Dorfgemeinschaft setzt zum Fackellauf in Dirmingen ein deutliches Zeichen
In der Zeit vom 15. Juni bis zum 20. Juni finden die Nationale Spiele die Special Olympics im Saarland statt. In den Wochen und Tagen zuvor wurde die Flamme der Hoffnung durch die Landkreise unseres Bundeslandes getragen. Am Sonntag, 07. Juni wurde das Feuer in Dirmingen empfangen. Der Fackellauf der Special Olympics soll laut dem Veranstalter ein Symbol für Inklusion, Gemeinschaft und Hoffnung sein. Dabei orientiert sich das Fackellauf- Spektakel der Special Olympics natürlich an den bekannten Olympischen Spielen.
Am Sonntag, 07. Juni war der Landkreis Neunkirchen mit seinen Fackelläufen in Dirmingen, Illingen und Ottweiler an der Reihe. Als ich mich im vergangenen Jahr erstmals Christian Rau vom TKN zusammensetzte und über die Idee eines Fackellaufs in Dirmingen redete, konnte ich mir noch nichts darunter vorstellen. Im Grunde war die Idee unsere Rothenbergschule zu diesem sportlichen Event in den Mittelpunkt zu stellen. Immerhin wird in Dirmingen seit über 50 Jahren Inklusion betrieben. Dabei gehört die Rothenbergschule zum festen Bestandteil unserer Dorfgemeinschaft.
Schon damals konnten sich Christian Rau und ich keinen besseren Start des Dirminger Fackellaufs als an der der Rothenbergschule der Lebenshilfe vorstellen. Schnell wurde klar, dass wir außerdem das örtliche Feuerwehrfest in die Planungen miteinbeziehen. Die Planungen zum Dirminger Feuerwehrfest waren alles andere als einfach. Ganz nebenbei ging es mir in dieser Phase auch persönlich nicht besonders gut. Immer wieder ploppten neue Herausforderungen und Planänderungen auf. In dieser arbeitsreichen Zeit konnte ich mich immer auf Christian Rau vom TKN des Landkreises und sein großartiges Team verlassen.

Als am 07. Juni unsere Athletinnen und Athleten Tamea, der Luca und David die Flamme der Hoffnung von den beiden Dirminger Bergbauveteranen und Mitgliedern des Saarknappenchors Alfons Baltes und Matthias Hoffmann überreicht bekamen, war jeder Ärger und jede stressige Zeit vergessen. Unsere Athletinnen und Athleten wurden von dem wohl jüngsten Fackelträger, dem sieben Jahre alten Linus unterstützt. Die Freude und der Spaß in den Gesichtern unserer Fackelträger war ein echtes Geschenk. Vielen Dank an alle Eltern die diese Teilnahme ihrer Kinder ermöglichten und auch an das Team der Rothenbergschule.
Die Flamme soll auf ihrem Weg durch Städte und Kommunen die Gemeinschaft und die Inklusion fördern. In Dirmingen ist dies auf eindrucksvolle Art und weise gelungen. Ehrlichgesagt hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass so viele Menschen, Vereine und Organisationen unseren Fackellauf begleiten würden. Am Ende unterstützen über 350 Menschen die Athletinnen und Athleten zum Feuerwehrfest des Löschbezirks Dirmingen. Unsere Vereine der KKV Dirmingen, die Kolpingfamilie Dirmingen, der SV Dirmingen, der TV Dirmingen, der Kulturverein Dirmingen und zahlreiche Mitglieder aus vielen kleinen Vereinen präsentierten sich von ihrer besten Seite.

An der Strecke warteten zahlreiche Schaulustige, die unseren Fackellauf mit Beifall unterstützten. So entstanden viele schöne emotionale Momente, die bei allen beteiligten Gänsehäuten verursachten. Die Flamme sollte Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Fähigkeiten vereinen. Genau das ist während dieses Fackelzugs geschehen. Ich bin sehr stolz auf meine Dorfgemeinschaft. Wir haben mit unserem Dirminger Fackelzug ein deutliches Zeichen für Inklusion, Gemeinschaft und funktionierende Dorfkultur gesetzt. Als unser Bürgermeister Dr. Feld am Ziel, dem Feuerwehrgerätehaus die Grubenlampe mit der Flamme der Hoffnung an die Beigeordnete des Landkreises übergab, war dies ein erfüllender Moment. Die Grubenlampe symbolisiert die Bergbau- und Industriegeschichte des Saarlandes und zeigt die Verbundenheit zu den Menschen in unserer Region.


Der Löschbezirk Dirmingen sorgte mit einem großartigen Rahmenprogramm und einem reichhaltigen kulinarischen Angebot für das passende Ambiente. Schön, dass die Dirminger Feuerwehr sich an unserer Idee des Fackellaufs beteiligte und zu einem wichtigen Bestandteil wurde. Obwohl es zeitweise sehr stressig und anspruchsvoll war, habe ich die Ausrichtung dieses großartigen Events in meiner Heimat nicht bereut. Auch wenn die Zeiten noch so anstrengend und emotional waren, durfte ich doch viele schöne Momente in einer großartigen Dorfgemeinschaft erleben. Das wiegt alles auf und hilft über viele schlimme Tage hinweg.

Kritisch blicke ich jedoch auf manche organisatorischen Details im Vorfeld der Veranstaltung. Das Erstellen eines Sicherheitskonzeptes und einer verkehrsrechtlichen Anordnung hat mein Nervenkostüm ganz schön strapaziert. Ich frage mich, wie unsere Vereine und Organisatoren solche Events zukünftig stemmen sollen. Gut, wenn man Freunde und Unterstützer hat. Vielen Dank an Heiko Gabler und seine Garten- und Landschaftsbaufirma, das Ordnungsamt Eppelborn, die Polizei, das DRK, die Jugendwehr unseres Löschbezirks und den Ortsrat mit vielen guten Dirmingerinnen und Dirminger die als Helferinnen und Helfer oder Ordnerinnen und Ordner aktiv unterwegs waren. Auch das ist gelebte Dorfgemeinschaft.
