{"id":8488,"date":"2024-06-06T17:56:21","date_gmt":"2024-06-06T16:56:21","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=8488"},"modified":"2024-06-06T17:56:21","modified_gmt":"2024-06-06T16:56:21","slug":"wie-alles-begann-entstehung-der-heutigen-gemeinde-eppelborn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=8488","title":{"rendered":"Wie alles begann &#8211; Entstehung der heutigen Gemeinde Eppelborn"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Mitten in der sogenannten \u201eDas-dat-Linie\u201c, im Herzen des Saarlandes, liegt unsere Heimatgemeinde. Bis zur Gr\u00fcndung der heutigen Gemeinde Eppelborn, im Jahre 1974, mussten im Laufe der Jahrhunderte einige H\u00fcrden genommen werden. Dabei wuchs zun\u00e4chst nur schwer zusammen, was heute zusammengeh\u00f6rt. Allein die beiden Ortschaften Eppelborn und Dirmingen mussten gro\u00dfe Schritte aufeinander zugehen. Dabei ging es nicht zuletzt um unterschiedliche Herrschaftsverh\u00e4ltnisse und verschiedene Konfessionen. Die Geschichte der beiden Ortschaften wurde im Mittelalter gepr\u00e4gt und k\u00f6nnte nicht unterschiedlicher sein. Eppelborn unterstand der Di\u00f6zese Trier und dem Herzogtum Lothringen, dem auch sp\u00e4ter die Freiherrn von Buseck angeh\u00f6rten. Dirmingen dagegen geh\u00f6rte zu der Di\u00f6zese Metz und der Grafschaft Saarbr\u00fccken. F\u00fcr Au\u00dfenstehende sind die Unterschiede noch heute im Dialekt der \u00e4lteren Bewohner h\u00f6rbar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Die ehemalige Herrschaft Eppelborn mit den Ortschaften Eppelborn, Bubach, Calmesweiler, Habach und Macherbach war einst Teil des Herzogtums Lothringen im K\u00f6nigsreich Frankreich. Dabei hat das Adelsgeschlecht der Busecks, in der Baronie Eppelborn, unsere Heimatgemeinde gepr\u00e4gt. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich aus einer Vogtei in der Abtei Tholey um Schaumberg eine lothringische Landesherrschaft, zu der auch unser Nachbarort Eppelborn geh\u00f6rte. In einem alten Lehensverzeichnis des Bischofs von Verdun, aus dem Jahre 1235, wird erstmals auf einen Haupthof \u201eYpulinire\u201c hingewiesen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"660\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-700x660.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8494\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-700x660.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-300x283.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22-768x724.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/22.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Dirmingen hingegen geh\u00f6rte in wechselnden Herrschaftsverh\u00e4ltnissen seit dem Jahre 1330 zur Grafschaft Saarbr\u00fccken und sp\u00e4ter zur Grafschaft Nassau-Ottweiler. Im Jahre 1281 wird Dirmingen erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Die \u201e-ingen\u201c Endung unseres Heimatortes deutet darauf hin, dass unser Dorf zu den \u00e4ltesten Orten der heutigen Gemeinde geh\u00f6rt. Hingegen wurden Ortschaften mit einer \u201e-weiler\u201c-Endung meistens j\u00fcngeren Datums gegr\u00fcndet. W\u00e4hrend die Herren von \u201eIppelbrunn\u201c schon ganz fr\u00fch die westliche Seite unseres heutigen Heimatgebietes beherrschten, wurde Dirmingen durch den \u00f6stlichen Einfluss der Grafschaft regiert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Aus dem Namen \u201eIppelbrun\u201c wurde im Jahre 1563 der \u00e4hnelnde Name Eppelbronn. W\u00e4hrend, wie bereits erw\u00e4hnt, der Ortsname Dirmingens auf einen Sippenf\u00fchrer aus der keltischen Epoche anspielt und von dem Namen Tiermund abgeleitet wird, stammt der Ortsnamen Eppelborn aus zwei Silben, die sich aus unterschiedlichen Sprachen zusammensetzen. W\u00e4hrend das Wort \u201eEppel\u201c aus dem keltischen stammt, entzieht sich das Wort \u201eBorn\u201c der fr\u00e4nkischen Sprache. Dabei haben beide W\u00f6rter die gleiche Bedeutung. Auch das oft verwendete W\u00f6rtchen \u201eApul\u201c stammt aus dem keltischen und bedeutet kleines Wasser. Der urspr\u00fcngliche Ortsname \u201eYpulinire\u201c kommt aus dem Wort \u201eAppulinire\u201c und bedeutet: wasserreiches Tal. Das W\u00f6rtchen \u201eBorn\u201c deutet auf einen Brunnen, B\u00e4chlein oder Quelle hin. \u00dcberliefert ist auch, dass im Mittelalter die Besitzer der Herrschaft Eppelborn nachweislich einen Apfel als Wappenzeichen in Schild und Helmzier aufwiesen. Nachweislich gab es in Eppelborn einst eine Wasserburg. Dabei handelte es sich um eine Schloss \u00e4hnliche Anlage mit Wassergraben und ausgedehnter Weiheranlage. Fr\u00fcher durfte die heutige Ortsmitte Eppelborns aus einer gro\u00dfen Wasserfl\u00e4che bestanden haben. Heimatforscher haben \u00fcbermittelt, dass dieses Schloss \u201eIppelbrunn\u201c eines den ersten festen Geb\u00e4uden in Eppelborn gewesen sein muss. Von diesem Schloss &#8222;Ippelbrunn&#8220; existiert heute noch eine primitive Skizze aus dem Jahre 1600. Dieses Schloss d\u00fcrfte nicht besonders gro\u00df gewesen sein und muss in der N\u00e4he der heutigen Schlossstra\u00dfe gelegen haben. Im Jahre 1595 wurde das Schloss mit Erlaubnis des Kaisers renoviert und befestigt. Es ist davon auszugehen, dass sich recht fr\u00fch Adlige in Eppelborn niederlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"512\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-700x512.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8496\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-700x512.jpeg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-300x220.jpeg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33-768x562.jpeg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/33.jpeg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Dirmingen bekannte sich unter dem Grafen von Saarbr\u00fccken im Jahre 1575 zur Reformation und war fortan protestantisch. In Eppelborn hingegen k\u00e4mpfte man lange um die Beibehaltung der katholischen Konfession. Diese Konfessionsstreitigkeiten dauerten \u00fcber Jahre hinweg. Am 30. September 1621 bekundeten Herzog Heinrich von Lothringen und Graf Ludwig von Nassau, dass <strong><em>\u201c\u2026. einige Zwistigkeiten in Religionssachen zu Uchtelfangen zwischen den Untertanen des Herzogs von Lothringen und seines Lehnsmanns Georg Friedrich von L\u00f6wenstein einerseits und des Grafen von Nassau anderseits beigelegt worden sind.\u201c<\/em><\/strong> Die Freiherrn von Busek treten erstmals im Jahre 1668 in Erscheinung. Der katholische Zweig der Busecks kam durch die Ehe des Conrad Philipp mit Maria Margaretha von L\u00f6wenstein in den Besitz von Calmesweiler und kurze Zeit sp\u00e4ter auch in den Besitz der Herrschaft Eppelborn. Gegen Ende des 17 Jahrhunderts war das Verh\u00e4ltnis der Busecks zu den Herren von Kerpen, im nahen Illingen, ungetr\u00fcbt und die Grafen von Nassau-Ottweiler stellten sogar die Paten bei den Busecks.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Eppelborn wurde nach der franz\u00f6sischen Revolution Teil von Frankreich. Nach der Revolution entstanden die ersten Zivilgemeinden. Es entstanden die sogenannten \u201eMaire\u201c zu Deutsch B\u00fcrgermeistereien. Die ersten B\u00fcrgermeistereien von Eppelborn und Dirmingen waren also Nachfolger der Grundherrschaft Eppelborn. Der konfessionelle Twist war zu dieser Zeit, zumindest vor\u00fcbergehend, erloschen. Im Jahre 1794 entstanden in unserer heutigen Heimatgemeinde zwei B\u00fcrgermeistereien. Zum einen die B\u00fcrgermeisterei Eppelborn um die Orte der ehemaligen Herrschaft zu Eppelborn um Aschbach, Bubach, Calmesweiler, D\u00f6rsdorf, Eppelborn, Habach, Macherbach, Steinbach und Thalexweiler. Zeitgleich entstand die B\u00fcrgermeisterei Dirmingen mit den Ortschaften Dirmingen, Berschweiler, Hierscheid, Humes, Wiesbach und den Kolonien Mangelhausen und Steiterswald. Im Jahre 1816 wurde Eppelborn und Dirmingen preu\u00dfisch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"487\" height=\"693\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Nassau.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7998\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Nassau.jpg 487w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Nassau-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 487px) 100vw, 487px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Im Jahre 1822 wurden die beiden B\u00fcrgermeisterein Eppelborn und Dirmingen erstmals durch einen gemeinsamen B\u00fcrgermeister verwaltet. \u00dcber die beiden Weltkriege hinaus wurden die beiden Ortsteile von Eppelborn und Dirmingen immer wieder als selbst\u00e4ndige Gemeinde mit wechselnden Orten gef\u00fchrt. Im Vorfeld des Gebiets und Verwaltungsreform im Jahre 1974 war zun\u00e4chst geplant, dass die neue Einheitsgemeinde Eppelborn dem Keis Saarlouis zugeteilt werden sollte. Dirmingen war mit den Pl\u00e4nen dieser Verwaltungsreform alles andere als einverstanden. Allein die Trennung vom Nachbardorf Berschweiler wurde in allen betreffenden Gremien diskutiert. Eppelborn hatte ebenfalls bedenken und bef\u00fcrchtete eine Reduzierung der Gemeindefl\u00e4che und der Einwohnerzahlen. Grunds\u00e4tzlich gab es verschiedene Str\u00f6mungen. W\u00e4hrend Calmesweiler zun\u00e4chst die Zuordnung in Richtung Lebach favorisierte, stimmte der Dirminger Gemeinderat einer Einteilung in die Gemeinde Eppelborn nur dann zu, wenn die neue Gemeinde nicht dem neuen Kreis Saarlouis zugeordnet w\u00fcrde. Sollte dies nicht funktionieren wollte Dirmingen eine Einteilung nach Illingen oder Marpingen, wegen kirchlichen Verbindungen zu Berschweiler bevorzugen. Grunds\u00e4tzlich stimmten die Gemeinder\u00e4te von Dirmingen und Berschweiler daf\u00fcr zusammenzubleiben. Dieses Ziel wurde nicht erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Im gesamten Saarland wurden w\u00e4hrend der Gebietsverwaltungsreform im Jahre 1974 zahlreiche Gemeinden zusammengelegt. Die eigenst\u00e4ndige B\u00fcrgermeisterei Dirmingen wurde aufgel\u00f6st und der neuen Gemeinde Eppelborn zugeteilt. Die neue Gemeinde Epeplborn wurde dem Landkreis Ottweiler und sp\u00e4ter dem neun Landkreis Neunkirchen zugeteilt. Dirmingens Nachbarort Berschweiler wurde der Gemeinde Marpingen zugeordnet und Wustweiler der Gemeinde Illingen. Dirmingen bildet somit als \u00f6stlichster Ortsteil der Gemeinde Eppelborn die Grenze zu den Gemeinden Marpingen im Landkreis St. Wendel gelegen und der Gemeinde Illingen das ebenfalls im Landkreis Neunkirchen liegt.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten in der sogenannten \u201eDas-dat-Linie\u201c, im Herzen des Saarlandes, liegt unsere Heimatgemeinde. Bis zur Gr\u00fcndung der heutigen Gemeinde Eppelborn, im Jahre 1974, mussten im Laufe der Jahrhunderte einige H\u00fcrden genommen werden. Dabei wuchs zun\u00e4chst nur schwer zusammen, was heute zusammengeh\u00f6rt. Allein die beiden Ortschaften Eppelborn und Dirmingen mussten gro\u00dfe Schritte aufeinander zugehen. 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