sommersprossen waren des Teufels.<\/strong> <strong>Wenn man sich in seinem Dorf mit dem Nachbarn anlegte, konnte dies b\u00f6se Folgen haben. Eine Frau aus Dirmingen konnte am Ende gerade noch dem Scheiterhaufen entkommen. Was sie in diese missliche Lage gebracht hatte ? Sie hatte zu viel Butter gemacht! Gerade in D\u00f6rfern wurde immer wieder ein S\u00fcndenbock f\u00fcr Krankheiten, Hungersnot oder Katastrophen gesucht. Am einfachsten war es den Hexen oder Hexern die Verantwortung in die Schuhe zu schieben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Im 15. Jahrhundert mischte sich erstmals die Kirche in die Hexenverfolgung ein. Dies war der Beginn eines der traurigsten und schw\u00e4rzesten Kapitel unseres Kontingentes. \u00dcberall in Europa brannten die Scheiterhaufen. Die Inquisition beherrschte das Land. Menschen wurden in Scheinprozessen verurteilt und hingerichtet. Dabei gen\u00fcgten einfache Anschuldigungen ohne Indizien. Auch im Saarland wurden zahlreiche Menschen get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Das Nalbacher Tal geh\u00f6rte diesbez\u00fcglich zu den bekanntesten Schaupl\u00e4tzen unseres Heimatlandes. Zahlreiche Frauen wurden dort auf dem Nalbacher \u201eG\u00e4lgesberg\u201c entweder erh\u00e4ngt oder verbrannt. Von 1575 bis 1595 verloren hunderte Frauen, im unteren Primstal, aus den Ortschaften Nalbach, Piesbach, K\u00f6rprich und Bilsdorf ihr Leben. Bekannt sind auch Anschuldigungen und Verurteilungen aus Lebach oder Tholey. Allein der Bericht \u00fcber die Folter lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Die Angeklagten mussten h\u00f6llische Schmerzen \u00fcber sich ergehen lassen. Ganz oft wurde unter der Folter Gest\u00e4ndnis erzwungen. Nalbach war zu dieser Zeit der Hotspot der Hexenverfolgung.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/40-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7792\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/40-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/40-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/40-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/40-120x80.jpg 120w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/40.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Der Hexenprozess von Dirmingen hingegen ist der einzige historisch belegte Fall in unserem Heimatort. Berichtet wird von einem Prozess, der am 24. Mai 1719 in Ottweiler stattfand. Dirmingen geh\u00f6rte schon vor der franz\u00f6sischen Revolution zur nassauischen Herrschaft Ottweiler. Somit mussten alle entsprechenden Gerichtsverhandlungen dort ausgetragen werden. Bastian Weber, der F\u00f6rster von Dirmingen, klagte gegen die Frau des Wendel Schwan, weil diese seine Ehefrau\u201c eine \u201ereformierte Hex gescholten\u201c hatte. Die Angeklagte bekr\u00e4ftigte vor Gericht ihre Anschuldigung mit folgender Bemerkung: \u201e<em>\u2026wenn sie keine reformierte Hex w\u00e4re, k\u00f6nne sie nicht so viel Butter machen\u201c.<\/em> Der F\u00f6rster sprach die Bitte aus, das Gericht m\u00f6ge die Verleumderin zum Beweis anhalten. Andernfalls m\u00f6ge das Gericht die Angeklagte \u201egeb\u00fchrend abstrafen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Das interessante an diesem Prozess ist die Tatsache, dass offensichtlich die verschiedenen Konfessionen der beiden Kontrahentinnen eine gewichte Rolle spielten. In der Regel waren es wirtschaftliche oder politische Themen, die zu einer F\u00fclle von Prozessen gegen Frauen f\u00fchrten. Papst Innozenz VIII legalisierte im Jahre 1484 durch die Hexenbulle die Jagd auf Hexen. Im Jahre 1487 brachten Jakob Sprenger und Heinrich Intitoris den Hexenhammer heraus. Dieses Buch diente lange Zeit als Leitfaden im Kampf gegen Hexen. Die \u201ePeinliche Gerichts Ordnung\u201c Kaiser Karl V. aus dem Jahre 1532 sah f\u00fcr das Delikt des Schadzaubers die Todesstrafe durch Verbrennen vor.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Historische Quellen aus dem damaligen Saargebiet verweisen darauf, dass die verurteilten Hexen selten lebend verbrannt wurden. In der Regel wurden die Opfer vor der Verbrennung von dem Scharfrichter erdrosselt oder erstochen. Mancherorts fand die Verbrennung in Strohh\u00fctten statt. Somit sollte verhindert werden, dass die Bev\u00f6lkerung, die w\u00e4hrend der Hinrichtung zugegen war, nicht vom b\u00f6sen Blick der Hexe getroffen wurde. Im ber\u00fcchtigten Hexenhammer oder in dem Buch \u201eDes Klugen Beamten auserlesener Criminal-Proze\u00df&#8220; von 1766 findet man eine detaillierte Beschreibung f\u00fcr Folteranwendungen an Angeklagten und Verbrennungen von Hexen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/30-700x525.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7793\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/30-700x525.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/30-300x225.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/30-768x576.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/30.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Der Hexenwahn breitete sich auch im Illtaler- und Schaumbergerland aus. Allein f\u00fcr das Jahr 1618 sind 13 Hexenprozesse \u00fcberliefert: 12 endeten mit dem Todesurteil, einer mit einem Selbstmord (Quelle Archiv Gemeinde Tholey). \u00dcberliefert ist ein Hexenprozess bei dem drei Frauen der ,,Zauberey&#8220; angeklagt und am 26.September 1618 auf dem Richtplatz unterhalb der Schaumburg als Hexen verbrannt wurden. W\u00e4hrend in unserer Heimat die Opfer vor ihrer Verbrennung im Verlies oder auf dem Scheiterhaufen get\u00f6tet wurden, wissen wir aus anderen Regionen, dass die Verbrennung bei lebendigem Leibe bevorzugt angewendet wurden. &nbsp;Auf der Schaumburg in Tholey urteilte bei besonders schweren Vergehen das herzogliche Hochgericht. Die damalige Hinrichtungsst\u00e4tte befand sich unterhalb der Burg, in der N\u00e4he der heutigen Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tte. Dort wurden die verurteilten Delinquenten hingerichtet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Im Jahre 1634 existierten in Dirmingen eine Kirche, ein Pfarrhaus und insgesamt 54 H\u00e4user. Allein sechs Anwesen wurden als \u201ebauf\u00e4llige H\u00e4user wegen Armuth\u201c beschrieben. Als im Jahre 1719 der genannte Prozess stattfand, waren Beschuldigungen durch Dorfbewohner f\u00fcr die Angeklagten eine gr\u00f6\u00dfere Gefahr als f\u00fcr die vermeidliche Verleumderin. Wenn die Beschuldigte die Verleumdung auf sich beruhen lie\u00df, konnte aus dieser vermeintlichen Rufmordkampagne schnell ein gef\u00e4hrlicher Hexenprozess werden. Wenn eine Frau beschuldigt wurde, war die Gefahr f\u00fcr einen Hexenprozess immer sehr hoch. Obwohl auch M\u00e4nner als Hexer hingerichtet wurden, waren Frauen weitaus mehr gef\u00e4hrdet. &nbsp;Im Gebiet des heutigen Saarlandes wurden dreimal mehr Hexenprozesse gegen Frauen als gegen M\u00e4nner gef\u00fchrt. Das Verlesen des Strafprotokolls vom 24. Mai 1719 beweist die nachgeordnete Stellung der Frau in der damaligen Zeit. Die beiden Frauen werden jeweils als Frau des betreffenden Haushaltsvorstandes bezeichnet. Die Namen der Frauen werden im Verlaufe der Gerichtsverhandlung nicht genannt. Der Mann wird angesprochen und muss seiner Frau das Wort erteilen. Der F\u00f6rster Bastian Weber konnte seine Gattin am besten aus dieser Gefahr befreien, in dem er eine Verleumdungsklage gegen die Frau des Wendel Schwan anstrengte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>In dem Prozess schenkten sich beiden Seiten nichts. Als die Beschuldigte als \u201ecalvinische Buttermacherin\u201c beschimpft wurde, drohte sie ihrer Widersacherin mit einer Maulschelle. Der Zeuge Valentin Schneider gab an, dass die als Hexe beschuldigte Frau sagte:\u201c <em>was gehet dich meine Butter an, du hast ja vor zwey Jahren auch viel Butter gemacht, des ich dir nicht vorgeworfen, fres die Milch nicht, so kriegst du auch Butter\u201c.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Auch das Gericht erkannte recht bald, dass sich hinter den beiden Verunglimpfungen \u201ereformierte Hex\u201c und \u201ecalvinische Buttermacherin\u201c offenbar Neid verbarg. Au\u00dferdem wurde in dem Prozess deutlich, dass die Kl\u00e4gerin gro\u00dfe Probleme mit dem Protestantismus hatte. Im Jahre 1575 wurde in der Grafschaft Nassau Saarbr\u00fccken die Reformation eingef\u00fchrt. Nach dem Augsburger Religionsfrieden wurde den Protestanten die Dirminger Kirche in der Ortsmitte zugesprochen. Bis nach dem 30-j\u00e4hrigen Krieg wurden keine Katholiken in Dirmingen geduldet. Im fr\u00fchen 18.Jahrhundert wanderten die ersten Katholiken wieder nach Dirmingen. Obwohl beiden Konfessionen die Religionsaus\u00fcbung freigestellt wurde, gab es gerade in den D\u00f6rfern immer wieder Spannungen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"597\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7017\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2-3.jpg 640w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2-3-300x280.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Der Hexenprozess von Dirmingen endete gottlob glimpflich. Das Gericht beschloss folgenden \u201eBescheydt\u201c oder Urteil:\u201c<em> Beide Partheien sollen einander depreciren (Abbitte leisten) und sie (die Angeklagte- Verleumderin) den Anfang machen. Widrigenfalls ihnen ein Geld oder thurmstraf angesetzt werden solle.\u201c <\/em>Unter das Urteil setzte das Gericht folgenden Nachsatz:<em>\u201c sie haben einand depreciert und seynd der Scheltwort ex officio (von Amts wegen) aufgehoben<\/em>.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">In diesem Fall fand die Geschichte also ein gutes Ende. Leider war dieses \u201eHappy-End\u201c eine Ausnahme. Meistens setzte sich der \u00fcble Nachruf und die unfaire Gerichtsaus\u00fcbung durch. \u00dcber 60 000 Menschen verloren w\u00e4hrend des Hexenwahns ihr Leben. Die letzte \u00fcberlieferte Hinrichtung einer Hexe in Mitteleuropa fand 1793 in S\u00fcdpreu\u00dfen statt. &nbsp;Die Verurteilung und Hinrichtung einer vermeintlichen Hexe gingen immer zu Lasten der Familie. Wenn ein Familienmitglied als Hexe hingerichtet wurde war der Ruf der Familie meisten ruiniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Gott sei Dank ist die Zeit der Hexenverfolgung Geschichte. Rufmord, \u00fcble Nachrede und Verleumdung gibt es immer noch. In der Regel enden diese jedoch nicht mehr t\u00f6dlich sondern vor dem Schiedsmann oder dem Amtsgericht. Viele unschuldige Menschen verloren w\u00e4hrend der Hexenverfolgung des Mittelalters ihr Leben. Unsere beiden Kirchen haben sich zu dieser Zeit kaum mit Ruhm bekleckert. Gut, dass wir aus dieser Geschichte gelernt haben.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"1042\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/60-700x1042.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7794\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/60-700x1042.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/60-201x300.jpg 201w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/60-768x1143.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/60.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hexenverfolgung geh\u00f6rt zu den dunkelsten Kapiteln unseres Landes. Unsere beiden Kirchen haben zu dieser Zeit viel Schuld auf sich geladen. Zwischen dem sp\u00e4ten 15. und dem 18. 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