Von einer Kinderidee zum gesegneten “Lukaskreuz” auf dem Belker

Dirmingen liegt in einem Tal umgeben von einigen schönen Berghöhen. Neben dem großen „Elmersberg“ gehört der „Geisberg“ und auch der Belker zu den größten Anhöhen.

Beim gemeinsamen Spaziergang über den Belker fragte der kleine Lukas Faulhaber seinen Patenonkel Georg Kleer: „warum habt ihr nirgends ein Bergkreuz stehen?“ Der Patenonkel antwortete „weil bis jetzt keiner ein Bergkreuz gebaut hat!“ Der Erstkommunikant Lukas erwiderte:“ dann können wir doch so ein Bergkreuz bauen!“

Gesagt, getan! Der kleine Lukas und sein Patenonkel machten sich ans Werk und überlegten, wie sie es am besten angehen sollten.  Der Bauplan für das “Lukaskreuz“ wurde von dem Kommunionskind höchstpersönlich entworfen.

Das „Lukaskreuz“ sollte:

  • aus Eiche sein.
  • Die Höhe von 2,30m haben.
  • Und über ein Schild verfügen

Der kleine Lukas hatte sich den Bau dieses Gipfelkreuzes fest vorgenommen und ließ solange nicht locker, bis die Arbeiten endlich begannen. Gemeinsam mit seiner Frau Elke machte sich der Dirminger Georg Kleer ans Werk. Bevor jedoch die Arbeit an dem Bergkreuz beginnen konnte, musste zunächst ein passendes Holz gefunden werden. Im angrenzenden Wald auf der „Leh“ wurde ein Stück Holz aus einem Windbruch gefunden. Georg Kleer musste den Holzstamm bei hochsommerlichen 38° nach Hause schleppen.

Schwere Vorarbeit
Mit viel Liebe und Herzblut

Bei der Bearbeitung des Holzes fand Georg Kleer einen Metallsplitter. Woher mag dieser Splitter stammen? Kann es sein, dass dieser Splitter von einem Geschoss stammt ? Die Fertigstellung des Holzkreuzes dauerte zehn Stunden. Der kleine Lukas konnte es kaum erwarten, dass seine Idee in die Tat umgesetzt wurde.

Als es endlich so weit war und die Setzung des“ Lukaskreuzes“ beginnen konnte, packte der junge Mann tatkräftig mit an. Bevor das Kreuz in den Boden gesetzt werden konnte, wurde eine eigens angefertigte Urkunde des kleinen Lukas Faulhaber in das Fundament eingelassen. Diese handschriftlich angefertigte Urkunde wurde in eine sogenannte „Grundsteinzeitkapsel“ verstaut.

Elke Kleer kam auf die Idee, dass Gipfelkreuz“ einsegnen zu lassen. Mit ihrem Anliegen meldete sich die Dirmingerin bei mir, um mich in ihren Überlegungen mitzunehmen und zu der geplanten Einsegnung einzuladen. Vorab musste jedoch noch einmal überprüft werden, ob das Kreuz auf seinem Standort stehen bleiben kann. Nach der Zusage der Verwaltung stand der Einsegnungsfeier nichts mehr im Wege.

Pastor Sergio Fernández Ovando von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Eppelborn-Dirmingen segnete am 15.09.2022 das neue „Lukaskreuz“ auf der Belkeranhöhe ein. Die Einladung zu dieser Feierstunde hatte ich sehr gerne angenommen. Gemeinsam mit Georg und Elke Kleer durfte ich der schönen Einweihungsfeier beiwohnen.

Die Einsegnungsfeier
Einsegnungsfeier

Die ganze Zeremonie hatte etwas ergreifendes und fand in einem wunderschönen Rahmen statt. Familie Kleer hatte das Kreuz mit schönen Blumen geschmückt und ausreichend für eine kleine Erfrischung in Form von kühlen Getränken und einigen Brezeln gesorgt.

Leider konnte der kleine Ideengeber Lukas bei der Einsegnung des „Lukaskreuzes“ nicht anwesend sein. Alle Beteiligten waren sich jedoch darüber einig, dass sich der junge „Bauherr“ auch so über die Anbringung des Gipfelkreuzes freuen wird. Familie Kleer hofft, dass an dem gesegneten Gipfelkreuz viele Wanderer und Spaziergänger zur inneren Einkehr finden und neuen Mut und Kraft schöpfen. Das neue Gipfelkreuz auf dem Belker steht an einem wunderschönen Ort. Einige Meter davor kann man auf einer Bank sitzend über das ganze Dirminger Tal blicken und seine Zeit genießen.

Ich habe mich sehr über die Idee des kleinen Lukas Faulhaber und die Eigeninitiative von Elke und Georg Kleer gefreut. Vielen lieben Dank für diese wunderbare Aufwertung des Dirminger Belkers.

Das Lukaskreuz

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.