Gestatten, Klein – Dirmingen.

Ich wurde 1969 geboren bin verheiratet und habe drei Kinder.

Meine persönlicher Werdegang ist relativ einfach und schnell erzählt:

Zunächst aus der Kinderstube in den evanglischen Kindergarten Dirmingen – anschließend Einschulung in der alten Grundschule Dirmingen-danach Hauptschule Eppelborn – Ausbildung bei den Saarbergwerken – Bergmann “Unter Tage” – seit 2000 in einem Dienstleistungsunternehmen beschäftigt.

Seit dem 17.Jahrhundert leben meine Vorfahren, väterlicherseits, in Dirmingen. Mein Vater stammte aus dem Hause” Zimmermichels” meine Mutter kommt aus Wiesbach. Verwandschaft gibt es , wie im Saarland üblich, im ganzen Dorf.

Ich habe habe einen mittleren Charakter und bin im Wesen wie viele andere. Ich habe Ecken und Kanten und bestimmt auch einige Stärken. Versunken in der Mittelmäßigeit sucht man sich Abwechslungen, Aufgaben oder Zielen. Bei mir persönlich mündeten diese Ziele in verschiedene Ehrenämter.

Es gibt ein schönes Sprichwort das lautet:” Wo du weg willst wenn du älter wirst und zurück willst wenn du alt bist, das ist Heimat”. So in etwa war das auch auf meinem Lebensweg. In jungen Jahren hatte ich weniger Bindung zum Elternhaus oder zu meinem Dorf. Angetrieben von Fernweh war mir eigentlich recht früh klar, dass ich mich verändern muss. Raus aus dem Trott und weg von Daheim. Ich wollte was erleben und natürlich auch die Welt sehen. Der tägliche Marsch zur Schicht und die vorhanden Mittelmäßigkeit machten mich mürbe. Letztlich bin ich geblieben und fand im Ehrenamt eine Aufgabe, die in mir Begeisterung weckte.

Über den Fußball, der immer auch etwas mit Identifikation zu tun hat, wuchs in mir das Interesse an der Geschichte meines Heimatortes Dirmingen. Was mit einer Vereinschronik begann, endete schließlich in der Heimatforschung . Heute kann ich mir nicht vorstellen meinen Heimatort zu verlassen. Hier fing alles an, hier sind meine Wurzeln und hier soll es irgendwann enden.

Eine neue Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts stellte unlängst fest: Die meisten Deutschen wohnen am Ort ihrer Kindheit. 26 Prozent leben immer noch dort oder sind im Laufe ihres Lebens wieder dorthin gezogen. Alleine 30 Prozent der Menschen leben nur wenige Kilometer von ihrem ursprünglichen Heimatort entfernt. Für mich ist dies ein Indiz dafür, dass die Heimat bei jedem Menschen eine gewichtige Rolle spielt. Heimat hat immer auch etwas mit der eigenen Kindheit zu tun. Ein deutsches Sprichwort sagt: ” Man weiß nicht, was man an der Heimat hat, bis man in die Ferne kommt.” Der Mensch braucht Wurzeln und einen festen Halt in seinem Leben.

Ich werde immer wieder von Menschen, die nicht in diesem Dorf geboren wurden, gefragt: Wann bin ich ein ECHTA DERMINGA ? Natürlich gibt es diesbezüglich keine Richtlinien oder Vorschriften.

Meine Antwort lautet dann immer: Wenn du es fühlst! Wenn du angekommen bist und dich heimisch fühlst. Wenn du gerne hier lebst und die Menschen magst. Wenn du traurig wirst wenn etwas altes verloren geht und wenn du dir nicht mehr vorstellen kannst woanders zu leben. Dann mein Freund bist du ein ECHTA DERMINGA.