„Derminga Babbelschness on Tour“: Drei Dirminga ziehen los, um Geschichten, Erinnerungen und Mundart lebendig zu halten

Heimat kann man sehen. Man kann sie riechen, fühlen und manchmal sogar schmecken. Aber vor allem kann man sie hören – wenn die vertraute Stimme des Nachbarn erklingt, wenn die Oma eine Geschichte von früher erzählt oder wenn irgendwo in Dirmingen jemand in echtem Derminga Dialekt „anfängt se schwätze“. Genau diese Heimat wollen drei echte Dirminga jetzt wieder, nach einer kleinen kreativen Pause, hörbar machen.

Die Derminga Babbelschness ist zurück – und diesmal bleibt das Studio nicht der Mittelpunkt. Reiner Kiefer, Frank Klein und Hans-Peter Hoffmann gehen raus. Raus auf die Straßen, an historische Plätze und zu besonderen Orten ihrer Heimat. Ihr neues Programm trägt deshalb den passenden Namen: „Derminga Babbelschness on Tour“. Getreu dem Motto „Mit Schäfer Bier im Blut und dem Herz auf der Zung'“ gehen die drei Derminga Buwe neue Wege. Dabei wollen die drei Schnessschwader ihren Heimatort von einer ganz besonderen Seite zeigen. In ihren neuen Beiträgen und Blogs wird die Babbelschness historische, besondere und interessante Örtlichkeiten in Dirmingen aufsuchen und in echter Derminga Mundart von den Geschichten, Ereignissen und Begebenheiten rund um diese Orte berichten. Dabei steht eines ganz klar im Mittelpunkt: der einheimische Dirminger Dialekt.

Es geht um weit mehr als nur um schöne Bilder und unterhaltsame Geschichten. Die drei Dirminger wollen wissen: Was ist hier eigentlich passiert? Wer hat an diesen Orten gelebt? Welche Geschichten haben sich dort zugetragen? Und was wissen die Menschen noch darüber? Sie wollen Erinnerungen ausgraben, Geschichte erzählen und dabei vor allem eines bewahren: die Derminga Mundart. Unser Dialekt erzählt Heimat. Unser Dialekt ist nicht einfach eine andere Sprache. Unser Dialekt ist genau das Stück Heimat, das man nicht nur auf der Zunge sondern im Herzen trägt.

In einer Zeit, in der immer mehr Kinder und Jugendliche aufwachsen, ohne die Mundart ihrer Eltern oder Großeltern selbstverständlich zu sprechen, droht ein Stück regionaler Identität verloren zu gehen. Wörter, Redewendungen und typische Ausdrücke, die über Generationen weitergegeben wurden, verschwinden langsam aus dem Alltag. Ganz langsam verschwindet der einheimische Dialekt aus dem Verständnis der Menschen. Genau das gilt es zu verhindern. Wenn ein Dialekt stirbt, verstummt auch ein Teil unserer Identität und unserer Geschichte.

Die Derminga Babbelschness möchte diesem Vergessen etwas entgegensetzen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Humor, Leidenschaft und ganz viel Heimatliebe. Mundart darf Spaß machen. Sie darf laut sein, herzlich, manchmal frech und vor allem muss Mundart echt sein. Dabei darf bei dem eigenen Dialekt gerne auch mal das Herz schneller „schwätze“ als der Verstand. Mundart gehört auf den Dorfplatz, an den Stammtisch, in die Familie und – ganz wichtig – auch zu unseren Kindern und Jugendlichen.

Die drei von der Babbelschness wollen zeigen, dass Dialekt keineswegs von gestern ist. Mundart ist lebendige Kultur. Sie verbindet Generationen und schafft ein Gefühl von Zugehörigkeit. Wer seinen Dialekt kennt und spricht, trägt immer auch ein Stück seiner Heimat mit sich. Mundart wird auf der Straße geboren. Als Kinder bekommen wir unseren Dialekt auf die Zunge gelegt. Wenn wir verlernen den Dialekt zu sprechen, geht er uns verloren.

Rund 30 Folgen der Schnessschwader von der Babbelschness kann man bereits auf dem YouTube-Kanal der „Derminga Babbelschness“ genießen. Jetzt beginnt ein neues Kapitel. Mit „Derminga Babbelschness on Tour“ wird aus der Studio- Babbelschness eine Heimatreise. Die drei Dirminger machen sich auf den Weg und nehmen ihre Zuschauer mit zu Orten, an denen Geschichte geschrieben wurde – und vielleicht auch zu solchen, an denen bisher kaum jemand eine Geschichte vermutet hat. Produziert werden die Videos vom altbewährten Team der „Derminga“ Band Perlregen. Martina und Thomas haben ein Händchen dafür, dass letzte aus den drei „Babbelschnesser“ herauszuholen.

Wir dürfen garantieren und versprechen: es wird keineswegs trocken oder langweilig. Wenn Reiner Kiefer, Frank Klein und Hans-Peter Hoffmann gemeinsam unterwegs sind, treffen Heimatgeschichte und Derminga Humor aufeinander. Und natürlich wird dabei so geschwätzt, wie man in Dirmingen schwätzt. Hinter dem neuen Projekt steckt, aus Sicht der drei Babbelschnesser, auch ein Stück Verantwortung. Die drei Derminga wollen nicht nur unterhalten. Sie wollen Erinnerungen bewahren. Sie wollen ältere Menschen dazu bringen, von früher zu erzählen, und gleichzeitig jüngeren Menschen zeigen, welche Geschichten direkt vor ihrer Haustür verborgen liegen.

Heimat ist nicht nur das, was war. Heimat ist das, was wir bewahren und an die nächste Generation weitergeben sollten. Wenn ein alter Derminga Ausdruck oder eine vergessene Geschichte wieder zum Leben erweckt wird, haben wir schon viel erreicht. Wenn man auf eine alte, aus der Mode geratene Sache aufmerksam machen möchte, muss man bereit sein neue Wege zu gehen. Aus diesem Grunde geht die Derminga Babbelschness „off Tour“. Wer weiß – vielleicht stehen Reiner, Frank und Hans-Peter schon bald vor ihrer Haustür und fragen: „On, wat gebt’s dann von euch nauet se verzehle“?

Dialekt ist mehr als nur eine besondere Art zu sprechen. Dialekt ist Heimat, Erinnerung, Kultur und ein Stück Identität. In der Mundart spiegeln sich die Geschichte und das Lebensgefühl einer Region wider. Viele Redewendungen, Begriffe und Ausdrücke erzählen Geschichten, die man in der Hochsprache so nicht wiedergeben kann. In keiner Sprache liegt die eigene Identität mehr auf der Zunge wie im einheimsichen Dialekt. Wenn ein Dialekt verschwindet, geht deshalb nicht nur eine Sprache verloren – es verschwinden auch ein Stück regionaler Geschichte, Tradition und Verbundenheit. Genau „dat wolle ma doch nett, orra?“

Derminge hat Geschichte. Derminge hat eine eigene Mundart und Derminge hat drei, schon etwas ältere „Buwe“, die dafür sorgen wollen, dass beides nicht verloren geht. „Met Schäfer Bier im Blut on dem Herz auf da Zong“ startet die Babbelschness in ihr neues Projekt. Die neuen Videos erscheinen in Kürze und werden etwas anders, kürzer und schneller vorgetragen. Reiner Kiefer, Hans-Peter Hoffmann und Frank Klein würden sich freuen, wenn Sie die Videos teilen und liken würden. Nur wenn wir es weitergeben, darüber reden und davon erzählen, bleibt uns der einheimsiche Dialekt erhalten.

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