Kreisturnier in Uchtelfangen

Anfang der 80er Jahre erkrankte der junge Stefan Morsch an Leukämie. Damals steckte die Stammzelltransplantation noch in den Kinderschuhen. Einzig die heutig bekannte Chemotherapie gehörte schon damals zu den gängigen Therapieformen. In Deutschland wurde in den 1980ger Jahren ausschließlich mit Familienspendern transplantiert. In der Familie des jungen Stefan Morsch hatte jedoch niemand die passenden Gewebemerkmale um als Spender in Frage zu kommen. Die behandelnden Ärzte gaben dem Teenager damals keine Überlebenschance. Der 16-Jährige galt damit wie viele andere Patienten als „austherapiert“ und wurde seinem Schicksal hinterlassen. Im Jahre 1983 bekam Emil Morsch die Information, dass es in London bereits eine Organisation mit einer Liste von mehr als 50.000 potenziellen Knochenmarkspendern gibt. Emil Morsch setzte sich umgehend mit der Organisation “Nolan Laboratories” in Verbindung um die Spendersuche für seinen Sohn Stefan zu starten. Tatsächlich wurden die Morsch’s fündig und am 31. Juli 1984 wurden Stefan in Seattle die fremden Stammzellen übertragen. Obwohl die Transplantation erfolgreich war, starb Stefan am 17. Dezember 1984 kurz vor der geplanten Heimreise an den Folgen einer Lungenentzündung. Stefan Morsch verstarb jedoch keineswegs umsonst. Es war seine Idee eine Spenderdatei zu gründen, damit alle Leukämiepatienten die Chance auf Heilung erhalten. Somit wurde praktisch die heutige Stefan-Morsch-Stiftung, mit Sitz in Birkenfeld, gegründet. Die Stiftung ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Seit 1986 bietet die Stiftung unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke an.

Soweit die Historie der Stefan-Morsch -Stiftung. Dabei ist echte Hilfe nur möglich, wenn es Menschen gibt, die sich freiwillig als Stammzellspender und damit als potenzieller Lebensretter für Patienten zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund wird jährlich auf vielfältige Art und Weise dafür geworben, dass sich Menschen, als Stammzellspender registrieren lassen. Mit jedem neuen Spender wird die Überlebenschance für einen erkrankten Patienten erhöht.

Spendenangabe des FC Uchtelfangen

Die Typisierung ist für eine Aufnahme in die Stammzellspenderdatei notwendig. Aus einer Blutprobe oder mit einem Abstrich der Mundschleimhaut werden die benötigten HLA-Gewebemerkmale in einem Labor bestimmt. Mittlerweile gibt es ganz viele Möglichkeiten eine Typisierung durchzuführen. Die Stefan-Morsch-Stiftung freut sich dabei über jede Form der Unterstützung ist in ihrem Wirken sehr innovativ.

Der Saarländische Fußballverband unterstützt seit einigen Jahren die Stefan-Morsch-Stiftung durch die Durchführung des E-Jugend-Cup’s. Zunächst werden auf Kreisebene die zwei besten Teams dieser Altersklasse durch ein Turnier ermittelt. Dieses Turnier fand am 28.April in Uchtelfangen statt. Die beiden siegreichen Teams vertreten ihren Kreis bei den Landesmeisterschaften. Im Rahmen dieses Turniers werden auch Typisierungen durchgeführt. Auch die Arbeit der Stiftung wird vorgestellt und beworben.

Für mich und meine Mitarbeiter des Kreisjugendausschusses Nordsaar ist diese Veranstaltung jedes Jahr eine ehrenvolle Aufgabe. Gemeinsam mit den teilnehmenden Vereinen unseres Kreises gelingt es uns, durch unseren geliebten Sport gutes zu bewirken.

Unter dem Motto „Mit Kinderfußball gutes tun“ steht der Fußball ausnahmsweise einmal auf dem zweiten Platz. Die Kinder nehmen dieses Turnier jedes Jahr mit Begeisterung an und freuen sich über eine Veranstaltung der besonderen Art. Der SFV hatte hier ein gutes Näschen und ein optimales Gespür für ein gutes Werk. Die Vereine spenden im Verlaufe dieser Veranstaltung immer sehr viel Geld. Dabei wird dieses Geld auf unterschiedlichste gesammelt. In diesem Jahr wurden z.B vom FC Uchtelfangen 1000,- € überreicht. Aber auch der SC Gresaubach übergab eine beachtliche Geldspende.

Siegerehrung

Turniersieger wurde der FC Uchtelfangen. Gemeinsam mit dem Turnierzweiten, der JSG Schlossberg, vertreten diese beiden E-Jugendmannschaften unseren Kreis bei der diesjährigen Landesmeisterschaft im Westsaarkreis. Ich wünsche den beiden Teams viel Glück und viel Spaß.

Ich persönlich finde, dass dieser E-Jugend-Cup des SFV und der Stefan-Morsch-Stiftung auf eine sensible Art den Kindern beibringt, dass es auch Menschen oder Kinder gibt, denen es nicht so gut geht und die vielleicht sehr krank sind.

Ich möchte mich auch hier ganz herzlich bei allen bedanken, die sich in den Dienst der Menschlichkeit stellen. Es ist schön, dass es solchen Organisationen wie die Stefan-Morsch-Stiftung gibt.

Zunächst war ich von der Typisierungsaktion in Uchtelfangen enttäuscht. Schließlich wurden nur wenige freiwillige Spender gefunden. Der Mitarbeiter der Stiftung erläuterte mir jedoch, dass es nicht ganz so einfach ist als geeigneter Spender in Frage zu kommen. Letztlich war der Mitarbeiter mit den beiden Spenden hochzufrieden. Vielleicht sind unter diesen Spendern ein Volltreffer und unsere Aktion hat sich gelohnt! Ein schöner Gedanke !

 

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