Rommelbooze- Schnitze am “Büttelseck”

Die Tage werden kürzer und mit dem Monat Oktober zieht der Herbst über unser Land. Die dunkle Jahreszeit beginnt und findet in Halloween ihren ersten kommerziellen Höhepunkt. Naja, ich persönlich verbinde mit dem Oktober die „Kerb“ und den Reformationstag. Der amerikanische Halloween-Brauch, mit ausgehölte Kürbisse und Fratzen versehen, geht jedoch auf alte europäische Traditionen zurück, die vor allem irische Auswanderer mit nach Amerika gebracht haben.

Unsere Herbst-Dekorationen vor den vielen Haustüren, mit brennenden Kürbissen, Rübengeistern oder Rommelbooze basiert auf einer uralten Tradition! Als man erstmals im ländlichen Raum aus Futterrüben diese Fratzen schnitzte, war an Halloween noch nicht denken. Der Brauch findet seinen Ursprung kurz nach dem ersten Weltkrieg. Kinder klauten damals Futterrüben von den Feldern, um in der Not wenigstens eine Rübensuppe essen zu können. Aus den ausgehöhlten Rüben wurden dann Laternen gebastelt, mit denen die Kinder von Haus zu Haus zogen und um Essen bettelten. Oftmals wurden die Rommelkäpp am Abend mit einem Teelicht im Inneren versehen und vor die Haustür der Nachbarn gestellt. Die Kinder hatten mit diesem Streich einen Riesenspaß.  Im Laufe der Jahre geriet die Rommel immer mehr in den Hintergrund. An Halloween mit seiner attraktiven Süßigkeiten-Sammlung kommt die alte Tradition nur noch schwerlich vorbei. Dies gilt es zu ändern! Der Rückgang des Futterrübenanbaus macht es jedoch schwer die Tradition des Rommeschnitzen zu erhalten. Dabei steckt so viel Spaß im Selbermachen und anfertigen. Selbstgeschnitzte schaurig schöne Rommel-Fratzen mit großen ausgehölten Augen. Jedes Kind kann individuell seine eigene Rommel gestalten.

Rommelbooze

Am 31. Oktober wird in unserem Land nicht nur Reformationstag sondern auch Halloween gefeiert. Der amerikanische Importschlager hat sich längst etabliert. Vielerorts werden Grusel-Partys organisiert. Mittlerweile machen sich sogar Kitas und Schulen ihren Spaß mit der Angst. Halloween geht auf eine uralte keltische Tradition zurück und entstammt nicht, wie oft fälschlicherweise behauptet, aus den vereinigten Staaten. Der Name bezieht sich auf den Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve), an dem die Toten dem Volksmund zufolge zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt wandeln. Mit den vielen irischen Einwanderern gelangte das Brauchtum in die USA und von dort wieder zurück nach Europa. Ist das alles Unsinn oder vielmehr abwechslungsreiches Gruselvergnügen. Am Ende muss sich jeder selbst klarmachen, wie er zu dieser Sache steht.

Ich persönlich verhalte mich diesbezüglich etwas konservativer. Für mich beginnt der goldene Oktober mit dem Erntedankfest, gipfelt in der „Kerb“ und endet entspannt mit dem Reformationstag. Alte Traditionen sollten jedoch liebend gerne gepflegt und gehegt werden. Dabei sollten wir unsere eigenen Bräuche nicht aus den Augen verlieren. Warum also nicht noch einmal, wie früher, Rommele schnitzen?

Gesagt, getan? So einfach ist es nicht. Woher die guten Rommele nehmen, wenn nicht stehlen und wenn überhaupt wo stehlen? Gar nicht so einfach in dieser Zeit Futterrüben zu bekommen. Bei einem Bauern im Saar Gau wurde ich schließlich mit Unterstützung guter Bekannter fündig.

Ich lade alle Kinder am Samstag,16. Oktober 2021 herzlich ein zum:

„Rommelbooze schnitze im Büttelseck“

Bereits um 14:00 Uhr beginnen wir mit einem bunten Mit-Mach-Gottesdienst” in der Evangelischen Kirche. Anschließend spazieren wir zum „Büttelseck“ um dort die Rommele zu schnitzen.

Büttelseck

Vor Ort werden Helferinnen und Helfer den Kindern beim Schnitzen zur Seite stehen. Gerne können die Kinder in Begleitung eines Erwachsenen und geeigneten Schnitzwerkzeuges (Messer, Löffel, etc. und Kerzenstummel) den Tag verbringen. Die Kinder sollten witterungsgerecht ausgerüstet sein. Bei Regen werden wir die Aktion im Evangelischen Gemeindehaus durchführen.

Ich bitte dringend um Voranmeldungen bis zum 12.10.21 unter meiner Handynummer: 0172 6027216 oder per Mail unter kleinfranki@t-online.de  

Der Kulturverein Dirmingen und die Evangelische Kirchengemeinde Dirmingen werden diese Veranstaltung aktiv unterstützen. Für Speis und Trank wird gesorgt sein. Die Teilnahme ist kostenlos. Ich bin gerne bereit die Kosten für die Rommele zu übernehmen. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass aufgrund der Vorbestellungen der Futterrüben unbedingt eine Anmeldung erforderlich ist.  Für unangemeldete Kinder könnte es unter Umständen schwierig werden eine „Rommel“ erhalten.

Ich freue mich auf einen schönen Nachmittag im Büttelseck mit vielen Kindern und herrlich, schaurigen, selbstgemachten Rommele.

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