Außer Spesen nix gewesen! – Dirmingen geht mal wieder leer aus und guckt in die Röhre!
Ich liebe den Fußball und habe aus tiefster Verbundenheit in diesen wunderbaren Sport viele Jahre meines Lebens investiert. Das Ehrenamt in meinem Heimatverein und beim SFV haben mich geprägt. Ich kenne die Probleme, die viele Fußballvereine plagen und gönne jedem Fußballer eine finanzielle Zuwendung. Auch unser SV Dirmingen hat rund um die gepachtete Sportanlage große finanzielle Hürden zu nehmen. Als Ortsvorsteher bin ich in erster Linie meinem Heimatort verpflichtet. Ein Blick auf den Zustand unserer Borrwieshalle verweist auf die Not in unserem Dorf. Mit der Bewerbung unserer Gemeindeverwaltung verband ich die Hoffnung, dass wir mit unserer Borrwieshalle in den Genuss des Bundesprogramms zur Förderung kommunaler Sportstätten für die Sport und Freizeitanlagen kommen würden. Nach einem Treffen mit den beiden Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises war ich grundsätzlich positiv und guten Mutes gestimmt.
Unsere Borrwieshalle befindet sich tatsächlich in einem desolaten Zustand und muss unbedingt saniert werden. Aus meiner Sicht passte die Sanierung der Borrwieshalle wie „Faust aufs Auge“ in das Programm zur Förderung kommunaler Sportstätten für die Sport -und Freizeitanlagen des Bundes. Seit der Sperrung unserer Borrwieshalle fehlt unseren Vereinen, mit ihren Kindern und Jugendlichen, eine Trainings- und Übungsstätte. Auch den Kindern unserer Grundschule, unseres Kindergartens und unserer Rothenbergschule fehlt eine Sportstätte. Zudem ist unserer Dorfgemeinschaft eine wichtige Anlaufstelle weggebrochen. Aufgrund der defizitären Lage der Gemeinde Eppelborn wäre eine finanzielle Zuwendung des Bundes ein wahrer Segen gewesen. Schließlich wird uns die Sanierung der Borrwieshalle über 3,- Mio. € kosten. Geld, dass wir in der Gemeinde eigentlich nicht haben.
Ich muss gestehen, dass ich von der Vergabe der Insgesamt 6, 47 Mio. € aus dem Programm zur Förderung kommunaler Sportstätten für die Sport -und Freizeitanlagen ins Saarland enttäuscht war. Ich hatte tatsächlich gehofft und fast geglaubt, dass wir einen Teil der Förderung bekommen würden. Die Entscheidung des zuständigen Ausschusses der Bundesregierung kann ich nur schwer nachvollziehen. Immerhin gibt es für Sportstätten und insbesondere Sportplätze genauso wie Hallen und Schwimmbäder etliche Förderprogramme. Die Förderungsmöglichkeiten für Sporthallen sind in der Regel viel komplexer und vielschichtiger. Mit den finanziellen Mittel aus dem Förderprogramm des Bundes hätten wir vieles in einem Rutsch erledigen können. Der Bund hat sich entschieden und wir müssen das akzeptieren. Die nun geplanten Projekte in Püttlingen, Saarlouis, Mandelbachtal, Perl, Nonnweiler und in Wiesbach haben sicherlich ihre Berechtigung. Fakt ist, dass unsere Heimatgemeinde für die Sportstätte in Wiesbach rundum 318.736,56 € aus dem Programm zur Förderung kommunaler Sportstätten für die Sport -und Freizeitanlagen erhält. Es liegt wohl in der Natur der Dinge, dass ich mich nur schwerlich mit dieser Entscheidung des zuständigen Ausschusses im Bundestag anfreunden kann. Dennoch gratuliere ich den Vereinen und Kommunen die einen Zuschlag erhalten haben. Ein besonderer Glückwunsch geht an die alten Weggefährten des FC Hertha Wiesbach. Neid, ist nie ein guter Partner und es geht auch längst nicht darum aufzuwiegen. Ich wünsche den Vereinen und Kommunen viel Glück bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Täglich grüßt das Murmeltier. Mal wieder geht unser Heimatort Dirmingen leer aus! Kein Geld für die „Hardter Brücke“, keine Kohle für die Borrwieshalle und „Last but not least“ wurde überraschend ein Baustopp für unseren Netto- Markt verhängt. Unwillkürlich fragt man sich: Wann scheint über unserem Dorf mal wieder die Sonne?!? Wir alle wurden vom plötzlichen Baustopp unseres Nahversorger sehr überrascht. Nachdem die oberste Wasserbehörde über den Landkreis Neunkirchen ein vorläufiger Baustopp verhängt hatte, wurde ich von vielen besorgten Mitbürgerinnen und Mitbürgern kontaktiert. Offensichtlich sind im Genehmigungsverfahren Ungereimtheiten entstanden, die dazu geführt haben, dass die entsprechenden Behörden reagieren mussten. Im Grunde geht es bei diesem Baustopp um wasserrechtliche Anforderungen, die eine Änderungen am Bauvorhaben erfordern. In diesem Zusammenhang ist die Schaffung einer Retentionsfläche, gegenüberliegend der Grundschule Dirmingen, dringend erforderlich. Dieser fehlende Retentionsraum, der ein wesentlicher Bestandteil der Bauauflagen darstellt, wurde bisher noch nicht errichtet. Aufgrund der in unserem Dorf großen Gefährdungslage bei Hochwasser, wurde nun dieser Baustopp verhängt. Unser Dorf hat in den letzten Jahrzehnten mehrmals unter dem Einfluss von Starkregenereignissen gestanden. Von daher sind wir alle daran interessiert, dass entsprechende Maßnahmen getroffen werden.
Ich habe nach der Bekanntmachung mit vielen fachkundigen Menschen, Behörden, dem Landrat, dem Investor und natürlich auch mit dem Bürgermeister unserer Gemeinde gesprochen. Auch mir erschließt es sich nicht ganz, warum dieser Baustopp nun so plötzlich verhängt wurde. Natürlich müssen auch im Bauwesen vorhandene Gesetze, Richtlinien und Regeln eingehalten werden. Ich habe mich jedoch mit der Frage beschäftigt, ob man die Bauarbeiten mit einer entsprechenden Auflage im Bauverfahren, nicht hätte weiterlaufen lassen können. Wahrscheinlich fehlt mir diesbezüglich das fachliche Knowhow und Hintergrund wissen. Nichtsdestotrotz hat uns der Zeitpunkt des Baustopps überrascht. Immerhin laufen die Bauarbeiten bereits seit mehreren Monaten und dürften sich überall herumgesprochen haben.

Der plötzliche Baustopp hat in unserem Dorf für jede Menge Aufregung und Unmut gesorgt. Ich kann gut verstehen, dass sich die Menschen wegen diesem Baustopp aufregen und sich in ihren Kommentaren Luft verschaffen. Ich hoffe inständig, dass alle Beteiligten die Kräfte zu bündeln, um schnellstmöglich zu einer positiven Entscheidung zu kommen. Die Bauarbeiten müssen so schnell wie möglich weitergehen. Manchmal kann das Ehrenamt sehr ermüdend sein! Natürlich ist sich jeder selbst der Nächste. Politiker haben im Allgemeinen den Hang sich selbst ins richtige Licht zu setzen. Was man ursprünglich nicht wollte, wird plötzlich als großer Erfolg verkauft. Wahrscheinlich mussten die Abgeordneten im Bundestag verschiedene Kompromisse eingehen. Vielleicht waren sie am Ende froh etwas herausgeholt zu haben. Schließlich findet man immer irgendeinen der mit einer Entscheidung hadert. Man kann es nie allen Leuten recht machen.
Alles klar! Wir müssen mit diesen unbequemen Entscheidung leben. Aufgeben ist ohnehin keine Option! Es fühlt sich jedoch so verdammt ungerecht an. Mund abputzen, weitermachen ! Dirmingen benötigte mit seinen rund 3000 Einwohnern, seinen Vereinen, Schulen und Kindergärten eine Sportstätte und eine Anlaufstelle für die Dorfgemeinschaft. Dafür müssen wir alles geben !