{"id":9172,"date":"2021-03-07T18:18:44","date_gmt":"2021-03-07T17:18:44","guid":{"rendered":"http:\/\/echta-derminga.de\/?p=9172"},"modified":"2021-03-07T18:24:40","modified_gmt":"2021-03-07T17:24:40","slug":"ein-jahr-nach-beginn-der-pandemie-quo-vadis-dirmingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echta-derminga.de\/?p=9172","title":{"rendered":"Ein Jahr nach Beginn der Pandemie- Quo Vadis Dirmingen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Seit M\u00e4rz des vergangenen Jahres schlagen wir uns mit den Corona- Beschr\u00e4nkungen herum. Dabei sind laut einer Studie die Menschen, die im l\u00e4ndlichen Raum leben noch im Vorteil. Im l\u00e4ndlichen Raum spricht man von einer hohen Lebensqualit\u00e4t in dem durch die Corona-Pandemie bestimmten Alltag. Stellt sich die Frage, inwieweit sich unser Dorf und unser gemeinsames Leben w\u00e4hrend der Corona-Pandemie ver\u00e4ndert hat. Bei uns auf dem Land gibt es Natur und Freiraum, in der Stadt konzentriert sich alles auf das Haus oder die Wohnung. Tats\u00e4chlich kann das Leben im Dorf die Lebensqualit\u00e4t gerade in Zeiten der Pandemie verbessern. L\u00e4ndliche Regionen bieten Wohn- und Kulturr\u00e4ume in einem naturnahen Umfeld. Eine aktive Dorfgemeinschaft ist dabei unverzichtbar. Wichtig ist allein, dass die Dorfgemeinschaft die Krise gemeinsam \u00fcbersteht und daraus w\u00e4chst. Genau darin liegt die Aufgabe. Seit Beginn der Pandemie gibt es Bem\u00fchungen das Miteinander zu heben. Dabei gehen viele Menschen an ihre Grenzen. Heute, ein Jahr nach Beginn der Pandemie, kann man feststellen, dass an keinem unserer Dorfbewohner die Auswirkungen der Pandemie spurlos vor\u00fcbergegangen sind. Ja, wir sind m\u00fcde.<\/strong> <strong>Wie ein angeschlagener, st\u00f6rrischer Boxer der nicht aufgeben m\u00f6chte, wanken wir durch den Ring und versuchen immer wieder einen Treffer zu landen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Fakt ist, dass gerade dort wo b\u00fcrgerschaftliches Engagement mit kreativen Ideen gef\u00f6rdert wird, die D\u00f6rfer auch unter schwierigen Rahmenbedingungen mehr erreichen k\u00f6nnen. So gesehen bietet selbst die Pandemie eine echte Chance. Wir m\u00fcssen pr\u00fcfen wo sich neue T\u00fcren \u00f6ffnen und inwieweit Alternativen angeboten werden k\u00f6nnen. Dabei ist es schon ein Vorteil, dass die Menschen in unserem Dorf selbst in Zeiten der Pandemie mehr Freiraum genie\u00dfen k\u00f6nnen. Nicht wenige behaupten von sich selbst, dass sie seit der Pandemie wieder die Bewegung und den Sport entdeckt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Zugegebenerma\u00dfen ist die Situation f\u00fcr unsere Kinder und Jugendlichen alles andere als rosig. Kitas und Schulen werden nur langsam wieder den Regelbetrieb aufnehmen und auch die Freizeit kann nicht wie gewohnt genutzt werden. Das gemeinsame Spielen, trainieren oder abh\u00e4ngen fehlt hinten und vorne. Auch unsere Jugendlichen haben die Zeit der Entbehrungen satt. Ein erneuter Sommer ohne Festival und Schwimmbad h\u00e4tte verheerende folgen. Selbst auf dem Land muss man aufpassen, dass die Spaltung zwischen j\u00fcngeren und \u00e4lteren Menschen nicht un\u00fcberbr\u00fcckbar wird. Das Internet wird zur lebenswichtigen Anlaufstelle. Genau dort liegt oftmals ein Vorteil f\u00fcr Stadtbewohner. Ganz oft gibt es im l\u00e4ndlichen Raum Probleme mit dem Internet. Nat\u00fcrlich ist die Entwicklung unseres Dorfes durch die Corona-Pandemie gehemmt. Die erlassene Kontaktsperre schadet den Vereinen, Organisationen und den sozialen Kontakten zu Freunden und Bekannten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"552\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/200-700x552.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9175\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/200-700x552.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/200-300x237.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/200-768x606.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/200.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Keine leichten Zeiten f\u00fcr unsere Dorfgemeinschaft und man muss sich wirklich Gedanken machen, wie man dem Stillstand entgegenwirken kann. Die Menschen sind mit den Kr\u00e4ften am Ende. Unsere Vereine haben keine Zukunftsaussichten und unser Gewerbe k\u00e4mpft um die Existenz. Guter Rat ist teuer und dringend von N\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Gastronomie:<\/strong> Viele unserer Gastronomen k\u00e4mpfen ums \u00dcberleben. Die finanziellen Unterst\u00fctzungen flie\u00dfen nur z\u00e4h und manch einer ist schon mit einer Antragsstellung \u00fcberfordert. Die fehlende \u00d6ffnungsperspektive und das fehlende Einkommen nagt an den Nerven. Wann wird es wie weitergehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Vereine:<\/strong> Unser gro\u00dfen Ballspielverein k\u00f6nnen seit Monaten nicht mehr einen organisierten Trainings- oder Spielbetrieb anbieten. Unsere kleinen Vereine, die oftmals nur ein einziges gr\u00f6\u00dferes Fest im Jahr anbieten k\u00f6nnen, bangen um ihre einzige Einnahmequelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Organisationen:<\/strong> Unsere Feuerwehr ist darauf angewiesen sich weiterzubilden und \u00dcbungseinheiten durchzuf\u00fchren. Aufgrund der Corona bedingten Richtlinien ist genau dies derzeit nicht m\u00f6glich. Dabei w\u00e4ren \u00dcbungseinheiten und Fortbildungskurse nicht nur wichtig f\u00fcr die Wehr, sondern auch f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Eine Alternative wurde inzwischen in Onlinekursen gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Gewerbe:<\/strong> Unsere L\u00e4den, Firmen und Gewerbetreibende k\u00e4mpfen ums \u00dcberleben. Mit viel Innovation wurden mittlerweile M\u00f6glichkeiten gefunden, um den Kopf geradeso \u00fcber Wasser zu halten. Zerm\u00fcrbend ist die Tatsache, dass die gro\u00dfen Unternehmen mehr d\u00fcrfen als die kleinen im Dorf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Dorfentwicklung: <\/strong>Das Dorf sehnt sich seit langem nach einem Nahversorger. Die Pandemie hemmt das Verfahren und verlangsamt die amtlichen Ma\u00dfnahmen. In Zeiten der Pandemie werden kaum Bauvorhaben umgesetzt oder Baufl\u00e4chen erworben. Unsere Dorfmitte befindet sich in der Warteschleife.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Dorfkultur:<\/strong> Der einstige Stolz unseres Heimatortes liegt in Scherben. Nichts geht mehr ! Gerade das was uns auszeichnete und von anderen D\u00f6rfern unterschied, bietet nur wenig Perspektive. Keine &#8222;Faasend&#8220;, kein Dorffest und auch keine Dorfturniere. Die Hoffnung liegt im Sp\u00e4tsommer oder im Herbst. Vielleicht geht an der &#8222;Kerb&#8220; oder am Weihnachtsmarkt etwas ? Wir werden es erleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Unser Dorf befindet sich in einem \u201eLockdown-Koma\u201c. Wir versinken in einem tiefen Loch des kollektiven Burnouts und halten doch stoisch an jeder kleinen Hoffnung fest. Sind das nur Durchhalteparolen oder steckt die Wahrheit im Detail? Tats\u00e4chlich kann diese Pandemie am Ende einen Nutzen tragen. Im Dorf ist es leichter zusammenzur\u00fccken und die Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln. Wir m\u00fcssen nur die Kraft finden aufeinander zuzugehen und H\u00e4nde zu reichen. Die Voraussetzungen sind vorhanden und wir haben viele Chancen gest\u00e4rkt auf dieser Pandemie hervorzukommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel Engagement: <\/strong>In letzter Zeit h\u00e4ufen sich Anfragen von Menschen, die gerne helfen m\u00f6chten und nach M\u00f6glichkeiten suchen. Dies beginnt bei einer T\u00e4tigkeit in unserer Nachbarschaftshilfegruppe und endet darin den M\u00fcll anderer zu sammeln und zu entsorgen. Ich habe das Gef\u00fchl, dass die Menschen durchaus bereit sind anzupacken. Irgendwie scheint das Interesse an unserer Heimat seit Beginn der Pandemie gewachsen zu sein. Ja, sogar die Identifikation mit unserem Dorf ist gr\u00f6\u00dfer geworden. Die Leute bekennen offen, dass sie gerne hier leben. Dies kann die Grundlage f\u00fcr eine gute Zukunft nach der Pandemie sein. Wenn wir jetzt erkennen was wir an der Heimat haben, wird unser gemeinsames Miteinander davon profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Beispiel &#8222;Natur erleben&#8220;: <\/strong>Der sanfte Tourismus boomt. Die Menschen wollen raus und endlich ihre Freiheit genie\u00dfen. Unsere Naherholungsgebiete und W\u00e4lder sind \u00fcberlaufen. Ganz oft werden die hygienebedingten Richtlinien nicht eingehalten. Wer m\u00f6chte es den Leuten, bei allem Verst\u00e4ndnis, ver\u00fcbeln ? In unserer Natur kann man die Seele baumeln lassen und Abstand zu den t\u00e4glichen Horrormeldungen gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" src=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/300-700x467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9182\" srcset=\"https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/300-700x467.jpg 700w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/300-300x200.jpg 300w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/300-768x512.jpg 768w, https:\/\/echta-derminga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/300.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\">Vielleicht m\u00fcssen wir aus dieser Not eine Tugend machen. Zugegeben, viele Strukturen waren in den letzten Jahren festgefahren und befanden sich in einer Sackgasse. Vielleicht haben wir in Zeiten der Pandemie die Kraft das Unvorstellbare zu \u00e4ndern und neue Wege zu beschreiten. Kann sein, dass uns diese Zeit aufzeigt, dass wir uns von festgefahrenen Strukturen l\u00f6sen m\u00fcssen. Auch darin kann eine echte Chance liegen. Wir m\u00fcssen es nur wagen auszusprechen und aufzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Ein Jahr nach Beginn der Pandemie ist alles tr\u00e4ge, schwer und traurig. Wenn wir jedoch jetzt das Moment nutzen, werden wir st\u00e4rker als zuvor wiederkommen. Der Weg aus der Pandemie ist steinig, weit und voller Entbehrungen. Wenn wir ihn aber gemeinsam beschreiten und aufeinander schauen werden wir gemeinsam neu anfangen k\u00f6nnen.<\/strong> <strong>Fragen \u00fcber Fragen: Bringen Schnelltests und Impfungen die erw\u00fcnschte Erl\u00f6sung oder geraten wir mit Mutanten und Varianten in eine &#8222;neverending Story&#8220;? Wie es am Ende auch sein mag, der Weg aus dieser Krise gelingt nur im gemeinsamen Miteinander und mit viel Zuversicht, Innovation und Mut.<\/strong> <strong>Machen wir uns auf den Weg&#8230;&#8230;&#8230;.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit M\u00e4rz des vergangenen Jahres schlagen wir uns mit den Corona- Beschr\u00e4nkungen herum. Dabei sind laut einer Studie die Menschen, die im l\u00e4ndlichen Raum leben noch im Vorteil. Im l\u00e4ndlichen Raum spricht man von einer hohen Lebensqualit\u00e4t in dem durch die Corona-Pandemie bestimmten Alltag. 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