{"id":8753,"date":"2021-01-29T22:40:40","date_gmt":"2021-01-29T21:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=8753"},"modified":"2021-01-29T22:48:32","modified_gmt":"2021-01-29T21:48:32","slug":"wo-sind-all-die-indianer-hin-vom-tapferen-stamm-der-leh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=8753","title":{"rendered":"Wo sind all&#8216; die Indianer hin ? &#8211; Vom tapferen Stamm der &#8222;Leh&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Ich m\u00f6chte euch die Geschichte eines stolzen Indianerstammes erz\u00e4hlen: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Vor vielen Monden lebte in unseren Jagdgr\u00fcnden die tapferen Krieger vom Stamm der \u201eLeh\u201c. Oben am Waldesrand dort, wo die Steppe nahtlos in den Wald \u00fcberging hegten sie ihr Revier. Wild entschlossen ihren Stamm zu verteidigen gaben sich die tapferen Blutsbr\u00fcder ihr Indianerehrenwort und schworen den ewigen Zusammenhalt. Viele Winter erklang \u00fcber die T\u00e4ler, Wiesen und W\u00e4lder ihrer Jagdgr\u00fcnde das Kriegsgeheul der tapferen Stammesbr\u00fcder. Es schien als w\u00fcrde der gro\u00dfe Manitu seine sch\u00fctzende Hand \u00fcber den Stamm der \u201eLeh\u201c halten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Bleichgesichter und andere Roth\u00e4ute versuchten den Stamm der \u201eLeh\u201c zu besiegen. Die meisten von Ihnen endeten jedoch am Marterpfahl oder wurden vertrieben. Sobald die tapferen Krieger ihren Kriegstanz er\u00f6ffnet und das Kriegsbeil ausgegraben hatten, erging es den Feinden und B\u00f6sewichten schlecht. Mit Pfeil, Bogen und Tomahawk bewaffnet verteidigten die Indianer ihr Heimatrevier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Es waren gute Tage, Monde und Winter und so manche rechthabende Squaw pflegte schon fr\u00fch den Wigwam eines stolzen Kriegers. Von der Quelle unweit des verlassenen Kalkbergwerks sch\u00f6pften sie ihr frisches Wasser. Sie kannten jeden Baum und jedes Versteck und sollte sich mal ein Krieger des Stammes verwundet haben, wurde er vom Medizinmann gepflegt und gest\u00e4rkt. Schlie\u00dflich kennt ein Indianer keinen Schmerz. Einen H\u00e4uptling ben\u00f6tigte der Stamm der \u201eLeh\u201c nicht, vielmehr wurde die Blutsbr\u00fcderschaft gepflegt und das Miteinander gelebt. Viele Winter gingen ins Land und die Zeit und mit ihr auch die Pr\u00e4rie begann sich zu ver\u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Mit den Jahren verloren immer mehr Krieger des Stammes ihre Federn oder suchten den Weg ins Reservat. Was hatte der Stamm \u00fcbersehen und wann begann die Gemeinschaft zu br\u00f6ckeln? In der Ferne lockten die gro\u00dfen St\u00e4dte und die sch\u00f6nsten Squaws unsere Stammesbr\u00fcder in ein neues unbekanntes Land. Viele der tapferen Krieger nutzen sogar das vielgescholtene Feuerross, um die eigenen Jagdgr\u00fcnde zu verlassen. Irgendetwas hatte man im Laufe der Zeit aus den Augen verloren. Vielleicht war man auch irgendwann einfach zu alt f\u00fcr den Kinderkram. Eine tiefe Traurigkeit legte sich \u00fcber das Tal mit seinen Wiesen und Feldern. Selbst der Kriegstanz und jede Opfergabe vermochte nicht mehr zu halten was unaufhaltsam wurde. Das Totem wurden vergraben und die Gemeinschaft l\u00f6ste sich auf. Der Stamm der \u201eLeh\u201c ging leise hin\u00fcber in das Reich der Bleichgesichter. Als der gro\u00dfe Sturm kam und der Wald der Kindheit gro\u00dfe Sch\u00e4den erlitt, zerbrach auch der letzte Funken Hoffnung. Die Kinderjahre endete und aus den kleinen tapferen Kriegern wurden m\u00fcde, stressige Erwachsene, die vergessen hatten Kind zu sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"386\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20141003_131446-644x386.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6031\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20141003_131446-644x386.jpg 644w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20141003_131446-300x180.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20141003_131446-768x461.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20141003_131446-1536x922.jpg 1536w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20141003_131446-2048x1229.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Noch heute frage ich mich: Wo sind all die Indianer hin?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Wenn die Tage nur noch mit Feuerwasser auszuhalten sind denke ich zur\u00fcck an die sch\u00f6ne Kinderzeit und \u00fcberlege was aus den mutigsten und tapfersten unter uns geworden ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Was wurde aus dem \u201eM\u00e4chtigen B\u00fcffel\u201c der als Anf\u00fchrer immer zu gem\u00fctlich war um die Arbeit selbst zu verrichten. Viele Tage haben wir am Lagerfeuer zusammengesessen und von den feinsten und stolzesten Squaws geschw\u00e4rmt. Was wurde aus der \u201eSchlauen Natter\u201c die immer schon im Voraus wusste, wie es endet und meistens schon einen Plan im Kopf hatte. Der Wigwam seiner Eltern lag nur wenige H\u00e4user neben dem meines Vaters. Manchmal treffe ich noch den \u201eFlinken Wiesel\u201c, dessen Eltern-Wigwam sich neben dem Meinem befand. Viele Monde tr\u00e4umten wir gemeinsam der Zukunft entgegen. Im gro\u00dfen Wigwam am Hang lebten die Br\u00fcder \u201eRuhiger Otter\u201c und \u201eSchneller Fuchs\u201c. Irgendwann nahmen deren Eltern das gro\u00dfe Feuerross \u00fcber den Fluss in Richtung Westen. Gerne erinnere ich mich noch an die jungen Squaws \u201elachende Sonne\u201c oder \u201eAufgehende Bl\u00fcte\u201c. Auch meinen leiblichen Bruder \u201eStiller Hengst\u201c sehe ich nur noch selten. Welchen Weg haben die tapferen Krieger und stolzen Squaws vom Stamm der \u201eLeh\u201c eingeschlagen. Keinem Stammesbruder blicke ich im Zorn nach. Wie sagte einst ein tapferer Apachen-Krieger:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>\u201eGro\u00dfer Geist bewahre mich davor, \u00fcber einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin.\u201c<\/strong><\/p><cite><strong>(Unbekannter Apachenkrieger)<\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Irgendwann war die Kinderzeit eben vorbei und die Gemeinschaft des Stammes hatte ihren Zauber verloren. Alle Schw\u00fcre und Treuebekenntnisse wurden begraben und f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt. Manchmal frage ich mich was aus meinen Stammesbr\u00fcdern wurde und wie es ihnen erging. Denken Sie auch manchmal zur\u00fcck an die Zeit am Waldesrand? Irgendwann hat das Leben zwischen mache Blutsbr\u00fcder einen Keil getrieben. Worte, die einmal im Zorn gesagt wurden, haben Wunden hinterlassen. Es gibt einen Blutsbruder, der sich niemals mehr gemeldet hat. Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Man muss nur bereit sein zu Verzeihen. Ich f\u00fcrchte der Stamm der \u201eLeh\u201c wird niemals mehr zusammenkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Wahrscheinlich gab es in unseren heimatlichen Jagdgr\u00fcnden viele St\u00e4mme, die ihre Kinderzeit \u00e4hnlich verbrachten. Jeder steht irgendwann im Leben vor der Entscheidung welchen Lebensweg er einschl\u00e4gt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Wisst ihr noch die vielen Stunden in unserem Wald an der \u201eLeh\u201c oder auf der Wiese am Steinbruch? Wisst ihr noch morgens fr\u00fch aus dem Haus und erst sp\u00e4t abends wieder Heim. Wisst ihr noch die vielen Gespr\u00e4che und Treueschw\u00fcre? Wisst ihr noch unser Kinderspiel und das Gef\u00fchl Zuhause zu sein? Es war unser Revier, unser Wald und unsere Heimat. Manchmal f\u00fchle ich noch das Gras an meinen Knien und den Wind in meinen Haaren. Tagelang haben wir den Squaws aufgelauert. Dabei gab es so manche schmerzliche Erfahrung. Tagelang haben wir nur gewartet, bis die eine vorbeikam. Viel zu oft fehlte uns der Mut sie anzusprechen. Heute wird jeder der Stammesbr\u00fcder seine eigenen Erfahrungen mit der Squaw deiner Wahl gemacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Die Zeit hat unsere Wege getrennt und am Ende bleibt nur die Erinnerung. Manchmal fl\u00fcchte ich mich in Tagtr\u00e4umen zur\u00fcck in meine Kinderzeit. Dort am Waldesrand der \u201eLeh\u201c liegen noch heute unsere Kindheitserinnerungen und irgendwo dort, ihr wisst, wo ich meine, ist auch noch unser Kriegsbeil und das Totem begraben. Uns fehlt halt nur der Mut dieses Kriegsbeil wieder auszugraben. Die Zeit hat uns ver\u00e4ndert und die Kindheit kommt nie mehr zur\u00fcck. Jedem bleibt \u00fcberlassen, wie er damit umgeht. Ich w\u00fcnsche allen meinen alten Stammesbr\u00fcdern mit einem indianischen Sprichwort der Navajo ein gutes Leben:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>\u201eGeh aufrecht wie die B\u00e4ume, Lebe dein Leben so stark wie die Berge, Sei sanft wie der Fr\u00fchlingswind, bewahre die W\u00e4rme der Sonne im Herzen und der Gro\u00dfe Geist wird immer mit dir sein.\u201c<\/strong><\/p><cite>(Weisheit der Navajo)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Egal wo ihr gerade seid oder was ihr gerade macht, ich hoffe es geht euch gut !<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Ihr wollt wissen wie mein Name lautete ? : \u201eBrauner B\u00e4r\u201c\u2026\u2026&#8230;.der schmeckte so gut!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte euch die Geschichte eines stolzen Indianerstammes erz\u00e4hlen: Vor vielen Monden lebte in unseren Jagdgr\u00fcnden die tapferen Krieger vom Stamm der \u201eLeh\u201c. 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