Mit mehr Ermutigungen in die Zukunft – Frohes neues Jahr 2026
Zu Weihnachten hat mir eine Familie eine wunderschöne Weihnachtskarte mit persönlichen Anmerkungen geschickt. Nach so manchen Enttäuschungen, Herausforderungen und Verlusten war diese handgeschriebene Karte Balsam für meine Seele. Manchmal ist es so einfach etwas Gutes zu tun. Das Jahr 2025 war auch für mich persönlich bestimmt kein einfaches Jahr. Ich musste lernen loszulassen, Enttäuschungen zu verarbeiten und Entscheidungen zu akzeptieren. Am schwersten wiegen immer die menschlichen Enttäuschungen. Im nun ablaufenden Jahr 2025 haben sich Menschen aus persönlichen, vereinsinternen oder parteilichen Gründen von mir abgewendet. Natürlich müssen sich Kommunalpolitiker der Kritik stellen und dürfen sich nicht wegducken. Leider nutzen immer weniger Menschen das Gespräch und bekräftigen ihre Meinung an der Tastatur. Ich musste lernen, dass man es im Ehrenamt nie jedem recht machen kann. Vielleicht werde ich erst Jahre später verstehen, wie wertvoll diese Erfahrungen für mein Leben waren.
Freundschaft ist ein wertvolles Gut. Wohl demjenigen, der eine gute Freundin oder einen Freund an seiner Seite hat. Bekanntlich gibt es in der Politik keine Freundschaften. Bei all dem Hass, dem Wut und dem Egoismus in den sozialen Medien ist es schwer den Kurs zu halten. Politische Machtspiele, Korruption, Egoismus, Kriegstreiberei, Hass und Hetze führen zum Abgrund. Unmittelbar vor dem Jahreswechsel wird uns bewusst wie schnell ein Jahr an uns vorbeirauscht. Wir werden nachdenklich und lassen das Jahr Revue passieren. Was war gut und was hat sich verändert? Gute Menschen mussten viel zu früh von uns gehen. Andere Menschen mussten lernen mit Krankheiten oder persönlichen Tiefschlägen umzugehen. Das Leben ist tatsächlich kein Ponyhof.
Das Blatt wendet sich immer dann, wenn ich durch unseren Heimatort schlendere. Auf den Straßen meiner Kindheit begegnet mir täglich so viel Hoffnung und Zuversicht. Menschen, die nicht aufgeben, sondern anpacken und täglich ihre Inspiration freien Lauf lassen. Menschen, die gerne helfen und sich einbringen möchten. Menschen, die Verantwortung übernehmen und gegen jeden Widerstand an unserer Dorfgemeinschaft festhalten. Es ist noch Zeit das Ruder in eine bessere Zukunft zu wenden. Es ist noch Zeit aufzustehen und sich dem Hass, der Ungerechtigkeit und der Wut entgegenzustellen. Unser Dorf hat sich verändert: Viele Menschen haben hier ein neues Zuhause gefunden. Mitmachen ist angesagt !

Manchmal muss es wehtun, damit es gut werden kann. Dirmingen hat tatsächlich einige Aufgaben zu bewältigen. Der Neubau eines Nahversorgers in der Ortsmitte kann nicht über die vielen Probleme hinwegtäuschen. Wir benötigen einen Raum für die Dorfgemeinschaft, die Sanierung der Borrwieshalle, den Neubau der „Hardter Brücke“ und eine funktionierende Gastronomie. Hinter den Kulissen wird fieberhaft nach Lösungen gesucht. Das zu verstehen und auch zu akzeptieren ist eine Aufgabe. Viele Menschen erkennen in vielen Dingen allzu oft ein Versagen der Politik oder den verantwortlichen Amtsträgern. Keine Frage, konstruktive Kritik ist richtig und wichtig. Wenn es jedoch zu einer Verbesserung der Situation führen soll, erreicht man viel mehr mit Zuspruch, Ratschlägen, Schulterklopfen oder Ermutigung. Die verantwortlichen Ehrenämtler in den Vereinen, Organisationen oder der Kommunalpolitik dürfen nicht als verbaler Fußabtreter gefrusteter Bürgerinnen und Bürger herhalten. Schon mal darüber nachgedacht, warum unsere Vereine immer weniger Ehrenamtler finden?
Ein Lächeln, ein freundlicher Blick, ein Schulterklopfen. Ermutigungen helfen uns auf dem Weg zu einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Nicht jeder hat die Kraft ein Ehrenamt auszuüben. Kein Problem! Jeder kann jedoch auf seine persönliche Art und Weise mithelfen und genau das geben, was er oder sie geben möchte. Hilfe und Solidarität beginnt schon im Kleinen. Aufmunterungen, Ermutigungen oder Zuspruch bewirken wahre Wunder. Steht auf und reicht euch die Hände! Besucht die Veranstaltungen der Vereine und Organisationen, Spenden stillen Applaus und wenn es sein muss auch einen Kuchen. Dieses Dorf hat so vieles zu bieten.

Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, MössingenDie Jahreslosung 2026 stammt aus dem Buch der Offenbarung des Johannes und lautet: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). In der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel beschäftigt sich Johannes mit der Apokalypse. Die Jahreslosung für das Jahr 2026 bildet jedoch ein kraftvolles und ermutigendes Wort der Hoffnung. Die Jahreslosung ermutigt dazu, Veränderungen und Neuanfänge im eigenen Leben zu suchen und zu gestalten. In der Beschreibung der Jahreslosung heißt es: „Wer nicht den Blick auf die großen Veränderungen richten mag oder will, kann die Jahreslosung 2026 auch im Kleinen anwenden – und versuchen, häufiger einen anderen Blickwinkel einzunehmen oder andere Meinungen zu suchen.“ Genau hier liegt der „Hase im Pfeffer“. Mensch, es ist auch deine Zeit, deine Erde und deine Heimat. Mach ‘was draus!

Ich wünsche allen Menschen dieser Erde, allen Freunden, Kritikern und besonders allen „Echten Derminga“ ein gesegnetes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2026. Bleibt gesund, zuversichtlich und heimattreu‘